Zusammenfassung: Trierer Vereine können jubeln – Wittlich mit Heimklatsche

Die beiden Trierer Vertreter in der Rheinlandliga, der FSV Tarforst und die U23 von Eintracht Trier konnten ihre Spiele gewinnen und festigten ihre Tabellenplätze im Mittelfeld. Immer schwerer wird es derweil für die SG Wittlich/Lüxem, die weiterhin nur drei Zähler auf dem Konto haben.

Sportfreunde Eisbachtal – FSV Tarforst 1:3 (1:1)

Tarforst-SchweichAuch der zweite „Fluch“ konnte der FSV Tarforst in dieser Saison erfolgreich vertreiben. Vor einigen Wochen legte man den Mayen-Fluch ad acta, nun konnten die Trierer auch gegen die Sportfreunde Eisbachtal erfolgreich punkten. Statt einer 0:5-Klatsche wie im Vorjahr gab es am Samstag ein 3:1.

„Die Mannschaft will so schnell wie möglich die 20-Punkte-Marke knacken, das erste Etappenziel zu den 40 Punkten. Den Willen hat man ihr stark angemerkt“, freute sich FSV-Coach Patrick Zöllner nach Abpfiff. Dabei verfiel Tarforst wieder in ein altes Muster, die Anfangsminuten gehörten klar den Gastgebern aus dem Westerwald. „Ich dachte das hätten wir mit dem Wittlich-Spiel abgelegt“, merkte Zöllner an. Doch wie schon in den vorherigen Spielen zeigte seine Mannschaft Biss und kämpfte sich zurück in die Partie. „Nach 20 Minuten wurden wir mutiger.“ Nachdem die Sportfreunde bereits in der dritten Minute durch Lukas Reitz in Führung gingen, erzielte Bernhard Heitkötter den Ausgleich (24.). Die Grundlage für den Auswärtserfolg bildeten jedoch vier Minuten nach Wiederanpfiff. Florian Weirich drängte sich in den Mittelpunkt des Geschehens, als er die Vorlagen für die zwei Tore von Dennis Thon (46.) und Patrik Kasel (48.) gab. Kurz vor dem Ende musste der FSV kräftig durchschnaufen als Eisbären mit einem Lattentreffer das Spiel nochmal spannend machen wollten (88.), doch die Taforster Defensive ließ nichts mehr anbrennen. „Unter dem Strich war es ein verdienter Erfolg, da wir kämpferisch super dagegen gehalten haben“, lobte Patrick Zöllner, dessen Mannschaft mit dem Sieg auf einen komfortablen siebten Tabellenplatz vorstoßen konnte.

SG Badem – SV Morbach 2:1 (0:0)

„Wir haben aufgehört Fußball zu spielen“, ärgerte sich Rainer Nalbach, Trainer des SV Morbach. Denn seine Mannschaft begann das Spiel gut und ging sogar in Führung. Athmann Guidoume nutzte eine Flanke von Jan Brandscheid (47.). „Bis dahin war es ein offenes Spiel. Die zahlreichen Zuschauer brachten eine tolle Atmosphäre. Doch ab dem Führungstreffer gaben wir die Spielkontrolle einfach ab.“ Nalbach bemängelte zu viel einfache Ballverluste im Mittelfeld, womit man den Gegner unnötig stark machte. Mitte der zweiten Halbzeit bekamen die Hausherren endgültig Oberwasser und erspielten sich viele gute Gelegenheiten. In der 77. Minute landete ein abgefälschter Schuss von Timo Heinz im Morbacher Tor, den Endstand besorgte Routinier Michael Mayer-Nosbüsch mit einem Freistoß aus 18 Metern (81).

„Badem war einfach galliger als wir, unser Spiel war heute insgesamt zu ungenau“, berichtete Nalbach, für dessen Team es am kommenden Dienstag im Rheinlandpokal schon weiter geht. In der dritten Runde heißt der Gegner TuS Kirchberg aus der Bezirksliga.

Eintracht Trier U23 – TuS Mayen 3:1 (1:1)

DSC_0213Gegen das Kellerkind aus der Vulkaneifel ließen die Trierer nichts anbrennen: Nachdem die jungen Eintrachtler mit einem 1:1 in die Kabinen gingen, drehten sie im zweiten Durchgang auf und erzielten zwei Tore. „Das war eine gute Leistung von uns“, lobte SVE-Trainer Herbert Herres. „Mayen hat aus dem Nichts das 1:1 erzielt. Allerdings hätten wir da schon 3:0 führen können.“ Herres meinte zwei Großchancen, die beide an der Unterkante der Querlatte scheiterten. Den Führungstreffer besorgte Kevin Arbeck nach schöner Vorarbeit von Sebastian Schmitt (10.), den Ausgleich markierte Joschua Marx (25.).

Im zweiten Durchgang brachte dann ein berechtigter Handelfmeter die Eintracht auf die Siegerstraße, den Nino Sehovic verwandelte. In der 79. Minute verpasste es die Eintracht den Sack endgültig zuzumachen: Der starke Meliani Saim spielte sich mit mehreren Doppelpässen in Kooperation mit Nino Sehovic in den Mayener Strafraum, vor dem Tor waren beide jedoch zu verspielt. Kurze Zeit später stieß Kevin Arbeck auf der rechten Seite durch, ein zu spitzer Winkel stand dem zweiten Tor des Offensivakteurs im Weg. Stattdessen konnte Nino Sehovic ein zweites Mal jubeln. Sein Freistoß aus 18 Metern fand nach gütiger Mithilfe des Mayener Torhüters Darius Motazed den Weg in die Maschen (87.).

SG Wittlich/Lüxem – EGC Wirges 0:5

„Wirges hat heute gespielt wie ein Meisterschaftskandidat“, berichtete ein enttäuschter Frank Meeth. Zu viel für seine Mannschaft, die eine 0:5-Heimklatsche hinnehmen musste. „Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient.“ Dabei fielen vier von fünf Toren nach Standardsituationen. Dem 1:0 ging eine Ecke voraus, beim 2- und 3:0 jeweils ein Freistoß und das abschließende 5:0 war ein verwandelter Elfmeter. Die beste Wittlich Chance hatte Nils Thörner, der nur den Pfosten traf.

Ausreden lässt Meeth keine gelten: „Das sollen aber keine Beschönigungen sein, wir sind jetzt alle sehr deprimiert.“ Im Rheinlandpokal wartet nun am Dienstag die SG Ellscheid, am kommenden Samstag kommt es dann zu Lokalderby gegen Mosella Schweich. „Das wird unser erstes Endspiel werden“, prophezeit der Wittlicher Trainer. Ein schwacher Trost: Seine Mitkonkurrenten im Tabellenkeller, die TuS Mayen, die SG Bad Breisig und die SG Altenkirchen/Neitersen haben allesamt nicht gewonnen.

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