Polizeiinspektion Hermeskeil – Unfallbilanz 2017

Mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr – deutlicher Anstieg der Unfälle mit schweren Personenschäden

Im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Hermeskeil ereigneten sich im vergangenen Jahr 958 Verkehrsunfälle. Demzufolge: 98 Unfälle mehr als im Jahr 2016 (+12 %).

Beim schwersten Unfall wurde auf der Bundesstraße 407 (Gemarkung Hermeskeil/Abtei) ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenprall zwischen einem Lieferwagen und seinem Pkw tödlich verletzt.

Insgesamt ist festzustellen, dass es im abgelaufenen Jahr eine Zunahme der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden gab.

Bei insgesamt 30 Verkehrsunfällen mussten Personen in Krankenhäuser zur stationären Behandlung eingeliefert werden. Dies sind 14 Unfälle bzw. 88 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Anzahl der dabei schwer verletzten Personen stieg von 18 auf 32.

Im Jahre 2017 wurden bei 51 Verkehrsunfällen mit leichtem Personenschaden insgesamt 78 Personen leicht verletzt; bei gleicher Unfallzahl eine Person mehr als im Vorjahr.

Die „gefährlichsten Strecken“ im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hermeskeil sind zu finden auf den Straßen:

  • B 52, zwischen Reinsfeld und Hermeskeil:

7 Verkehrsunfälle mit Verletzten

  • B 407, zwischen der Einmündung nach Schillingen und Abtei:

8 Verkehrsunfälle mit Verletzten und einer mit tödlich verletzter Person

  • L 151 zwischen Osburg und Reinsfeld:

5 Unfälle mit Verletzten

  • B 327, kurzes Stück zwischen Malborn und Thiergarten:

7 Unfälle mit Verletzten

Junge Fahrer“ (18- bis 24 Jahre):

Die in den Jahren davor festgestellte negative Entwicklung im Bereich der sogenannten „jungen Fahrer“ hat sich leider fortgesetzt.

Diese Altersgruppe, die einen Anteil von ca. 10 % der Fahrzeugführer in unserem Zuständigkeitsbereich abbildet, war im vergangenen Jahr an insgesamt 217 Verkehrs-unfällen beteiligt, was einen Anteil von 23 % aller Verkehrsunfälle ausmacht.

Somit eine Steigerung um 41 % gegenüber 153 Verkehrsunfällen aus dem Jahr 2016.

Hierzu ist aber auch festzustellen, dass es sich bei den 217 Unfällen in 81 Fällen um „Wildunfälle“ gehandelt hat.

An den anderen 136 Unfällen waren die „jungen Fahrer“ in 88 Fällen (62 %) schuldhaft beteiligt, wobei 28 Unfälle infolge nicht angepasster (überhöhter) Geschwindigkeit und fast jeder fünfte Unfall infolge mangelnden Sicherheitsabstands verursacht wurden.

Was die Verkehrsunfälle mit Personenschäden betrifft, so waren die jungen Fahrer im Vergleich mit anderen Altersgruppen ebenso häufiger beteiligt. Sie waren mit 9 Unfällen an 30 % aller Verkehrsunfälle mit schweren und mit 14 Unfällen an 27 % aller Verkehrsunfälle mit leichten Personenschäden beteiligt.

Bei den Senioren (ab 65 Jahre) stieg die Anzahl der Unfälle von 105 – im Jahr 2016 –

auf 128 – im Jahr 2017- an, was einer Beteiligung von 13 % an allen Unfällen bedeutet.

Von diesen 128 Unfällen handelte es sich lediglich um 15 Unfälle mit Wildbeteiligung.

Von den restlichen 113 Unfällen wurden Senioren in 77 Fällen als „Unfallverursacher“ aufgeführt. Über die Hälfte aller Seniorenunfälle ereigneten sich im Stadtgebiet von Hermeskeil (67 Verkehrsunfälle).

Kinder (bis 14 Jahre):

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern als Fußgänger oder Radfahrer lag im Jahr 2017 bei 9, wobei bei jedem der Unfälle ein Kind leicht verletzt wurde.

Verkehrsunfallfluchten:

Nach wie vor lohnt es sich nicht, nach einem Verkehrsunfall die Flucht zu ergreifen.

Von insgesamt 129 „Unfallfluchten“ konnten rund die Hälfte durch die Polizei – in vielen Fällen Dank der Hinweise aus der Bevölkerung – geklärt werden.

Die Hauptunfallursachen im Jahr 2017 sind:

14 % Abbiegen-Wenden-Rückwärtsfahren, 13 % Abstand und 10 % Geschwindigkeit

Fast ein Drittel der 958 Unfälle – 306 an der Zahl -, ereigneten sich in der Gemarkung der Stadt Hermeskeil.

Und Eine „negative“ Tatsache bleibt im Hochwald weiterhin unverändert:

Insgesamt registrierte die Polizei Hermeskeil -448- Zusammenstöße zwischen Kraftfahrzeugen und Wild; nochmals 26 Unfälle mehr als im Jahr 2016.

Somit war fast jeder zweite Unfall ein „Wildunfall“, der für die Fahrzeugführer in der Regel unvermeidbar ist.

In vier Fällen kam es hierbei leider auch zu leichten Personenschäden.

Besonders groß ist die Gefahr „Opfer eines Wildunfalls“ auf folgenden Straßen:

  • L/151 und B/52 zwischen Osburg und Reinsfeld:

34 Unfälle

  • B/407 und B/327 (Hunsrückhöhenstraße) zwischen Mandern und Malborn:

123 Unfälle

  • L/166 zwischen Thiergarten und Züsch:

18 Unfälle

  • L/147 zwischen Grimburg und Hermeskeil:

18 Unfälle

  • L/148 zwischen Reinsfeld und Bescheid:

38 Unfälle

  • L/143 zwischen Pluwigerhammer und Kell:

21 Unfälle

  • L/146 zwischen Reinsfeld und Pluwigerhammer:

26 Unfälle

  • L/147 zwischen Grimburg und Hermeskeil:

20 Unfälle

  • K/97 zwischen Pölerter Bahnhof und Hermeskeil:

12 Unfälle

  • K/98 zwischen Königsfeld und Geisfeld:

13 Unfälle

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