Würdiger Sieger: VfB Stuttgart gewinnt U11-Junior Cup in Leiwen

Knapper Finalsieg gegen 1.FC Kaiserslautern - viele Spiele auf sehr hohem Niveau

Mit einem knappen 1:0-Sieg im hochklassigen Endspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern hat sich die U11 des VfB Stuttgart bei der zweiten Auflage des Junior-Cups vom SV Leiwen-Köwerich den Titel gesichert.

5vier war am Finaltag vor Ort, an dem auch das herbstlich-nasskalte Wetter nicht den Eindruck der rundum gelungenen Turnierorganisation und zahlreicher spielerisch hochwertiger Duelle der vielen Top-Teams trüben konnte.

Für viel Talent und enormes Potenzial war auf den Plätzen gesorgt und man sah einige Gesichter zu Namen, die man sich unbedingt merken sollte. Die Mannschaften aus der Region verpassten es derweil, für eine Überraschung zu sorgen.

Pünktlich zur Siegerehrung gegen 17 Uhr lugte hinter dem Weinberge-Panorama sogar kurz einmal die Sonne hervor: Dementsprechend freudestrahlend und wie ein Großer reckte der kleine Melih gemeinsam mit seiner Mannschaft vom VfB Stuttgart den Pokal in die Höhe. Zuvor war jener Melih Caliskan einer der überragenden Spieler des Junior Cup-Finaltages, der bereits um 9:30 Uhr im Stadion an der Römischen Weinstraße begonnen hatte.

Gut sieben Stunden lang bekamen die Zuschauer so am Sonntag viele technische und taktische Finessen von den U11-Kickern zu sehen. Und auch beim Drumherum lief alles zufriedenstellend ab, wie beispielsweise Alexis Portselis, Trainer der Vertretung von Fortuna Düsseldorf, bestätigte: „Teilnehmerfeld und Organisation sprechen hier für sich.“

Die Vorrunde blieb dabei eine Überraschung der regionalen Teams schuldig. Zu stark war der Profi-Nachwuchs, sodass der SV Hetzerath und die JSG Leiwen mit null Punkten sowie die Qualifikanten JSG Kinderbeuern und Eintracht Trier mit je drei Punkten aus den direkten Duellen auf den letzten Plätzen der beiden Gruppen landeten. Auch die internationalen Teams des FV Luxemburg und von Djurgardens Stockholm, die große Unterstützung aus Schweden mitgebracht hatten, scheiterten genau wie der etwas enttäuschende Nachwuchs von Borussia Dortmund bereits in der Gruppenphase.

Ohne lokale oder internationale Beteiligung ging es daher nach den ersten Platzierungsspielen in die Viertelfinals. Die hatten nun Unerwartetes parat: Der 1.FC Kaiserslautern schlug als Vierter der Gruppe B den Vorjahressieger Karlsruher SC, der die Gruppe A noch als Erster abgeschlossen hatte. Die Badener zeigten zuvor sehr starke Spiele und bezwangen dabei unter anderem den späteren Sieger aus Stuttgart, mussten sich den Betze-Youngster allerdings zurecht mit 0:2 geschlagen geben.

Außerdem setzte sich der sehr starke Nachwuchs des 1.FC Saarbrücken mit viel Teamgeist 1:0 gegen den VfL Bochum durch, Schalke 04 besiegte Hoffenheim mit 2:0 und der VfB Stuttgart ging aus dem wohl auf dem höchsten Niveau stehenden und sehr engen Viertelfinal-Spiel gegen Bayer Leverkusen als Sieger hervor (1:0).

Im Anschluss wurden zunächst die Plätze fünf bis neun ermittelt, ehe das Semifinale zwei unheimlich umkämpfte und ausgeglichene Partien lieferte: Stuttgart gewann mit 1:0 gegen Saarbrücken, weil der technisch bereits sehr reife Melih Caliskan mit einer genialen Aktion das entscheidende 1:0 einleitete. Und die Jungs vom FCK mussten gegen Schalke zwar zunächst den Rückstand hinnehmen, glichen jedoch fast im Gegenzug durch ihren starken Stürmer Melchisedec Yeboah aus. Im Neunmeterschießen hatten die Lauterer letztlich die besseren Nerven und zogen ins große Finale ein.

Nachdem sich S04 gegen Saarbrücken nach einem 0:0 in den regulären 15 Spielminuten wiederum im Neunmeterschießen Platz drei gesichert hatte, startete das mit Spannung erwartete Endspiel. Beide Teams agierten dabei taktisch auf hohem Niveau, technisch wusste vor allem der VfB ohnehin schon über den ganzen Tag hinweg zu überzeugen. Trotzdem war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Schwaben fünf Minuten vor Schluss in Führung gingen: Maurice Kramny nutzte einen Abwehrfehler eiskalt zum 1:0. Die kleinen Roten Teufel steckten aber längst noch nicht auf und hatten per Elfmeter die Riesengelegenheit auf den Ausgleich, doch VfB-Schlussmann Sebastian Dippold parierte sensationell.

