Zusammenfassung: Wittlich bezwingt den FC Karbach – Morbach rehabilitiert

Am 16. Spieltag der Rheinlandliga ist die SG Lüxem/Wittlich der Gewinner des Wochenendes, durch den Sieg gegen den Meisterschaftskandidat FC Karbach kann der Aufsteiger wieder Hoffnung im Klassenerhalt schöpfen. Im Hunsrück konnte der SV Morbach seine Fans wieder zufrieden stellen.

SG Lüxem/ Wittlich – FC Karbach 1:0 (1:0)

Schweich-LüxemGegen den Meisterschaftskandidaten FC Karbach gelang der SG Lüxem/Wittlich die zweite faustdicke Überraschung innerhalb einer Woche: Am vergangenem Wochenende gewann das Kellerkind schon bei der heimstarken SG Badem, nun folgte im heimischen Grünewald der zweite Streich. Zwei Siege in Folge – und das auch noch zu Null: Saisonpremiere! „Wobei der Sieg schon glücklich war, aber das nehmen wie gerne mit“, freute sich Trainer Andreas Scheibe. „Mannschaften von oben liegen uns besser, da wir Probleme mit der Spielgestaltung haben.“ Schon früh gingen die Hausherren durch Marcel Hoffmann in Führung (6.), begünstigt wurde der Treffer durch einen Torwartfehler. Marc Reifenschneider rutschte der Ball durch die „Hosenträger“. „Davor hatten wir allerdings mächtig Glück, denn Karbach hatte in der dritten Minuten eine Riesengelegenheit“, berichtete Scheibe.

Mit dem Tor im Nacken zog sich die SG zunächst zurück und setzte wie schon gegen Badem auf eine kompakte und strukturierte Defensive. Der FC Karbach befand sich in Schockstarre und konnte die Lüxemer erst in der zweiten Halbzeit entscheidend unter Druck setzen. „Da hat unser Torhüter Mike Neumann klasse Paraden gezeigt und uns den Sieg gesichert.“ Zwar konnten die Hausherren für wenige Entlastungsangriffe sorgen, doch Karbach diktierte eindeutig das Geschehen. Gegen Ende ließ sich der erfahrene Karbacher Marco Gietzen noch zu einem groben Foulspiel hinreißen und grätschte Marcel Hoffmann von hinten in die Beine, was die vierte rote Karte für die Hunsrücker in der laufenden Saison zur Folge hatte.

SV Morbach – SG Bad Breisig 3:2 (2:0)

„Das war die richtige Antwort“, freute sich SVM-Trainer Rainer Nalbach nach dem 3:2-Sieg gegen die SG Bad Breisig. Seine Mannschaft, die er während der Woche wegen des blutleeren Pokalauftritts gegen die SG Badem in die Pflicht nahm, präsentierte sich über weite Strecken der Partie souverän. In den ersten 25 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften, ehe Marco Gräf mit einem tollen Schuss die Hunsrücker in Führung brachte. „Ab dann waren wir richtig gut im Spiel und haben nicht viel zugelassen“, analysierte Nalbach. Folgerichtig legten die Morbacher vor dem Halbzeitpfiff nach: Ein Freistoß von Jan Brandscheid konnte zunächst vom Gästekeeper abgewehrt werden, doch in der Mitte lauerte Florian Galle und vollstreckte (38.). Weitere Einschussmöglichkeiten durch Gräf und Brandscheid blieben ungenutzt.

„Nach der Halbzeitpause gab es eine Phase, die mir nicht so gut gefallen hat. Da haben wir die Bälle im Mittelfeld etwas zu schnell verloren“, kritisierte der Trainer. Genau in dieser Phase konnten die Gäste aus dem Rheinland durch Jan Rieder auf 2:1 verkürzen (63.). Allerdings fingen sich die Hausherren und wurden wieder die spielbestimmende Mannschaft. In den letzten zehn Minuten wurde Match turbulent. Zuerst flog Jan Brandscheid durch eine fragwürde gelb-rote Karte vom Platz (80.). Anschließend konnte Marco Gräf nach mustergültiger Vorlage von Maurice Schirra auf 3:1 erhöhen (83.). Als Bad Breisig drei Minuten vor Spielende durch einen abgeblockten Schuss auf 3:2 rankam wurde es kurz brenzlig. Letztendlich hatten die Morbacher das Glück des Tüchtigen und brachten den Heimsieg unter Dach und Fach.

Schweich-Tarforst3SG Mendig – Mosella Schweich 3:2 (1:0)

In der Eifel konnte die Mosella alle guten Vorsätze nach sieben Minuten schon über Bord werfen: Grund dafür war ein fragwürdiger Elfmeter, der gegen Dario Mock gepfiffen wurde. Nach einer Parade wollte der Torhüter nachfassen und soll dabei ein Foulspiel begangen haben. „Er hatte den Ball und der Spieler ließ sich fallen“, schüttelte der Schweicher Trainer Eric Schröder den Kopf. Danach ergaben sich Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch eine Tatsache ärgerte Schröder: „Mendig hat auf den Außen gute und schnelle Leute. Leider waren wir über die gesamte Partie da zu offen.“ Die Konsequenzen waren hart, denn alle Tore nahmen ihren Ursprung auf den Außenbahnen, Mendig erhöhte auf 2:0. Zwar konnte Maurice Casel nach Vorlage von Alexander Schabo per Kopf verkürzen, doch der Aufsteiger stellte flott den alten Abstand wieder her. Auch der Treffer von Markus Oltmanns zum 3:2 brachte nichts mehr. Stattdessen flog Eugen Keller nach einer fragwürdigen roten Karte von Platz. „Aber daran lag es nicht. Mendig hat absolut verdient gewonnen“, bilanzierte Eric Schröder.

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