Uni Trier verleiht Professor Arnd Morkel die Ehrenbürgerschaft

Die Leitgedanken des Gründungspräsidenten prägen das Profil bis heute

Die Universität Trier hat Prof. Dr. Arnd Morkel zum Ehrenbürger ernannt. Diese akademische Ehrung wird Personen für herausragende Verdienste um die Universität zuteil. Der amtierende Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel, der die Auszeichnung initiiert hat, überreichte heute die Urkunde.

Als Vizepräsident der 1970 neugeründeten Doppeluniversität Trier‐Kaiserslautern und später als ihr erster Präsident hat Professor Arnd Morkel die Struktur der seit 1975 eigenständigen Universität Trier maßgeblich mitbestimmt. Er nutzte in seiner Amtszeit von 1975 bis 1987 die Chance der Eigenständigkeit konsequent und verlieh der Universität Trier ein individuelles Profil. Er baute eine fruchtbare Mischung größerer und kleinerer Fächer auf und legte dabei Wert auf Strukturen, die Kommunikation und Koordination zwischen den Fächern förderte.

Diese Gründungsphase war geprägt von der Frage, ob die Universität allein mit Lehramtsfächern überlebensfähig wäre. Die Antwort bestand darin, dass von 1975 bis 1987 eine Reihe neuer Fächer wie Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Ägyptologie, Klinische Psychologie, Kunstgeschichte, Geologie und viele weitere eingerichtet wurden.

Arnd Morkels besondere Leistung bestand darin, dieser Mischung eine Struktur zu geben und damit auch seine Vorstellung von Universität zu verwirklichen. „Ich habe es stets als einen der großen Vorzüge der Universität empfunden, dass in ihr die unterschiedlichsten Disziplinen versammelt sind, sodass der Wissenschaftler lernen kann, über die Grenzen seines Faches hinauszublicken und die Dinge auch unter dem Gesichtspunkt anderer Fächer zu sehen“, sagte er in seiner Abschiedsrede.

Diese Überzeugung wird bis heute an der Universität Trier gelebt. Seine Verdienste sind auch aktuell derart anerkannt, dass ausnahmslos alle Mitglieder des Senats der Universität der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Arnd Morkel im Jahr seines 90. Geburtstags zustimmten.

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln