Zu Gast in der Landeshauptstadt: Eintracht bei Schott Mainz gefordert

SVE Trier wieder unentschieden 2:2

Nach dem ersten Saisonsieg beim 1:0-Heimerfolg gegen den FV 07 Diefflen am Dienstagabend kämpft Eintracht Trier schon am Samstag wieder um Oberliga-Punkte. Am Nachmittag (15:30 Uhr) bekommen es die Moselstädter auf der Bezirkssportanlage Mainz-Mombach mit Regionalliga-Absteiger TSV Schott Mainz zu tun. Dabei soll der zuletzt positive Trend fortgesetzt werden.
Mit nur zwei Veränderungen im Vergleich zum erfolgreichen 1:0-Heimauftritt unter der Woche gegen den FV 07 Diefflen liefen die Blau-Schwarz-Weißen (heute erstmals in den grauen Auswärtstrikots) auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage in Mainz-Mombach auf: anstelle von Julien Erhardt startete Godmer Mabouba in der Verteidigung und im Mittelfeld begann Jason Thayaparan für Ömer Kahyaoglu.

Schwungvoller Beginn der Eintracht

Wie in dieser Saison fast schon gewohnt, begann die Eintracht durchaus schwungvoll – wenn auch deutlich defensiver angelegt als noch in den vergangenen Partien. Dennoch: die vorderen Reihen setzten früh nach und brachten in der Anfangsphase die Verteidigung des Regionalliga-Absteigers ein ums andere Mal in Bedrängnis – insbesondere, als Tim Garnier um ein Haar einen Rückpass von Marco Senftleben auf Schott-Torwart Wroblewski erlaufen konnte (6.). Da sich aber auch die Heim- Elf von Beginn an nicht versteckte, allen voran über die rechte Angriffsseite Druck entwickeln konnte und über Mahdi Mehnatgir (Fernschuss, pariert von Wieszolek, 10.) den ersten Torabschluss für sich verzeichnen konnte, entwickelte sich zunächst eine ansehnliche Oberliga-Partie in der Landeshauptstadt. Die Eintracht zog sich nun immer mehr in die eigene Hälfte zurück und überließ den Hausherren das Spielgeschehen – was sich mit fortwährender Spieldauer auch in der Chancenverteilung widerspiegelte: Mairose testete Wieszolek vom Strafraumeck (21.), ehe Jannek Ripplinger nur mit Mühe am Torabschluss inmitten des Elfmeterraums gehindert werden konnte (23.).

Die Partie, sie war nun fest in der Hand des TSV Schott Mainz – Paulus reagierte und brachte Dominik Kinscher für mehr Schwung nach vorne. Nur knapp fünf Minuten später sollte sich diese Entscheidung bezahlt machen: Kinscher mit einem Steilpass auf Christoph Anton, der ins Eins gegen Eins mit Schott-Keeper Wroblewski ging, im Zweikampf zu Fall kam, sich aber schnell wieder aufrappeln konnte und den mitgelaufenen Vorlagengeber sah, der keine Mühe hatte, das Leder in die linke untere Ecke zu verwandeln – das 0:1 (32.).

Die Freude sollte leider nicht lange halten: wieder Angriff über die rechte Angriffsseite der Mainzer, scharfe Flanke von Mairose in den Strafraum, wo die Kugel an allen vorbeirauschte und Jannek Ripplinger nur noch den Kopf zum fast unmittelbaren Ausgleich hinhalten musste (40.) – der Spielstand allerdings aufgrund des Spielverlaufes durchaus gerechtfertigt. Kurz vor der Pause zogen beide Offensivseiten nochmal auf: wieder Kinscher, dieses Mal auf Garnier, der die Innenverteidigung von Schott Mainz austanzte, dann aber am stark reagierenden Wroblewski scheiterte (44.). Auf der Gegenseite war es ein Freistoß vom starken Mairose, der an den Pfosten klatschte (45.) – das 1:1 somit ein gerechter Spielstand zur Pause, trotz über weite Strecken vorherrschender Feldvorteile für die Hausherren.

1:1 zur Halbzeit

Die zweite Hälfte begann mit einem ordentlichen Knalleffekt: die Eintracht setzt sich in der Hälfte der Mainzer fest, deren Abstimmung in der Defensive in dieser Situation zu wünschen übrig ließ. Kevin Heinz spritzte in den entstehenden freien Raum kurz vor der Grundlinie, sah im Rücken Tim Garnier, der beherzt zum 1:2 versenkte (49.) – ein perfekter Beginn in den zweiten Durchgang für die Männer von der Mosel. Und es sollte zunächst so weiter gehen: Tim Garnier legte auf die halbrechten Seite für Christoph Anton ab, doch die Riesen-Gelegenheit zur Vorentscheidung, sie erstickte am Innenpfosten
des Mainzer Gehäuses (59.). Die Gastgeber hatten hieran zunächst deutlich zu knabbern, kamen aber ihrerseits nach etwas mehr als einer Stunde zu einer guten Gelegenheit zum Ausgleich. Der Kopfball von Senftleben segelte nach Freistoß-Flanke von Mladenovic aber knapp am Tor vorbei. Dennoch kam der Ausgleich dann doch etwas aus dem Nichts: nach zwei fast identischen Eckball-Situationen, in denen jeweils der zweite Ball an die Hausherren ging, konnte Nenad Simic mit der Hacke zum 2:2 vollenden (70.). In der Folge tat sich lange nichts – bis kurz vor Schluss: einige Standardsituationen führten in der Nachspielzeit hüben wie drüben zu Stress vor beiden Strafräumen, ohne jedoch noch Veränderungen am trotz zweimaliger Führung gerechten Endstand herbeizuführen.

Statistik

Tore: 0:1 Kinscher (32.), 1:1 Riplinger (40.), 1:2 Garnier (49.), 2:2 Simic (70.)
Eintracht Trier: Wieszolek – Heinz, Mabouba, Cinar, Maurer – Fischer, Roth, Thayaparan (ab 26. Kinscher), Anton (ab 75. Diefenbach) – Garnier (ab 62. Kahyaoglu), Brandscheid.
TSV Schott Mainz: Wroblewski – Simic, Mladenovic (ab 79. Del Vecchio), Fring, Senftleben – Schlosser, Mehnatgir (ab 36. Schwarz), Kern, Mairose, Sinanovic (ab 85. Gansmann) – Ripplinger.
Schiedsrichter: ThorbenRech

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