Gladiators feiern achten Heimsieg in Folge

Verdienter Erfolg gegen Ehingen

Eight in a row! Die RÖMERSTROM Gladiators Trier schlagen am Freitagabend das TEAM EHINGEN URSPRING in der Arena Trier mit 88:74. Am Ende war der achte Heimerfolg in Folge verdient, aber hart erstritten gegen aufopfernd kämpfende Gäste. Ein wichtiger Sieg, der Selbstvertrauen geben dürfte für die kommende Aufgabe am Sonntag, dem 04. März 2018 um 17:00 Uhr gegen Phoenix Hagen.

Am Ende war der Sieg vielleicht etwas deutlicher ausgefallen, als es der Spielverlauf tatsächlich hergab. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier mussten gegen stark kämpfende Steeples alles aufbieten um die wichtigen Punkte zu sichern und an der Mosel zu behalten. Denn die Gäste begannen forsch.

Das Team von Headcoach Dominik Reinboth war von Beginn an hellwach und schaffte es die Offensivbemühungen der Trierer früh zu stören. So zeigte Davonte Lacy mit einem krachenden Dunk, dass der 25. Spieltag in der 2. Basketball Bundesliga kein romantischer Winterspaziergang sein würde. Erst als Simon Schmitz nach knapp zwei Minuten einen Dreier traf, wachte auch die Arena aus dem Winterschlaf auf. Trotz der Wetterkapriolen in der Region schafften es 1621 Zuschauer in die Kampfstätte der Gladiatoren. Trier kam nun besser ins Spiel. Auch, weil Kevin Smit heiß lief. Der Guard erzielte allein im ersten Viertel neun seiner starken 23 Punkte. Als Stefan Ilzhöfer kurz vor Ende des Viertels nach einem Steal von Simon Schmitz den Ball krachend per Dunk in den Korb beförderte, wirkte das wie eine Antwort auf den Start des Spiels. Trier ging mit einer knappen Führung in die Viertelpause (20:17).

Kapitän Simon Schmitz, der beim letzten Heimsieg gegen die Hamburg Towers noch Top-Scorer war, war wieder der Lenker der Trierer Offensive. Zwar traf der Kapitän seine Dreier diesmal nicht so hochprozentig wie zuletzt (zwei von elf am Ende), war jedoch mit starken 10 Assists als Ballverteiler wichtig für seine Mannschaft. Acht davon sammelte der 29-Jährige alleine im zweiten Viertel. So setzte Schmitz vor allem die Big Men der RÖMERSTROM Gladiators immer wieder mit tollen Pässen in Szene und schaffte es damit, dass Trier in Führung blieb. Doch abschütteln ließen sich die Gäste nicht. Ehingen nutzte Trierer Unachtsamkeiten und hatte in Achmadschah Zazai und Devonte Lacy zwei starke Spieler, die mit tollen Kombinationen und Dribblings immer wieder selbst punkten konnten oder ihre Mitspieler in Szene setzten. Zazai war am Ende mit acht Vorlagen bester Passgeber und Lacy mit 20 Punkten Top-Scorer seines Teams. Zur Halbzeit führte Trier nur knapp mit einem Punkt 41:40.

Nach der Pause ein ähnliches Bild. Trier war offensiv sicher, vor allem Jermaine Bucknor klinkte sich nun in den Punktereigen mit ein, schaffte aber defensiv nicht den entscheidenden Zugriff. Immer wieder schlichen sich Turnover ins Spiel, die Ehingen konsequent und gut nutzte. Doch auch die Gladiatoren zeigten immer wieder ihre Klasse. So zum Beispiel Jermaine Bucknor und Kevin Smit, sowohl von der Dreierlinie, aber auch mit Zügen zum Korb. Nach seiner Verletzung immer besser in Tritt kommt darüber hinaus Center Justin Alston, der am Ende 13 Punkte und sieben Rebounds einsammelte. Den RÖMERSTROM Gladiators gelang es nun sich etwas mehr abzusetzen. Auch weil Ehingen schnell in Foultrouble steckte. Insgesamt haderten die Gäste etwas mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, was sich in zwei technischen Fouls im Spiel ausdrückte. Abseits davon machten es die Steeples den Gladiatoren weiter schwer. Zwar lagen zum Ende des dritten Spielabschnitts acht Punkte zwischen den beiden Teams, jedoch wirkte Ehingen noch lange nicht geschlagen.

Doch Trier wollte den Heimsieg nicht mehr hergeben. Justin Alston unterstrich diesen Anspruch sehenswert mit einem weiteren Dunk zu Beginn des entscheidenden Viertels. Zwar kamen die Gäste nochmal auf zwei Punkte heran (67:65), doch die Gastgeber in Grün hatten in Bucknor und Smit weiter zwei treffsichere Schützen, die mit sicheren Freiwürfen und wichtigen Dreiern den Sieg für die RÖMERSTROM Gladiators Trier dingfest machten. Allein Bucknor erzielte in dieser Phase neun Punkte in Folge und hatte damit großen Anteil daran, dass das Spiel am Ende mit 88:74 wesentlich weniger spannend zu Ende ging, als man es von den Heimspielen der Gladiatoren zuletzt gewohnt war.

Der achte Heimsieg in Folge dürfte für Selbstvertrauen sorgen, was die Gladiatoren schon am Sonntag dringend benötigen werden. Denn dann wartet das Topspiel gegen Phoenix Hagen auf das Team von Headcoach Marco van den Berg. Der verlangt von seiner Mannschaft vor allem eins: „Wir müssen von Minute eins an da sein. Wir dürfen uns nicht erlauben unachtsam zu sein. In Hagen erwartet uns ein starker Gegner, der mit uns um einen guten Platz in den Playoff-Rängen kämpft. Ich wünsche mir, dass wir am Sonntag mit Wille und Herz spielen und am Ende als Sieger vom Platz gehen“.

Unterschätzen wird Trier die Feuervögel nicht, sind die Hagener doch eines von lediglich zwei Teams, die es geschafft haben, Punkte aus der Arena Trier zu entführen. Umso mehr hat Marco van den Berg seine Jungs vor der Stärke des Gastgebers gewarnt: „Hagen hat viel Qualität im Kader. Ob es ein Jonas Grof ist, der sich stark entwickelt hat, ein Dominik Spohr, der ein klarer Leader, oder Center Alex Herrera, der unter dem Korb eine echte Waffe ist.“

Abseits des Parketts war es für die Hagener kein leichtes Jahr. Sie mussten den Schicksalsschlag um Matthias Grothe verarbeiten. Der Trainer war im Oktober nach einer schweren Krankheit verstorben und hatte eine große Lücke hinterlassen. Grothe war er schon als Spieler eine Hagener Legende und sollte die Feuervögel eigentlich in dieser Saison als Headcoach betreuen. „Diese Tragödie zu verarbeiten war vermutlich sehr schwer. Doch die Mannschaft hat in dieser Zeit zusammen gestanden und spielt trotz dieser schlimmen Umstände eine große Rolle in der 2. Basketball-Bundesliga. Dafür muss man der gesamten Organisation großen Respekt zollen“, erklärt van den Berg weiterhin.

Derzeit steht Hagen punktgleich mit den Gladiatoren, hat dazu aufgrund des Auswärtssieges in Trier den fünften Platz inne. Die Partie dürfte also einiges an Spannung und Qualität mit sich bringen. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier wollen am morgigen Sonntag um 17:00 Uhr in der Arena am Ischeland den zweiten Auswärtssieg in Folge feiern. Den LiveStream zum Spiel gibt es unter www.airtango.live.

Foto: Photogroove

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