Eintracht Trier steigt ab

Nach Niederlage in Stuttgart

Nach der bitteren Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers 2:1 (0:1) können die Trierer den Abstieg in die fünfte deutsche Spielklasse nicht mehr verhindern. Dabei verspielte die Elf von Trainer Rudi Thömmes die nicht unverdiente Führung durch eine katastrophale zweite Halbzeit.

Die Anfangsphase des Abstiegsduells war zunächst von vielen Nicklichkeiten und bestenfalls Halbchancen geprägt. Mit zunehmender Spieldauer waren es zunächst die Gastgeber aus Stuttgart, die gefährlich vorm Tor von Chris Keilmann auftauchten und vor allem über die linke Außenbahn ihren Weg zum Tor suchten. Doch ein Schuss von Luca Pfeiffer in der 16. Minute konnte der Gästetorwart souverän parieren.

In der Folge waren es dann die Gäste von der Mosel, die sich die Kontrolle über das Spielgeschehen immer mehr zurück eroberten, ohne sich dabei aber zwingende Torchancen erarbeiten zu können. Das änderte sich allerdings in der 28. Minute schlagartig. Nach einem abgewehrten Freistoß von Patrick Lienhard kam der Ball zurück auf die Linke Außenbahn. Die anschließende Flanke verwandelte SVE- Toptorjäger Muhamed Alawie aus kurzer Distanz mustergültig per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:0.

Danach waren die Stuttgarter Kickers zwar bemüht die Spielkontrolle zurückzuerobern und vor allem in Form von langen Bällen das Spiel immer wieder schnell zu machen, Zählbares wollte bis zur Halbzeitpause nicht mehr herausspringen. Die Trierer verteidigten das Angriffsspiel der Gastgeber geschickt und nutzen die Räume, die sich Ihnen boten, um selbst immer wieder Nadelstiche nach vorne zu setzen. Viel mehr als ein Schuss von Christos Papadimitriou aus spitzen Winkel brachten aber auch die Moselstädter nicht mehr zu Stande. Somit ging es mit einem etwas glücklichen, aber auch nicht gänzlich unverdienten, 0:1 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit waren es dann die Gastgeber, die besser ins Spiel zurückfanden und in der 52 Minute zum Ausgleich trafen. Nachdem die Moselstädter den Ball nach einem Schuss von Bektashi nicht aus dem Strafraum klären konnten, erhielt der Gescheiterte erneut den Ball und schob aus kurzer Distanz locker zum 1:1 Ausgleich ein.

Die Trierer agierten in der Folge, sichtlich geschockt durch den frühen Ausgleichstreffer der Gastgeber, fahrig und verloren einige Bälle im Spielaufbau, wodurch es immer wieder brandgefährlich im Strafraum der Gäste wurde. Doch die Kickers aus Stuttgart konnten den zwischenzeitlichen Mangel an Konzentration der Römerstädter nicht in Zählbares ummünzen. Auch weil Josef Cinar eine Riesenchance von Weißenfels gerade noch so zur Ecke klären konnte (57. Minute).

Die Stuttgarter Kickers blieben auch weiterhin die bessere Mannschaft, Chancen waren jedoch auf beiden Seiten des Feldes Mangelware, bis Sebastian Mannström in der 77. Spielminute die anwesenden Kickers-Fans erneut zum jubeln brachte. Nach einem Abwehrfehler am rechten Strafraumrand kam der zuvor eingewechselte Mijo Tunjic an das Leder und legte auf den bereitstehenden Mannström ab, der aus 11 Metern ungehindert ins linke untere Eck vollendete.

Nur vier Minuten später hatte Christos Papadimitriou die Riesenchance zum Ausgleich, schoss aus 16 Metern allerdings links am Tor vorbei. Danach passierte nicht mehr viel und die Gastgeber aus Stuttgart gingen letztendlich als verdiente Sieger vom Platz.

Damit ist der SV Eintracht Trier 05 abgestiegen. Am letzten Spieltag geht es für die Moselstädter nur noch darum, sich einigermaßen versöhnlich aus der Regionalliga zu verabschieden (Samstag, 20.05., 14 Uhr gegen Waldhof Mannheim).

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