MJC: Das Motto der Saison „Gemeinsam sind wir stark“

Miezen mit Gruppendynamik und Teamwork auf „Mission Klassenerhalt“

Kein Selbstläufer

Mit dem Auswärtsspiel beim TSV Mainz 05 beginnt für die DJK/MJC Trier die Saison 2018/19 in der 2. Frauenhandball-Bundesliga. In der abgelaufenen Spielzeit konnten die Miezen sich den Klassen erhalt erst auf der Zielgeraden sichern. Es spricht einiges dafür, dass auch die kommende Saison für die neue, alte Trainerin Elena Vereschako und ihr Team kein Selbstläufer werden wird.
Das ergibt sich schon daraus, dass fünf Spielerinnen gegangen, aber nur zwei gekommen sind. Wesentlich verbessern wird sich das quantitative Verhältnis nicht. „Wir versuchen, wenigstens noch eine Spielerin zu verpflichten, am besten eine Linkshänderin“, sagt Vereschako. Sie weiß natürlich: „Der Markt gibt so kurz vor dem Saisonstart nicht mehr viel her.“ Ob mit oder ohne einen weiteren Zugang: Die Trainerin muss die „Mission Klassenerhalt“ mit einem knappen Kader angehen. „Da wir personell nur wenige Alternativen haben, muss unser größter Trumpf der Teamgeist sein.“ Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, fordert die gebürtige Weißrussin, die 2003 im Trierer Meisterteam stand, unablässig Zusammengehörigkeitsgefühl und Kampfgeist ein. Ihre Spielerinnen sollen verinnerlichen, dass es „immer noch etwas Besonderes ist, Mieze zu sein“. Ein Mittel auf dem Weg zu einer verschworenen Einheit ist auch, dass trotz des hohen Ausländerinnen-Anteils im Kader, deutsch gesprochen wird. Denn: „Wenn du die Sprache des Landes nicht sprichst, in dem du spielst, kommst du nie an.“ Das der Wille da ist, alles zu geben, dessen ist sich Vereschako sicher: „Die Mädels ziehen bei allem was wir machen, voll mit.“

Wunschtrainerin

Vorstand Jürgen „Joga“ Brech ist Realist genug, keine Wunderdinge von „unserer Wunschtrainerin“ und der Mannschaft zu erwarten: „Wir waren bei der Zusammenstellung des neuen Kaders von Beginn an im Hintertreffen, weil wir mit der Planung erst sehr spät beginnen konnten. Hinzu kam, dass es Abgänge gab, mit denen nicht zu rechnen war. Mit der Verpflichtung der Rückkehrerin Elena wollen wir die Nachwuchsarbeit noch mehr intensivieren ,Talente intensiver sichten und stärker fördern. Wie die Trainerin selbst fordert er bei den Anhängern Geduld ein. „Diese Philosophie nachhaltig umzusetzen, geht nicht von heute auf morgen. Natürlich wollen wir alles daran setzen, den Klassenerhalt zu schaffen. Auch bei diesem Vorhaben brauchen wir den Rückhalt unserer Fans. Denn wir stehen vor einer schwierigen Saison.“

Auf Nachwuchskräfte wird gesetzt

In Zukunft werden auch Nachwuchskräfte aus der eigenen Jugend und der zweiten Mannschaft vermehrt in das Training des Stammkaders eingebunden. Torhüterin Aleksandra Baranowska, eine von zwei „echten“ Neuzugängen, ist gemeinsam mit Melanie Eckelt zwischen den Pfosten gesetzt. Der Litauerin Dovile Ilciukaite bescheinigt Vereschako, eine Verstärkung zu sein– „sie findet sich immer besser zurecht.“ Ansonsten baut die Trainerin auf die Leistungsträgerinnen der Vergangenheit. Andrea Czanik ist immer noch eine der besten Kreisläuferinnen der Liga, „das wissen aber auch die Gegner“. Im Rückraum sind Linsey Houben und Kapitänin Gabriella Szabo nicht nur als Schützinnen vom Dienst sondern auch für den Zusammenhalt wichtig. Bei der wurfgewaltigen Vesna Tolic hofft die Trainerin auf mehr Kontinuität und eine weitere Steigerung. Die ist grundsätzlich von jeder Einzelnen erforderlich, wenn die Saison 2018/19 eine erfolgreiche werden soll. Und: „Viel passieren darf nicht“, so Vereschako, und meint damit verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfälle. Denn mit Dora Simon Varga (Trainingsrückstand nach Schulter-OP) und Hannah Sattler (Knieprobleme) haben die Miezen schon zum Start zwei Rückschläge zu beklagen.

Samstag Auftaktspiel

Im Auftaktspiel in Mainz (Samstag, 19 Uhr, Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule, Hechtsheimer Straße) sieht Vereschako ihr Team nicht nur wegen des Fehlens dieses Duos in der klaren Außenseiterrolle. „Mainz verfügt über einen überragenden Rückraum, das hat sich am vergangenen Wochenende im Pokal zeigt.“ Da schlugen die 05erinnen die Kurpfalz Bären aus Ketsch mit 26:22. Der Rückraum mit Alicia Soffel (10), Paulina Golla (5) und Simona Cipaian (4) markierte dabei 19 Treffer. Dagegen taten sich die Miezen sogar beim Oberligisten TV Bassenheim sehr schwer. „Wir werden uns enorm steigern müssen, um in Mainz zu bestehen“, sagt die Trainerin.

Den Artikel zum Spiel vom letzten Wochenende gibt es hier.

Pokalrunde ausgelost

Inzwischen wurde auch die 2. DHB-Pokalrunde ausgelost, die am ersten Oktoberwochenende ausgetragen werden soll. Der MJC, die sich am vergangenen Wochenende beim TV Bassenheim durchsetzen konnte, wurde der Erstligist TV Nellingen zugelost. Als klassentieferer Verein hat Trier Heimrecht.
DJK/MJC Trier (Kader/in Klammern Position): Aleksandra Baranowska, Melanie Eckelt (beide Tor); Andrea Czanik, Anke Greinert (beide Kreis); Angela Petrovska, (Kreis/Flügel), Hannah Sattler, Maja Zrnec, Dovile Ilciukaite (Flügel), Hannah Braun (Rückraum/Flügel); Dora Simon- Varga, Linsey Houben, Gabriella Szabo, Vesna Tolic (Rückraum); Trainerstab: Elena Vereschako, Sina Eckelt.
Abgänge: Andy Palm (Trainer/unbekannt), Yuko Minami (HC Rödertal), Tina Welter (VfL Waiblingen), Joline Müller (DJK Marpingen), Aaricia Smits (HB Metz), Ramona Constantinescu (unbekannt).
Zugänge: Elena Vereschako (Museldall Grevenmacher), Aleksandra Baranowska (TGS Ober-Eschbach), Dovile Ilciukaite (Zalgiris Kaunas)

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