Trier. Mit zwei starken Wettkampfwochenenden haben die Schwimmerinnen und Schwimmer des SSV Trier die neue Kurzbahnsaison eröffnet. Beim 29. Schinderhannes-Schwimmfest in Simmern am 19. und 20. September sowie beim 58. Nationalen Schwimmfest des Kaiserslauterner Schwimmklubs am 26. und 27. September sammelten die Trierer insgesamt dutzende Podestplätze, stellten drei Bahnrekorde auf und erzielten weitere direkte Qualifikationszeiten für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften.

Drei Bahnrekorde und eine Bestmarke in Simmern
Den Auftakt machte das 29. Schinderhannes-Schwimmfest in Simmern, bei dem der SSV Trier in der Startgemeinschaft Rhein-Mosel antrat. Gleich drei Bahnrekorde gingen auf das Konto der Trierer: Einen stellte Kimi Kasper (Jahrgang 2008) als Einzelrekord auf, zwei weitere sicherten sich die Staffeln der ersten Wettkampfmannschaft. Kasper wurde zudem für die punktbeste Leistung des gesamten Wettkampfs ausgezeichnet. Über 50 Meter Brust schlug er in 0:28,74 Minuten an und blieb damit erstmals in seiner Karriere unter der 29-Sekunden-Marke. Auch über 100 Meter Freistil zeigte er sich in Topform und blieb gleich zweimal unter 52 Sekunden. Neben Kasper erzielte auch Eva-Sofie Lichter (Jg. 2009) weitere direkte Qualifikationszeiten für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften.
Doch der Saisonauftakt war bei weitem nicht nur die Geschichte eines Einzelnen. Ömer Burak Yildirim (Jg. 2013) dominierte mit acht Goldmedaillen über Strecken von 100 Meter Lagen bis 400 Meter Freistil und unterstrich damit sein enormes Vielseitigkeitspotenzial. Eva-Sofie Lichter gewann vier Titel, unter anderem über 100 und 200 Meter Lagen sowie 50 und 100 Meter Brust. Adrian Gäfller (Jg. 2007) holte vier Siege, darunter über 50 Meter Freistil in starken 0:24,77 Minuten. Charlotte Weinandy (Jg. 2009) überzeugte mit drei Goldmedaillen über 200 Meter Freistil, 100 Meter Rücken und 100 Meter Freistil. Hinzu kamen Siege von Peter Weinandy mit drei Titeln sowie von Tim Lanz über 100 Meter Brust und Patrick Bartak-Petry. Zahlreiche Silber- und Bronzemedaillen rundeten die hervorragende Bilanz der ersten Wettkampfmannschaft ab.
Nachwuchs holt mehr als 30 Podestplätze
Besonders erfreulich war die Breite der Leistungen im Nachwuchsbereich. Elf junge Schwimmerinnen und Schwimmer des SSV Trier erkämpften sich über 30 Podestplatzierungen, darunter zehn erste Plätze. Herausragend präsentierte sich Johann Manfred Weinandy (Jg. 2017) mit vier Siegen, unter anderem über 200 Meter Freistil, 100 Meter Rücken und 200 Meter Lagen. Paula Klaeren (Jg. 2015) holte zwei Goldmedaillen über 200 und 100 Meter Brust und stand insgesamt viermal auf dem Podest. Antonia Hopf (Jg. 2017) gewann die 50 Meter Freistil und sammelte zwei weitere Bronzemedaillen.
Auch Edgar Gemke (Jg. 2014) mit Gold über 100 Meter Brust und Giulia Monique Personeni (Jg. 2018) mit ihrem Sieg über 100 Meter Brust setzten Ausrufezeichen. Weitere Podestplätze holten Matilda Bitter, Lisanna Wunder, Emil Berg, Theodor de Brito Martins und Bastian Monzel. Die Ergebnisse zeigen damit auch die Breite im Nachwuchsbereich des SSV Trier.
28 Goldmedaillen beim Schwimmfest in Kaiserslautern
Eine Woche später legte der SSV Trier beim 58. Nationalen Schwimmfest des KSK in Kaiserslautern nach. Mit 24 Starterinnen und Startern in vier Mannschaften – der ersten und zweiten Wettkampfmannschaft, der Nachwuchsgruppe und der Aufbaugruppe – gingen die Trierer bei 114 Starts an den Block und kehrten mit einer beeindruckenden Bilanz zurück: 34 Gold-, 22 Silber- und 18 Bronzemedaillen sowie 29 weitere Platzierungen unter den besten Sechs.
Ein besonderes Wettkampfformat sorgte in Kaiserslautern für Spannung: die sogenannten Knock-Out Races über die 50-Meter-Sprints. Im Viertelfinale traten jeweils die sechs schnellsten Schwimmer gegeneinander an. Nur die vier Besten kamen ins Halbfinale, wo der dritte Platz ermittelt wurde. Die beiden Schnellsten bestritten anschließend das Finale. Das Ergebnis stand damit erst nach dem letzten Anschlag fest – ein Format, das die Zuschauer begeisterte.
