TBB: Dezimierte Trierer unterliegen auch in Bayreuth

In der Schlussphase der Saison 2013/2014 lässt die TBB Federn und gerät gegen Bayreuth mit 80:61 unter die Räder. Trier kam zu keiner Zeit in Schlagdistanz, die Gastgeber bestätigten ihre überragende Spätform und befreiten sich aus dem Abstiegsstrudel.

Die Macht der Angst setzt Kräfte frei – so könnte man das Auftreten von Kellerkind medi Bayreuth gegen die TBB am Trier am Sonntagabend erklären. Oder: Trier agierte ohne zwei Stammspieler, ohne Vorbereitung und mit schweren Beinen – immerhin bestritt man gegen die Franken das vierte Spiel binnen zehn Tagen. Beide Interpretationen sind möglich, das Resultat aber dasselbe: Nur zwei Tage nach dem schweren Spiel gegen ALBA Berlin muss sich die TBB auch in der Fremde mit 80:61 geschlagen geben. Bayreuth hingegen feiert den Klassenerhalt.

Gastgeber von Beginn an klar vorne, Trier mit Foulproblemen

Die Bayreuther machten nach drei ausgeglichenen Anfangsminuten ernst und unterstrichen ihre feste Absicht, erstklassig zu bleiben, mit einem 15:3-Lauf. Trier, bei denen Marin Petric und Mathis Mönninghoff durch die Verletzungsmisere viele Minuten bekamen, produzierte gegen in dieser Phase reihenweise Ballverluste, traf zudem die eigenen Versuche nicht.

Kei Durchkommen für Jermaine Bucknor. Foto: Thewalt

Kein Durchkommen für Jermaine Bucknor. Archiv-Foto: Thewalt

Die Gastgeber führten nach den ersten zehn Minuten verdient mit 25:14. Anschließend erhöhten die Hausherren um D.J. Seeley, Kyle Weems und den wiedergenesenen Kevin Hamilton den Druck weiter; zur Pause lag die TBB bereits mit 43:28 zurück. Im dritten Viertel wurden die Moselaner endgültig zur Rumpftruppe; Vitalis Chikoko kassierte nach drei frühen Fouls umgehend sein viertes und durfte daher bis auf Weiteres wieder die Bank wärmen.

Trotzdem bäumte sich die TBB noch auf: Anderson, Schmidt und der tapfer rackernde Bucknor sorgten (vor allem an der Freiwurflinie) für einen Zwischenspurt zum 62:51 – der einstellige Rückstand schien realisierbar.

Bayreuth dominiert die Schlussphase

Es dauerte fast drei Minuten, ehe auch im Schlussviertel die ersten Punkte fielen – dann aber fast ausschließlich für die Gastgeber. Dank Weems und Qvale setzte sich Bayreuth wieder deutlich ab, erhöhte den Vorsprung auf wieder auf rund 20 Punkte und spielte sich – befeuert von der lautstarken Kulisse in der Oberfrankenhalle – auf die Zielgerade zum Klassenerhalt.

Triers Bester mit 14 Punkten: Jermaine Anderson. Archiv-Foto: Thewalt

Triers Bester mit 14 Punkten: Jermaine Anderson. Archiv-Foto: Thewalt

Trier rannte vergeblich gegen die Bayreuther Defense an, Anderson gab als sicherer Freiwerfer den Alleinunterhalter an der Linie. Indes tat sich Triers zweitbeste Scoring-Option, Andi Seiferth, offensiv mehr als schwer. Am Ende verbuchte der Nationalcenter gerade sieben Punkte und sechs Rebounds.

Mit müden Beinen und  – über weite Strecken – ohne den sprunggewaltigen Chikoko verlor man außerdem das Reboundduell klar mit 43 zu 28 Abprallern.

Im Endergebnis gewann Bayreuth auch in der Höhe verdient gegen ein sichtbar geschlauchtes Trierer Team ohne ihren besten Spieler. Jermaine Anderson und Warren Ward (14 bzw. 12 Punkte) waren die Trierer Topscorer, bei den Hausherren trafen fünf Akteure zweistellig. Schon am 1. Mai bestreitet die TBB ihr letztes Saisonspiel zuhause gegen ratiopharm Ulm.

Statistik

medi Bayreuth: Weems (17), Heyden (15), Seeley (14), Burrell, Hamilton (je 10), Qvale (6), Wyrick (5), Schmitz (3), Zeis (0)

TBB Trier: Anderson (14), Ward (12), Seiferth, Bucknor (je 7), Chikoko (6), Mönninghoff (5), Petric, Schmidt (je 4), Wenzl (2)

Viertel: 25:14 / 18:14 / 22:23 / 15:10

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