Wusstest du, dass es über 250 Arten von Kopfschmerzen gibt?

Die neue Kolumne in der Rubrik Gesundheit

Spannungskopfschmerzen sind darunter die häufigste Ursache für wiederkehrendes Kopfweh. Etwa die Hälfte aller Kopfschmerzpatient*innen leidet darunter. Was zu Spannungskopfschmerzen führt und wie du selbst auch ohne Medikamente etwas dagegen tun kannst, erklärt bee dir heute.

Was sind eigentlich Spannungskopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen ziehen sich oft dumpf drückend vom Nacken über den Hinterkopf in weitere Kopfregionen hinein. Sie treten oft schleichend auf und sind leicht bis mittelstark. Oft mindern sie gefühlt das Denkvermögen oder führen zu leichter Benommenheit; zu Übelkeit oder Erbrechen jedoch eher nicht. Meistens gehen sie mit anderen Leiden wie etwa Schlafmangel, Depression oder tatsächlichen Verspannungen einher.

Während Kopfschmerzen allgemein häufiger unter 30Jährige befallen, nehmen chronische Spannungskopfschmerzen mit dem Alter zu. Als chronisch wird Spannungskopfschmerz dann bezeichnet, wenn man an 15 oder mehr Tagen im Monat bzw. an über 180 Tagen im Jahr darunter leidet.

Woher kommen Spannungskopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen haben ihren Namen aufgrund der Vermutung erhalten, dass sie auf Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich zurückgehen. Heute weiß man, dass dies nicht die einzige Ursache ist. Neben körperlichen Ursachen wie zum Beispiel Flüssigkeitsmangel, Infekten oder muskulären Fehlstellungen spielen psychische Faktoren eine Rolle. Es geht also auch um „Spannung“ im Sinne von seelischer Anspannung. Studien lassen vermuten, dass Stress und Überforderung unter anderem durch den Abbau des Botenstoffs Serotonin zu dieser Art von Kopfschmerzen beitragen könnten, da dies die Schmerzschwelle sinken lässt. Im chronischen Stadium führen dann immer geringere Reize zu Spannungskopfschmerzen.

Selbstbeobachtung und Diagnose

Durch eine Kombination vieler Faktoren wird die Lokalisierung der Ursache erschwert. Um sicherzugehen, dass es sich wirklich um Spannungskopfschmerzen handelt, sollten eine etwaige zugrunde liegende Krankheit sowie andere Arten von Kopfschmerzen ausgeschlossen werden. Hierbei hilft ein ausführliches Anamnesegespräch mit deinem Arzt. Eine vorhergehende genaue Selbstbeobachtung, zum Beispiel mittels eines Kopfschmerztagebuchs, ist sehr sinnvoll. Vielleicht kannst du dadurch bereits selbst einige Kopfschmerz-Verursacher ausschalten.

Du kannst selbst viel gegen Spannungskopfschmerzen tun!

Glücklicherweise sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Spannungskopfschmerzen vielversprechender und so viel einfacher als die Lokalisierung der Ursache(n)!

Natürlich(e) Schmerzmittel

Natürlich sind Schmerzmittel ein bewährtes Mittel gegen Kopfschmerzen. Doch diese können Nebenwirkungen haben und bei falscher Einnahme sogar zu Kopfschmerzen führen. Wenn du schnell Hilfe brauchst, kann dir auch ein einfaches natürliches Mittel helfen: Pfefferminzöl! In 10%iger Lösung großflächig auf Stirn und Schläfen aufgetragen ist es gemäß verschiedener Studien ebenso wirkungsvoll wie Paracetamol. Achte außerdem stets auf ausreichend Flüssigkeitszunahme.

Idealerweise jedoch kommt es erst gar nicht zu Spannungskopfschmerzen, indem du ihnen vorbeugst: Vor allem durch Bewegung und Entspannung!

Training und kleine Bewegungen zwischendurch

Mindestens dreimal wöchentlich 30 Minuten Training sowie zusätzliche kleine Bewegungshäppchen werden gegen Spannungskopfschmerzen empfohlen – auch wenn sie bereits da sind. Dies gilt vor allem für Menschen, die viel Zeit im Sitzen verbringen. Mit Bewegung lockerst und stärkst du deine Muskeln, vermeidest Fehlstellungen, baust Stresshormone ab und bringst deinen Kreislauf in Schwung. Damit verringerst du bereits einige Ursachen für Spannungskopfschmerzen.  bee erinnert dich an deine kleinen Bewegungseinheiten zwischendurch!

Mehr Entspannung – weniger Stress

Um nicht nur körperlicher Verspannung sondern auch seelischer Anspannung als Auslöser entgegenzuwirken, sind Entspannungsübungen sinnvoll. Deine Schlafqualität ist hierbei ein wichtiger Faktor, welcher sich aus physischen und psychischen Faktoren ergibt und anderherum auf beides einwirkt. bee beinhaltet sowohl körperlich als auch geistig entspannende Übungen.

Akupressur und Mobilisation

Akupressurpunkte, die Mobilisation der Kopffaszien und des Schultergürtels tragen zu psychischer und physischer Entspannung bei. Hier drei Beispiele dazu aus unserer großen Übungsauswahl:

Akupressurpunkt Augenbrauen

Sitze gerade ohne Anlehnen und mach deinen Nacken lang. Lass deinen Kopf nach vorne hängen und schließe deine Augen zur Entspannung. Massiere oder drücke ohne viel Kraft die Akupressurpunkte oberhalb der Augenbrauenmitte bis der leichte Druckschmerz nachlässt (nicht länger als 20 Sekunden). Dies fördert deine Durchblutung und den Energiefluss.

Augenbrauen - Übung 1
Augenbrauen - Übung 1 seitlich

Haare ziehen

Sitze wie oben beschrieben und greife mit einer Hand in deine Haare. Ziehe leicht an deinen Haaren und führe kreisende Bewegungen durch. Massiere so den gesamten Kopf. (Falls keine Haare vorhanden sind massiere in kreisenden Bewegungen deine Kopfhaut.) Ziehe ebenfalls in kreisenden Bewegungen an deinen Ohren. Damit steigerst du die Durchblutung und Sauerstoffversorgung deiner Kopfhaut, löst muskuläre Verspannungen, steigerst deine Konzentrationsfähigkeit und beugst Spannungskopfschmerzen vor.

Augenbrauen - Übung 2
Augenbrauen - Übung 2 seitlich

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Kommentare (2)

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  1. Dominic sagt:

    Lieber Stephan,

    vielen Dank für dein Feedback. Wir freuen uns sehr, dass dir die Beschreibungen der Behandlungsmethoden gefallen. Die Videos zu den Übungen findest du auch auf unserer Facebook Seite.
    Du liegst genau richtig, auch Stress kann einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Das Übungsprogramm bee enthält z.B. auch Übungen zur Stressreduktion und für den Kauapparat.
    Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß beim Lesen unserer Artikel. Am Mittwoch kommt gleich der nächste.

    Liebe Grüße und beenergized,
    Dominic von deinem bee Team

  2. Stephan sagt:

    Guten Tag!
    Danke für schönen und ausführlichen Artikel. Doch möchte ich noch hinzufügen: die häufigsten Faktoren sind Stress, generell Störungen des Kauapparates, zu hoher Nikotinverbrauch, Arbeiten bei schlechtem Licht, zu wenig Schlaf, Arbeiten in falscher Körperhaltung und Zähneknirschen. Besonderer Dank für die Beschreibung der Behandlungsmethoden.
    Viele Grüße,
    Stephan

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