Charlotte Weinandy mit acht Goldmedaillen
Charlotte Weinandy zeigte sich in Kaiserslautern in herausragender Form und war mit insgesamt acht Goldmedaillen, einschließlich der Knock-Out-Runden, die erfolgreichste Schwimmerin des Wettkampfs auf Seiten des SSV. Im regulären Programm gewann sie über 100 Meter Lagen in 1:09,69 Minuten, 50 Meter Freistil in 0:28,05 Minuten, 100 Meter Schmetterling in 1:11,01 Minuten, 50 Meter Rücken in 0:29,98 Minuten und 100 Meter Rücken in 1:09,30 Minuten.
Im Knock-Out über 50 Meter Rücken gewann sie souverän alle drei Runden und holte sich zusätzlich Platz zwei im Knock-Out-Finale über 50 Meter Freistil. Damit gehörte Weinandy auch in den besonderen Sprint-Wettbewerben zu den erfolgreichsten Trierer Starterinnen.
Kimi Kasper bezwingt Olympiateilnehmer Philip Heintz
Für das Highlight des Wettkampfs sorgte Kimi Kasper im Knock-Out-Finale über 50 Meter Schmetterling. Dort traf er auf den dreifachen Olympiateilnehmer Philip Heintz und konnte ihn mit einer angepassten Taktik gegenüber dem zuvor knapp verlorenen 50-Meter-Freistil-Finale bezwingen. Kasper, der im Freistil-Knock-Out noch den zweiten Platz hinter Heintz belegt hatte, passte seine Rennstrategie über 50 Meter Schmetterling an und setzte sich im Finale in 0:25,57 Minuten durch.
Im regulären Wettkampfprogramm gewann Kasper zudem Gold über 100 Meter Schmetterling in 0:56,52 Minuten, 100 Meter Brust in 1:04,06 Minuten, 50 Meter Brust in 0:29,60 Minuten und 200 Meter Lagen in 2:14,24 Minuten. Weitere Siege sicherten sich Loreena Tonkaboni (Jg. 2011) über 100 Meter Lagen und 50 Meter Rücken, Eva-Sofie Lichter über 100 Meter Brust und 50 Meter Brust, Alina Wagner (Jg. 2007) über 100 Meter Schmetterling sowie Patrick Bartak-Petry (Jg. 2010) über 100 Meter Schmetterling. Auch Adrian Gäfller und Alina Wagner schafften es in die Knock-Out-Finals über 50 Meter Freistil, wo sie jeweils den dritten Platz belegten.
Staffeln der SG Rhein-Mosel ebenfalls erfolgreich
Stark präsentierten sich auch die Staffeln der SG Rhein-Mosel. Die erste weibliche Mannschaft gewann sowohl die 4×50-Meter-Freistil- als auch die 4×50-Meter-Lagenstaffel. Die erste Mixed-Staffel siegte über 4×50 Meter Lagen und ergänzte damit die erfolgreiche Bilanz der Trierer Mannschaften in Kaiserslautern.
Nachwuchs setzt auch in Kaiserslautern Ausrufezeichen
Auch beim zweiten Saisonwettkampf überzeugte der Nachwuchs des SSV Trier. Johann Manfred Weinandy knüpfte nahtlos an seine Leistung aus Simmern an und gewann in Kaiserslautern drei Titel über 100 Meter Brust in 1:51,08 Minuten, 50 Meter Rücken in 0:46,45 Minuten und 50 Meter Brust in 0:52,40 Minuten. Dazu kamen zwei zweite Plätze über 100 Meter Rücken und 100 Meter Freistil.
Edgar Gemke sicherte sich Gold über 50 Meter Brust in 0:40,03 Minuten, während Matilda Bitter über 50 Meter Brust in 0:43,31 Minuten siegte. Aus der Aufbaugruppe stach Luisa Palm (Jg. 2018) hervor, die mit zwei Goldmedaillen über 100 Meter Rücken und 100 Meter Freistil sowie zwei Silbermedaillen für eine positive Überraschung sorgte. Weitere Podestplätze holten unter anderem Paula Klaeren, Emil Berg, Moritz Ludwig und Moritz Laier. Die Nachwuchsstaffeln der SG Rhein-Mosel erkämpften sich in den Staffelrennen durchweg Silber- und Bronzeplatzierungen.
SSV Trier startet breit aufgestellt in die Saison
Der Saisonauftakt 2026/27 zeigt, dass der SSV Trier auf einer breiten Basis aufbaut. Vom Jahrgang 2005 bis 2018 standen Schwimmerinnen und Schwimmer auf dem Podest. Die Mischung aus etablierten Leistungsträgern, ambitionierten Nachwuchsschwimmern und einer wachsenden Aufbaugruppe verspricht eine spannende Saison.
Die nächsten Bewährungsproben stehen bereits an. Für die Spitze des SSV Trier rücken die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in den Fokus, für die Kimi Kasper und Eva-Sofie Lichter bereits weitere direkte Qualifikationszeiten erzielt haben. Auf dem Sprung in die Qualifikationslisten sind auch Charlotte Weinandy und Ömer Burak Yildirim. Der Nachwuchs hat mit seinem starken Saisonstart ebenfalls gezeigt, dass er bereit ist, den nächsten Schritt zu machen.
PM SSV Trier
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