Trotz großem Kampf kein Happy End für die TBB

Triers Basketballer unterliegen dem Deutschen Meister in der Arena knapp

In einer spannenden und hart umkämpften Partie müssen sich die Trierer Basketballer dem Deutschen Meister aus Bamberg mit 63:69 geschlagen geben. Vor 4031 Zuschauern in der Arena war für die TBB Andreas Seiferth bester Scorer mit 15 Punkten.

TBB Trier - Artland Dragons. Foto: Thewalt

Die TBB muss sich strecken, doch am Donnerstagabend war der Deutsche Meister eine Nummer zu groß. Foto: Thewalt

Trierers Basketballer trafen am Gründonnerstagabend auf den amtierenden Deutschen Meister Baskets Bamberg. Man könnte aber auch sagen, Rückkehrer Maik Zirbes traf auf Nationalmannschaftskollege Andi Seiferth. Damit war bereits vor dem Tip-Off klar: Einer der beiden Nationalmannschaftscenter wird auf jeden Fall das Osterwochenende mit einem Sieg begehen.

Bamberg gegen Trier, dies war aber auch die Partie zweier unterschiedlicher Ausgangssituationen. Die Gastgeber hatten die letzten beiden Partien gegen Playoff-Kandidaten gewonnen, besiegten in der heimischen Arena Bonn und anschließend auswärts den MBC.

Bayern im Kopf – die TBB vor der Brust

Die Gäste von der Regnitz sind neben den Basketballern aus München der Top-Favorit auf die nächste Meisterschaft. Und genau gegen eben jenen FC Bayern musste der amtierende Deutsche Meister am vergangenen Sonntag eine äußerst knappe und bittere Niederlage hinnehmen.

Gegen das Pesic-Team unterlagen die Baskets mit einem Punkt, am Ende hieß es in der heimischen brose Arena 75:76. „Nur das Positive“ wollte Bamberg-Coach Chris Fleming aus der Niederlage gegen München mit nach Trier nehmen, um gegen die TBB zu punkten.

Zum Auftakt vertraute TBB-Coach Henrik Rödl auf Trevon Hughes, Andreas Seiferth, Mathis Mönninghoff, Laurynas Samenas und Vitalis Chikoko in der Starting Five.

Für die Gäste gingen Rakim Sanders, Jared Jordan, Sharrod Ford, Anton Gavel und D’Or Fischer aufs Feld. Andi Seiferth musste sich zu Beginn also nicht mit Kumpel Maik Zirbes herumschlagen, sondern hatte es mit D’Or Fischer zu tun. Den tanzte er dann erstmal mustergültig aus und markierte die ersten Punkte für die TBB. Die spannende Frage: Bleibt am Gründonnerstag Grün die dominierende Farbe?

Trier mit Lauf zu Beginn

TBB Trier: Sensationssieg! Trier schlägt Ulm mit 79:84 - Foto: Thewalt

Foto: Thewalt

Zahlreiche vergebene Chancen, aber eine gute Leistung unter den Brettern zeichnete die TBB in der Anfangsphase aus. Mitte des ersten Viertels lag das Team von Henrik Rödl mit 6:0 in Führung. Die ersten Punkte für die Gäste verbuchte Jared Jordan mit einem Dreier zum 6:3. „Trier hat am Anfang sehr gut gespielt“, sagte Fleming nach der Partie.

Kurz vor Ende des Viertels trafen dann zum ersten Mal Seiferth und Zirbes aufeinander. Doch es blieb nur bei einem kurzen Intermezzo. Rödl tauschte bald danach Schmidt für Seiferth, während Zirbes knapp zwei Minuten vor der ersten Viertelpause an die Freiwurflinie schritt, um seine ersten Punkte für Bamberg zu erzielen.

Die Gäste hatten es zu Beginn schwer, in diese Partie zu kommen. Immer wieder zwang die TBB den Deutschen Meister in die Defensive, verteidigte gut unter dem eigenen Korb und konnte den Bambergern immer wieder den Ball stibitzen. Nach den ersten zehn Minuten lag die TBB mit 16:10 in Führung. „Wir wussten, dass es gegen Trier schwer wird“, sagte Bambergs Coach später.

