Robin Mertinitz – Den Aufstieg im Blick

Von Stephen Weber

Der FSV Salmrohr bestreitet bisher eine starke Spielzeit. Mit 61 Toren in 21 Begegnungen stellen die Salmtaler derzeit die treffsichersten Revolverhelden der gesamten Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und rangieren mit der 2. Tabellenposition in Schlagdistanz zum Aufstiegsplatz. In ihren Reihen spielt auch Robin Mertinitz (22), der gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen in diesem Jahr auf das große Ziel Meisterschaft hinarbeitet. Der Offensivallrounder stand 5vier.de für ein Portrait Rede und Antwort.

Robin Mertinitz (r.) – Der Offensivallrounder in Diensten des FSV Salmrohr (Foto: Sebastian Schwarz)

Seine Karriere begann beim FC Zerf und führte ihn bereits in jungen Jahre zum großen Nachbarn Eintracht Trier. Von dort aus ging es wenig später weiter in die Jugendabteilung des FSV Mainz 05, mit dem er 2009 deutscher A-Jugendmeister wurde – wobei ihm im entscheidenden Spiel der Siegtreffer zum 2:1 gelang. Kurze Zeit später wechselte er zum SC Idar-Oberstein in die Regionalliga, wo ihn allerdings eine Verletzung zurückwarf, ehe er 2012 an die Salm kam, um in der Oberliga Fußball zu spielen. Die Rede ist von Robin Mertinitz (22), Offensivspieler des FSV Salmrohr – dem Verein, der zurzeit gehörig die Oberliga aufmischt.

Es gab ein großes, regionales Medienecho, als in diesem Sommer bekannt wurde, dass Mertinitz aus der 4. Liga eine Staffel tiefer beim Traditionsklub aus Salmrohr anheuern würde. Unter dem damals neuen Trainer Patrick Klyk forcierte der Verein abermals den Aufstieg in die Regionalliga und man war sich vielerorts nicht sicher, was man von dieser neuerlichen Kampfansage halten sollte. Rund ein halbes Jahr später sieht die Fußballwelt jedoch schon ein wenig anders aus. Salmrohr belegt derweil den zweiten Tabellenplatz, ist im Rheinlandpokal noch mit von der Partie und gilt als ausgeglichenes Kollektiv mit offensivstarken Individualisten. Wenig verwunderlich ist deshalb auch Mertinitz‘ Antwort auf die Frage, auf welcher Tabellenposition Salmrohr wohl am Ende der Saison stehen wird: „Da es unser Ziel ist aufzusteigen, sollte es der 1. Platz sein“, macht der 22-Jährige keinen Hehl aus den Ambitionen seines Vereins.

Robin Mertinitz (r.) noch im Trikot vom SC Idar-Oberstein (Foto: Anna Lena Grasmück)

„Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern“

Er selbst gibt sich auf die Frage nach seiner individuellen Stärke bescheiden. „Das sollen andere beurteilen“, geht er der Selbstbeweihräucherung geschickt aus dem Weg. Es ist die Art von Bodenhaftung, die Salmrohr in diesem Jahr auszeichnet. Anders hingegen sieht es bei seiner Beurteilung der kollektiven Klasse seiner Mitspieler in der aktuellen Spielzeit aus: „Da gibt es zwei Punkte. Zum einem sind wir eine geschlossen Einheit mit einem gemeinsamen Ziel. Und zum anderen haben wir eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern.“

Er selbst hat trotz seiner jungen 22 Jahre schon einiges als Fußballer miterlebt. Vor allem das große Highlight des Gewinns der Deutschen A-Jugendmeisterschaft an der Seite von Andre Schürrle oder Jan Kirchhoff bleibt für ihn unvergessen. „Mein schönster Moment war natürlich die Deutsche Meisterschaft mit den A-Junioren in Mainz. Da ich nach meiner Einwechslung noch das entscheidende Tor zum 2:1 geschossen habe, war es noch umso schöner und intensiver. Die Sieges-Party startete damals direkt nach dem Spiel, ging abends in Wiesbaden weiter und wurde ein paar Tage später mit einem viertägigen Ausflug nach Mallorca abgeschlossen. Das war insgesamt ein riesengroßes Erlebnis, welches man nie vergessen wird!“, erinnert sich Mertinitz freudig zurück.

FSV-Trainer Patrik Klyk kam ebenso wie Robin Mertinitz im Sommer in das Salmtal. (Foto: Sebastian Schwarz)

Von Idar-Oberstein nach Salmrohr

Danach folgte Idar-Oberstein als nächste fußballerische Station. Ein Wechsel, den zunächst nicht jeder nachvollziehen konnte. „Mein Vertrag in Mainz ist ausgelaufen. Chancen auf den Profikader gab es nicht. Von daher wurde mir mitgeteilt, das mein Vertrag nicht verlängert wird“, begründet er den Weggang aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt und resümiert über sein Gastspiel in der Pfalz: „Mit Ausnahme der Verletzung war es eine schöne Zeit in Idar. Die Charaktere in der Mannschaft waren super. Die Verletzung in der Sommervorbereitung war natürlich nicht perfekt. Ich konnte dadurch erst im September wieder voll mit einsteigen. Trotzdem habe ich meine Einsätze noch bekommen und sportlich haben wir den Klassenerhalt als Aufsteiger auch noch erreicht, obwohl in dem Jahr niemand absteigen konnte.“

Die Umstellung auf seinen jetzigen Verein lief derweil reibungslos ab. Mit Trainer Patrick Klyk versteht sich der junge Fußballer ausgezeichnet und sagt über ihn: „Ich würde ihn als einen ehrgeizigen, erfolgshungrigen und sympathischen Trainer beschreiben, der viel mit seinen Spielern kommuniziert.“ Es scheint, als wäre Mertinitz, der bekennende Fan von Bayern München, bei einem Verein angekommen, bei dem vieles passt und mit dem er noch einiges erreichen kann. Und trotzdem oder gerade deshalb fallen seine Ziele für die Zukunft recht bescheiden aus: „Ich möchte gesund bleiben, Erfolge feiern und weiterhin einfach Spaß am Fußball haben“

+++Vorschau auf das Wochenende+++

Heimspiel für Mertinitz und Co. – Am Samstag erwartet der FSV Salmrohr gemeinsam mit Robin Mertinitz den SC Halberg Brebach, der aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert. Anstoß ist um 15.30 Uhr im Salmrohrer Stadion, vorausgesetzt die Partie wird nicht aufgrund frostiger Witterungsbedingungen vorzeitig abgesagt.

Paukenschlag in Mehring – Nach notorischer Erfolgslosigkeit verlässt Trainerfuchs Robert Jung den SV Mehring. Für ihn wird ab sofort Dino Toppmöller die Fäden an der Seitenlinie ziehen (hier geht es zum Artikel). Am Sonntag müssen die akut abstiegsbedrohten Mehringer zur zweiten Garde des SV Elversberg reisen. Anpfiff ist um 14.30 Uhr.

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