Verletzter Konrad will bleiben

Von Florian Schlecht

Thomas Konrad hat sich beim 0:0 in Elversberg schwerer verletzt als gedacht. Der 23-Jährige steht vor dem Saison-Aus. „Ich habe einen Sprunggelenksbruch und muss erst einmal sechs Wochen Gips tragen. Erst danach darf ich wieder mit Sport beginnen“, sagt der Innenverteidiger, der nach eigenen Angaben vor einem Verbleib bei Eintracht Trier steht. „Wir sind in den Gesprächen recht weit. Ich gehe davon aus, dass ich in der nächsten Saison weiter hier spiele.“

Verletzt – aber die Zukunft vor Augen: Thomas Konrad. Foto: Anna Lena Grasmück

Es passierte in der 59. Minute beim Regionalligaspiel bei der SV Elversberg, als Thomas Konrad nach einem Zweikampf umknickte. „Ich bin irgendwie in ein Loch getreten und wollte danach noch weiterspielen. Aber als ich die Schmerzen gespürt habe und mir den Fuß angesehen habe, war mir klar, dass es nicht mehr geht“, sagt der Innenverteidiger von Eintracht Trier. Am Montag gab es für den 23-Jährigen bittere Gewissheit nach einer Untersuchung im Elisabeth-Krankenhaus und der anschließenden Auswertung der MRT-Bilder bei Dr. Bernd Vogt. „Das Sprunggelenk ist gebrochen. Ich muss sechs Wochen Gips tragen. Damit ist die Saison für mich leider beendet“, so Konrad, der die Verletzung nach eigenen Angaben gefasst aufgenommen habe. Denn Erfahrungen hat er schon damit. „In der ersten Klasse habe ich mir mal das Sprunggelenk im rechten Fuß gebrochen. Ich glaube, nach einem Wettlauf. Nun war der linke Fuß dran. Leider.“

Das 0:0 in Elversberg soll aber nicht der letzte Einsatz für Eintracht Trier gewesen sein, wie er bekräftigt. „Wir sind relativ weit, was die Vertragsgespräche angeht. Ich gehe davon aus, dass ich auch im nächsten Jahr hier spielen werde“, hofft Konrad auf eine Zukunft an der Mosel. Immerhin fühlt sich der Defensivspieler, der im Sommer vom Karlsruher SC nach Trier gewechselt war, in der neuen Heimat wohl. „Mir war es wichtig, dass ein großer Teil der Mannschaft zusammenbleibt“, verweist er auf einen Stamm von sieben Spielern, deren Verbleib bei der Eintracht über den 30. Juni hinaus bereits geklärt ist. Das sind Kapitän Fouad Brighache, Torge Hollmann, Michael Dingels, Steven Kröner, Christoph Anton, Fahrudin Kuduzovic und U19-Neuzugang Kevin Heinz. „Hier herrschen professionelle Bedingungen, mir macht es Spaß hier – und wir haben von der Mannschaft her einen tollen Stamm-Italiener“, so Konrad mit einem Augenzwinkern.

Dazu hat er vor, ab Sommer ein Fernstudium im Bereich Sportmarketing aufzunehmen. Und auch sein größter Kritikpunkt an Trier lichtet sich so langsam mit dem beharrlichen Abschied des Winters. „Ich habe kaum schönes Wetter erlebt, weil ich erst Ende August hierher gezogen bin.“ Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Konrad in den Sommer-Monaten noch die Sonnenseiten der Trierer Innenstadt und ihren Cafés kennenlernen wird.

+++Eintracht in Kürze+++

Hollmann und Watzka zufrieden mit 0:0 – Sowohl Torge Hollmann als auch Maximilian Watzka äußerten sich nach dem 0:0 bei der SV Elversberg zufrieden. „Es war ein gerechtes Unentschieden. Elversberg hatte in der ersten Halbzeit Vorteile, wir in der zweiten Halbzeit. Nur den ein oder anderen Konter hätten wir konsequenter ausspielen müssen“, befand Watzka. Während Elversberg durch zwei Chancen von Maurice Deville die Führung verpasste, war die Eintracht über Standards gefährlich. „Aufgrund des Spielverlaufs geht das Ergebnis in Ordnung“, befand Hollmann, der nach den Auswechslungen von Michael Dingels (vom Platzverweis gefährdet), Thomas Konrad (Sprunggelenksbruch) und dem Einrücken von Steven Kröner neben drei unterschiedlichen Nebenmännern in der Innenverteidigung überzeugte.

Mittwoch geht es zu Mülheim-Kärlich – Im Rheinlandpokal-Viertelfinale tritt Eintracht Trier am Mittwoch bei Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich an. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

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