Das zweite Viertel gehörte dann eindeutig den Weiß-Roten. Bis Mitte des zweiten Viertels konnte die TBB lediglich vier Punkte sammeln. Bamberg hingegen drehte mächtig auf und verwandelte dank Körben von Smith und Jordan den Rückstand in eine Führung (20:23).

Rückstand zur Pause für Trier

Zur Pause musste sich die TBB mit einem Rückstand von vier Punkten begnügen. Nach dem starkem Auftritt im ersten Viertel hatte das Rödl-Team im zweiten Durchgang nicht mehr viel nachlegen können. Anders der Deutsche Meister: Nach zehn Punkten im ersten Viertel legte Bamberg im zweiten Viertel 22 Punkte nach. Resultat dieser Aufholjagd war die Pausenführung von 32:28. „Wir haben glücklicherweise noch einige Punkte im zweiten Viertel machen können. Das Viertel ging eindeutig an Bamberg“, sagte Rödl in der Pressekonferenz.

Im dritten Viertel konnten die Baskets nicht nur die Führung behaupten, sondern sie sogar weiter ausbauen. Zwischenzeitlich wurde es zweistellig, bis auf 12 Punkte konnten sich die Gäste absetzen. Mitte des dritten Viertels pendelte sich der Bamberger Vorsprung auf zehn Punkte ein.

Mangelnde Präzision

Mathis Mönninghoff, TBB Trier.

Foto: Thewalt

Rödls Team ließ viel von der Präzision aus dem ersten Abschnitt vermissen und machte es Bamberg damit zusätzlich leicht, das Spiel zu kontrollieren. Gegen Ende des Viertels kam die TBB zurück. Dank Warren Wards Dreier und der guten Arbeit von Stefan Schmidt unter dem Korb schmolz der Rückstand auf zwei Punkte zusammen (42:44). Dann schnappte sich Jermaine Anderson den Ball und besorgte mit einem Dreier den Führungswechsel. Anschließend schlug Harris zu und konterte mit einem Dreier. Dann gab es gleich ein Doppelfoul der Bamberger: die Schiedsrichter entschieden auf technisches Foul und unsportliches Foul. Bei einer der Aktionen verletzte sich Samenas. Doch bevor der Litauer vom Feld schlich, verwandelte er noch einen seiner beiden Freiwürfe. Die nächsten zwei zum Ausgleich legte Anderson in den Korb. Dank eines 11:0-Laufs war die TBB wieder voll im Geschäft. „Am Ende des dritten Viertels hatten wir das Momentum auf unserer Seite“, sagte Rödl in der Rückschau.

In das letzte Viertel ging es dann mit einem Unentschieden von 48:48, doch das hatte nicht lange Bestand. Wieder waren es die Gäste, die nach der kurzen Pause besser in Tritt kamen und mit einem 7:0-Lauf die Führung erneut behaupteten. Bis kurz vor dem Ende blieb der Vorsprung der Gäste bei sechs, sieben Punkten. Knapp 25 Sekunden vor Schluss brachte Anderson dann seine Farben in Schlagdistanz, sein Dreier bedeutete das 62:65. Nach Foul von Warren Ward ging Bambergs Jamar Smith an die Linie und verwandelte seine beiden Freiwürfe, brachte die Baskets wieder mit fünf Punkten in Front. Damit war die Vorentscheidung gefallen.

Sieg für Seiferth – Punkte für Bamberg

Nach großem Kampf verliert das Rödl-Team vor 4031 Zuschauern in der Arena Trier mit 63:69. Damit blieb die Überraschung aus. Im Duell der beiden Nationalmannschaftscenter hatte Andi Seiferth mit 26 Minuten Einsatzzeit und 15 Punkten deutlich die Nase vor Maik Zirbes, der für Bamberg 14 Minuten auf dem Parkett verbrachte und dabei drei Punkte erzielte. Dieses Duell ging zumindest an Trier, die Punkte holt allerdings Bamberg mit.

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