Eintracht Trier fordert Mainz 05

Kaderplanungen laufen - Lushtaku freigestellt

Am Wochenende lockt es wieder, dieses ewig junge Duell zweier rheinland-pfälzischer Teams in der Regionalliga Südwest. Am Samstagnachmittag trifft im heimischen Moselstadion ab 14 Uhr die gastgebende Eintracht auf die Zweitvertretung des FSV Mainz 05. Während für die Landeshauptstädter die Sicherung des zweiten Relegationsplatzes im Vordergrund steht, kann die Mannschaft des SVE den zweiten Heimsieg unter Cheftrainer Jens Kiefer einfahren, derweil liegt der Fokus schon auf den Planungen für die kommende Saison: Kushtrim Lushtaku wurde freigestellt.

Pokal Muelheim-Kaerlich - Eintracht Trier

Nach dem souveränen Erreichen des Pokalfinales am vergangenen Mittwoch durch einen 5:0-Sieg gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich steht für SVE-Cheftrainer Jens Kiefer und sein Team nun wieder der Liga-Alltag vor den Toren des Moselstadions.

Mainz will in die Relegation

Am Samstagnachmittag misst sich die Kieferelf ab 14 Uhr gegen die Zweitvertretung des FSV Mainz 05. Nachdem sich die Freiburger entschlossen haben, im Kampf um die Relegationsplätze eine kleine Auszeit einzulegen, hat der FSV plötzlich gute Chancen im Rennen um die vorderen Plätze. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt konnte am vergangenen Wochenende die Spielvereinigung Neckarelz mit 2:0 bezwingen. Gleichzeitig verlor der SC Freiburg II bei den Offenbacher Kickers und somit beträgt der Vorsprung der Mainzer vor den drittplatzierten Freiburgern nun vier Punkte.

Gegen Trier wollen die Landeshauptstädter nun den nächsten Schritt Richtung Relegation gehen. Seit 2006 treffen beide Teams regelmäßig aufeinander, insgesamt bisher 15 Mal. Dabei konnte der SVE vier Mal über den FSV triumphieren. Die Mainzer Teams verließen den Platz als Sieger in bisher fünf Partien. Die vergangenen drei Begegnungen in der Regionalliga Südwest endeten jeweils mit einem Unentschieden.

Drei Ex-Eintrachtler im Kader des FSV Mainz 05 II

Pokal Muelheim-Kaerlich - Eintracht TrierIm Kader der Mainzer „Zwoten“ stehen mit Steven Lewerenz, Michael Falkenmayer und Robin Garnier gleich drei Ex-Eintrachtler. Außerdem stellt der FSV mit Petar Sliskovic momentan den Topgoalgetter der Regionalliga. Der 23-Jährige markierte in 26 Spielen bereits 23 Treffer. Kiefer und seine Jungs sind also vorgewarnt.

Nach der Auswärtspleite gegen den Tabellenführer aus Großaspach am vergangenen Wochenende tritt Eintracht Trier am kommenden 30. Spieltag der Regionalliga Südwest nun im heimischen Moselstadion gegen den Tabellenzweiten an. Nicht im Moselstadion antreten können wird Petar Sliskovic, der sich einer Knieoperation unterziehen muss. Ebenfalls auf Mainzer Seite fehlen wird Mittelfeldmann Dennis Schmitt, der unter einer Bauchmuskelentzündung leidet. Dennoch geht Jens Kiefer von einer schlagkräftigen Mainzer Truppe aus. „Das ist eine sehr gute U23 Mannschaft.“ Triers Übungsleiter lobt die überdurchschnittliche Qualität in den Reihen des FSV und den daraus resultierenden Fußball, den die Mannschaft von Cheftrainer Martin Schmidt spielt. Auch deshalb glaubt Kiefer an ein „ganz schweres Heimspiel“.

Abelski ist fraglich

Gleich zwei große Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Matthias Cuntz und Alon Abelski. Beide Spieler testen am Freitagnachmittag im Training, ob es für einen Einsatz am Samstag reicht. „Bei Alon gehe ich davon aus, dass es sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden wird“, prognostizierte Triers Übungsleiter. Der Mittelfeldmann laboriert an Problemen mit dem Sprunggelenk und wurde bereits am Mittwoch nach dem 3:0 gegen Mülheim-Kärlich vorsorglich ausgewechselt. „Der Kunstrasen war da sicherlich nicht förderlich für seine Genesung“, sagte Kiefer.

Im schlimmsten Fall muss Kiefer auf beide Akteure verzichten. „Dann geht uns einiges an Kreativität verloren“, sagt der 39-Jährige im Hinblick auf die kommende Partie. Können beide Mittelfeldakteure spielen, will Kiefer weitere Wechsel vornehmen, ohne sich am Freitag zu tief in die Karten schauen zu lassen. Als gesichert gilt, dass Fabian Zittlau auch gegen Mainz wieder in der Startformation stehen wird. „Es sei denn, er hat nach der langen Verletzungspause und den 90 Minuten am Mittwoch Bedenken. Ich will ihn jedenfalls noch so oft wie möglich sehen“, erklärte Kiefer.

Lushtaku freigestellt

Trainiert ab Montag in der U23: Lushtaku wurde freigestellt.

Trainiert ab Montag in der U23: Lushtaku wurde freigestellt.

Genug gesehen hat Triers Coach derweil von Kushtrim Lushtaku. Der Winterneuzugang wurde mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb der ersten Mannschaft freigestellt. Ab Montag soll Lushtaku am Training der U23 teilnehmen. Der 24-jährige Kosovare hatte sich in den vergangenen Tagen gleich drei Verfehlungen geleistet. Zuerst verspätete er sich zum Training, dann verpennte er ein Training gänzlich und bereits am Mittwoch hatte er dem Kader gegen Mülheim-Kärlich nicht angehört, weil er zu spät zur Abfahrt erschienen war. „Ich hatte mit ihm nach dem ersten Mal ein längeres Gespräch“, sagte Kiefer. Doch Lushtaku hatte seinen Wecker immer noch nicht im Griff und sein Coach sah sich nach den weiteren Verfehlungen dann gezwungen, nun die Reißleine zu ziehen.

Dieser ersten Personalentscheidung dürften ab der kommenden Woche weitere folgen. Dann startet der SVE mit den Kaderplanungen für die kommende Spielzeit. Dies gab Kiefer während der freitäglichen Pressekonferenz bekannt. „Wir werden den Spielern, mit denen wir verlängern wollen, in den kommenden 14 Tagen Angebote unterbreiten und dies auch öffentlich machen.“ Außerdem sollen in den nächsten Wochen gleich mehrere Testspieler vorspielen. Jeweils zwei Tage sollen die Gastspieler Zeit haben, sich in Trier zu präsentieren. „Eventuell planen wir noch ein Testspiel“, sagt Kiefer, der aus der überschaubaren Situation in der Regionalliga nun den größten Nutzen ziehen möchte.
Mit 44 Punkten belegt der SVE den siebten Platz. Weder nach oben noch nach unten geht für die Blau-Schwarz-Weißen noch viel. Diese Situation gilt es, konstruktiv zu bewältigen. Der SVE treibt die Planungen für die kommende Saison voran. Das Spiel gegen ein echtes Spitzenteam wie den aktuellen Tabellenzweiten kommt da als Standortbestimmung genau richtig.

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