So durfte am Ende Stuttgart über den Turniersieg beim Leiwener Junior Cup jubeln. Und das taten die kleinen Stars, samt Wasserdusche für Trainer Ben Blümle, dann auch ausgiebig.

Für nächstes Jahr ist eine weitere Auflage angedacht, einige der in diesem Jahr anwesenden Teams haben sich bereits zwecks einer erneuten Teilnahme nach dem genauen Termin für 2014 erkundigt. Turnier-Initiator Marco Toppmöller war indes erst einmal mit der rundum gelungenen Organisation am vergangenen Wochenende zufrieden und stellte freudig fest: „Von den Trainern der Profi-Vereine habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen.“ Für die Region wäre es ganz sicher eine tolle Sache, solch viel versprechende Talente dauerhaft beim Junior Cup in Leiwen spielen sehen zu können.

Weitere Informationen zum Junior Cup 2013 unter svlk.de.

Statistik

Nur einige der Namen, die beim Junior Cup 2013 herausragten. Unbedingt merken!

Melih Caliskan (VfB Stuttgart): Bereits sehr ausgefeilte Ballbehandlung, viel Übersicht und Geschick beim Abschirmen des Balles. Geniale Vorarbeit zum 1:0 im Halbfinale gegen Saarbrücken.

Lilian Egloff (VfB Stuttgart): Sehr hohes Spielverständnis, kluges Stellungsspiel, technisch enorm weit. Zeigte bei einigen Vorstößen viel Dynamik und Ballgewandtheit im Tempo.

Daniele Cassataro und Maurice Nawrath (beide Bayer 04 Leverkusen): Beide sehr ballsicher, sehenswerte und enge Ballführung. Viele schnelle und kreative Bewegungen auf kleinem Raum.

Max Adamski (Schalke 04): Schon mit sehr feiner Technik ausgestatt, schnell und durchsetzungsstark. Blick und präzises linkes Füßchen für den entscheidenden Steilpass.

Melchisedec Yeboah (1.FC Kaiserslautern): Sehr antrittsstarker Stürmer mit guter Technik. Sucht schnell den Abschluss, sehenswerter Ausgleich im Halbfinale gegen Schalke.

Marco Varivoda (Karlsruher SC): Kopf seiner Mannschaft, kluger Ballverteiler mit sehr gutem ersten Kontakt und Übersicht. Darüber hinaus zweikampfstark.

Abschlusstabellen Vorrunde:

Gruppe A:

  1. Karlsruher SC (18 Punkte)
  2. VfB Stuttgart (16)
  3. 1.FC Saarbrücken (14)
  4. 1899 Hoffenheim (12)
  5. Fortuna Düsseldorf (10)
  6. Borussia Dortmund (7)
  7. Eintracht Trier (3)
  8. JSG Leiwen (0)

Gruppe B

  1. Schalke 04 (19 Punkte)
  2. VfL Bochum (16)
  3. Bayer Leverkusen (13)
  4. 1.FC Kaiserslautern (13)
  5. Djurgardens IF Stockholm (9)
  6. FV Luxemburg (9)
  7. JSG Kinderbeuern (3)
  8. SV Hetzerath (0)

Ergebnisse K.o.-Runde:

Viertelfinale

  • Karlsruher SC : 1.FC Kaiserslautern 0:2
  • Schalke 04 : TSG Hoffenheim 2:0
  • Bayer Leverkusen : VfB Stuttgart 0:1
  • 1.FC Saarbrücken : VfL Bochum 1:0

Halbfinale

  • 1.FC Kaiserslautern : Schalke 04 1:1, 2:0 i.N.
  • VfB Stuttgart : 1.FC Saarbrücken 1:0

Spiel um Platz 3

  • Schalke 04 : 1.FC Saarbrücken 0:0, 1:0 i.N.

Finale

  • VfB Stuttgart : 1.FC Kaiserslautern 1:0

Endresultat

  1. VfB Stuttgart
  2. 1.FC Kaiserslautern
  3. Schalke 04
  4. 1.FC Saarbrücken
  5. Karlsruher SC
  6. 1899 Hoffenheim
  7. Bayer Leverkusen
  8. VfL Bochum
  9. Fortuna Düsseldorf
  10. Djurgardens IF Stockholm
  11. Borussia Dortmund
  12. FV Luxemburg
  13. JSG Kinderbeuern
  14. Eintracht Trier
  15. SV Hetzerath
  16. JSG Leiwen

 

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