Zwei Rivalen teilen sich ein Stadion

Regionalliga Südwest Splitter

Zwei Lokalrivalen in einem Stadion: Ab kommender Saison wird der Saarbrücker Ludwigspark renoviert. Deshalb gastiert der FCS ab der kommenden Saison im Stadion an der Kaiserlinde.

SV Elversberg 07

Die beiden Lokalrivalen SV 07 Elversberg und 1. FC Saarbrücken haben sich darauf verständigt, für den Zeitraum der notwendigen Umbaumaßnahmen im Saarbrücker Ludwigspark das Elversberger Stadion an der Kaiserlinde gemeinsam zu nutzen. Der FCS wird bereits in der kommenden Saison in das benachbarte Elversberg umziehen. Das teilten die beiden Präsidenten Dominik Holzer und Hartmut Ostermann mit. „Nach dem unglücklich verpassten Aufstieg in die 3. Liga sind viele Parameter bezüglich der Einhaltung von DFB-Richtlinien entfallen. Dadurch wurde eine Zusammenarbeit über den berühmten kurzen saarländischen Weg möglich und wir konnten uns in vertrauensvollen Gesprächen schnell einigen. Der FCS ist dankbar und weiß es zu schätzen, dass wir bis zum Ende der Renovierung des Ludwigsparks in Elversberg zu Gast sein dürfen“, so Hartmut Ostermann. Auch für SVE-Präsident Holzer ist die schnelle Einigung ein positives Zeichen für die Kommunikation im saarländischen Fußball: „Es spricht für das gute Verhältnis zwischen beiden Vereinen, dass trotz der sportlichen Rivalität im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga eine faire Zusammenarbeit möglich ist. Wir freuen uns, den saarländischen Fans nun jedes Wochenende Regionalliga-Spitzenfußball in unserem neuen Stadion präsentieren zu können.“ Die genaue Terminierung der jeweiligen Heimspiele beider Vereine muss nun mit Behörden, Polizei und Verbänden geplant werden.
FC 08 Homburg

Der FC 08 Homburg hat sich die Dienste von Torwart Tobias Trautner gesichert. Der 20-jährige Schlussmann wechselt vom Drittligisten Stuttgarter Kickers zum FCH. Bei den Schwaben absolvierte Trautner in der abgelaufenen Saison 22 Partien für die Oberliga-Mannschaft. Mit der Verpflichtung des Sohnes von Torwarttrainer Eberhard Trautner, der aktuell bei der U 19 des Bundesligisten VfB Stuttgart tätig ist, reagiert Homburg auf den Abgang von Kevin Broll. Der 19-jährige Schlussmann, der in der vergangenen Spielzeit siebenmal für die Saarländer zwischen den Pfosten stand, wechselt zum Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. FCH-Torjäger Patrick Schmidt bleibt den Grün-Weißen allerdings erhalten. Der 21-jährige Angreifer verlängerte nun seinen Vertrag bis Juni 2016. Er war im August 2014 vom Ligakonkurrenten 1. FC Saarbrücken gekommen und erzielte seitdem in 23 Begegnungen zwölf Tore.
KSV Hessen Kassel

Sylvano Comvalius kommt vom Drittligisten Dynamo Dresden zum KSV Hessen Kassel. Der 27-jährige Stürmer absolvierte für die Sachsen in der abgelaufenen Saison 31 Partien, erzielte dabei sechs Treffer und bereitete drei Tore vor. „Wir haben damit unseren Wunschspieler erhalten“, so KSV-Finanzvorstand Dirk Lassen-Beck. Möglich wurde die Verpflichtung des Niederländers durch zwei Sponsoren des Vereins, die für den Transfer des 1,92 Meter großen Hünen ihr Engagement in die Höhe schraubten.
1. FC Saarbrücken

Beim 1. FC Saarbrücken leitete am Montag Ex-Profi Martin Forkel das Auftakttraining. Der 35-Jährige ist eigentlich im Nachwuchsbereich der Saarländer (U 19, U 23) tätig. Nach der Trennung von Cheftrainer Fuat Kilic und bis zur Vorstellung eines Nachfolgers steht Forkel allerdings in der Verantwortung. Kilic war im September 2013 zunächst als Co-Trainer unter Milan Sasic nach Saarbrücken gekommen. Im Februar 2014 wurde er zum Cheftrainer befördert, konnte aber den Abstieg in die Regionalliga nicht verhindern. In der letzten Saison wurde Kilic mit dem Aufbau einer neuen, schlagkräftigen Mannschaft betraut, die den sofortigen Wiederaufstieg schaffen sollte. Als Tabellenzweiter hinter Meister Kickers Offenbach erreichten die Blau-Schwarzen die Aufstiegsrunde, scheiterten aber in zwei engen Duellen mit Bayernliga-Meister Würzburger im Elfmeterschießen (5:6). „Gemeinsam mit dem Trainer sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es im Interesse des Vereins das Beste ist, einen Neuanfang zu starten“, sagt Präsident Hartmut Ostermann.
FK Pirmasens

Benjamin Auer bleibt dem FK Pirmasens erhalten. Der 34-jährige Sturmroutinier hat seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert. Ursprünglich wollte der frühere deutsche U 21-Nationalspieler und Bundesliga-Profi (unter anderem Borussia Mönchengladbach, Mainz 05 und VfL Bochum) seine Karriere in diesem Sommer beenden. FKP-Präsident Karsten Volberg überredete Auer allerdings, noch ein Jahr dranzuhängen. „Wie wichtig Benjamin als Spieler, aber auch als Mensch für die Mannschaft ist, konnte jeder in den letzten Monaten sehen. Er ist auch außerhalb des Platzes ein absolutes Vorbild. Wir sind stolz, dass er weiterhin für den FKP spielen wird“, so Volberg, der Auer bereits in der Winterpause überzeugt hatte, dem Verein im Abstiegskampf unter die Arme zu greifen. Der Ehrgeiz und die „Lust am Kicken“ waren für den studierten Fitness-Ökonom im Januar die Gründe für ein weiteres halbes Jahr im aktiven Fußball-Geschäft, nachdem er zuvor zwei Jahre lang pausiert hatte. In 13 Partien erzielte der gebürtige Landauer vier Tore, legte vier Treffer auf und trug seinen Teil dazu bei, dass der FKP den Klassenverbleib sicherstellte.

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