TBB Trier: Ohne Verschnaufpause gegen Bayreuth

Nur zwei Tage nach der kraftraubenden Heimniederlage gegen Berlin gastiert die TBB bei medi Bayreuth. Die Oberfranken können gegen Trier den Klassenerhalt sichern, bei der TBB fehlt Trevon Hughes.

Es ist ein Endspurt, der den Namen verdient: Schon am Sonntag geht es für die Trier auswärts gegen den Tabellenfünfzehnten der BEKO-BBL. Der enge Spielplan trifft die TBB-Profis zur Unzeit, bei denen drei Spieler aussetzen müssen. Und schon am 1. Mai wartet mit ratiopharm Ulm ein Spitzenteam auf den Saisonabschluss in der Arena Trier. Da erscheint das Spiel gegen Bayreuth noch als vergleichsweise leichte Aufgabe, doch dort hat man noch viel zu verlieren. Mit einem Sieg gegen Trier lönnte der Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht werden; verliert man, geht das Zittern weiter. Sicher ist also, dass Bayreuth in eigener Halle überaus motiviert zu Werke gehen wird.

Rödl: „Werden sehen, wieviel Kraft wir haben“

Matchwinner und Geburtstagskind: Trevon Hughes. Foto: Thewalt

Trevon Hughes fällt gegen Bayreuth definitiv aus. Foto: Thewalt

TBB-Coach Henrik Rödl unterstreicht: „Das Spiel ist für Bayreuth extrem wichtig. Die Mannschaft hat sich, seit Mike [Koch] sie übernommen hat, definitiv gesteigert“, analysiert der Headcoach und warnt vor Shooting Guard D.J. Seeley: „Der ist immer für 20 Punkte gut. Die Mannschaft ist dadurch verstärkt und verbessert worden“. Das klingt zunächst nach klassischem ‚den Gegner stark reden‘, doch die jüngeren Ergebnisse geben Rödl Recht. Sechs der letzten zehn Spiele konnte Bayreuth gewinnen, darunter die Spiele gegen Hagen, Frankfurt und den MBC – ein deutlicher Aufwärtstrend für die Oberfranken, die zum Ende der Hinrunde fast schon wie ein sicherer Absteiger auftraten. Die Vorteile für das Heimteam sind indes noch viel naheliegender – man hat wesentlich mehr Zeit zur Regeneration und Vorbereitung auf den Gegner. Auf beides muss die TBB verzichten, spielt zum dritten Mal innerhalb einer Woche und nur zwei Tage nach dem Kampf gegen Berlin. „Wir werden sehen, wieviel Kraft wir am Sonntag für die Begegnung haben. Bayreuth kann sich auf uns vorbereiten, während wir ein kräftezehrendes Spiel gegen Berlin haben. Die Vorbereitung wird sehr kurz sein“, gab Rödl schon vor dem Spiel gegen ALBA zu Bedenken.

Geschwächt wird das Team zusätzlich  – neben dem langfristigen Ausfall von Tony Canty – von zwei prominenten Verletzungsfällen. Laurynas Samenas (Muskelfaserriss) und Trevon Hughes (Knieverletzung) werden der TBB nicht zur Verfügung stehen. Vor allem der Verlust von Hughes wiegt schwer; der 27-Jährige war zuletzt unbestrittener Dreh- und Angelpunkt im Trierer Spiel und kann weder in punkto Scoring noch Vorlagen und Steals adäquat ersetzt werden, was gegen Berlin allzu sichtbar war. Noch ist unklar, wie lange der Shooting Guard ausfallen wird. Eine genauere Diagnose der Verletzung wird am Montag vorgenommen; ein vorzeitiges Saisonende kann jedenfalls nicht augeschlossen werden. Bayreuth bangt derweil um Point Guard Kevin Hamilton, der gegen Ulm noch mit einer Fußverletzung die Bank wärmen musste, doch ist sein Einsatz gegen Trier immerhin denkbar. Neben Hamilton (5.7 Assists pro Spiel, ligaweit drittbester Wert) und Seeley muss Trier vor allem Topscorer Kyle Weems (14.6 Punkte pro Spiel) im Zaum halten.

Spielbeginn ist um 17:00 Uhr. Der kostenlose Livestream beginnt um 16:30 Uhr.

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