Neues Konzept des Festival International Echternach ab 2019

International renommierte Musikfestspiele

Echternach, den 26. März 2018. Nach dem Aus der bisherigen Trägervereinigung des seit 1975 be­stehenden Festival International Echternach soll es nach dem Willen der Stadt Echternach auch weiterhin in der Weltkulturerbe- und ältesten Stadt Luxemburgs Echternach die Internationalen Echternacher Festspiele geben. Neben der Stadt Echternach ist dies auch der Wunsch des Verwaltungsrates der von der Stadt Echternach geführten Trägervereinigung für Veranstaltungs­management und Stadtmarketing, die seit 10 Jahren auch das Kultur- und Kongresszentrum der Stadt Echternach TRIFOLION betreibt und zukünftig auch die Trägerschaft des ältesten Musikfestivals Luxemburgs übernehmen soll. 2018 soll zur Ausarbeitung eines tragfähigen Zukunfts­konzeptes genutzt werden, dessen Präsentation im Herbst diesen Jahres geplant ist.

Bis weit in die 90er Jahre galten die international renommierten Musikfestspiele von Echternach in Sachen Klassik und Klassikweltstars unangefochten als die erste Adresse Luxemburgs ebenso wie im Umkreis von 300 km. Mit Eröffnung der Staatsphilharmonie in der Hauptstadt Luxemburg und einem in nur wenigen Jahren explosionsartig gewachsenen nationalen wie grenzüberscheitenden Veran­staltungs- und Freizeitmarkt entstand in sehr kurzer Zeit ein Wettbewerb vieler Anbieter um öffentliche und private Geldgeber sowie Besucher. Für die langjährige Betreibervereinigung des Echternacher Festivals wurde es zunehmend schwierig, dem renommierten Festival Echternach in dem neu entstandenen Umfeld einen eigenen Platz zu geben.

Teil dieser Entwicklung war auch der Bau des Kultur- und Kongresszentrums der Stadt Echternach TRIFOLION und die Existenz der das Veranstaltungszentrum seit nunmehr 10 Jahren be­trei­benden städtischen Trägervereinigung für Veranstaltungs­mange­ment & Stadtmarketing, die von Yves Wengler in seiner Funktion als Bürgermeister Echternachs geführt wird. Sie verfügt über eine hauptamtliche Personalstruktur, die ganzjährig alle Fach­be­reiche der Ver­­anstal­tungs­organisation abdeckt. Seit 2014 umfasst das satzungs­gemäße Aufgabenspektrum der Trägervereinigung daneben auch das Stadtmarketing Echternach, das ganzjährig damit befasst ist, das vielfältige Angebot Echternachs aus Kulturgeschichte, Kunst, Freizeit, Natur und Events synergienbildend zur Förderung der Bekanntheit der ältesten, Weltkulturerbe- und Tourismusstadt Luxemburgs einzusetzen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen lag es bereits seit längerem nahe, auch die Zukunft und Organisation eines der ältesten europäischen Musikfestivals in die Trägerschaft der städtischen Vereinigung zu überführen. „Entscheidend geht es uns als Stadt Echternach darum, dem Festival ein Profil zu geben, mit dem es sich auf dem heutigen Veranstaltungsmarkt national wie international behaupten und mit dem es künstlerisch wie wirtschaftlich bestehen kann. Zugleich möchten wir auch unsere lokale Bevölkerung einbinden, um das Festival auch hier vor Ort in den Herzen zu verankern. Echternach verfügt als die Kulturstadt Luxemburgs und der Region mit einer über 1.000-jährigen Geschichte und einem besonderen Flair über Entwicklungspotential. Wenn ich ans Festival denke, dann war es immer auch die Kulturgeschichte und die vielen historischen Kulturstätten wie die Echternacher Basilika, die seit seiner Gründung die Idenität des Festivals massgeblich geprägt  hatten. Es ist naheliegend, dass wir hieran anknüpfen sollten, indem wir die vielen historischen Stätten und naturgeprägten Orte Echternachs in der Festspielzeit mit Musik bespielen. Mittels Kunst und Musik zeigen wir dann zugleich auch unser Kulturerbe und werten es ebenso auf. In der gezielten Einbindung des Festivals in unser Kultur- und Stadtmarketing sehen wir die Chance, unser kulturhistorisches, unser Freizeit- und auch unser von vielen Besuchern gelobtes Gastronomie­angebot zum Bestandteil auch der Festival­kon­zeption zu machen. Dies bringt einen Mehrwert für viele, der über das reine Kulturerlebnis sogar hinausgeht. Am Ende gewinnen Kultur und Musik auch über das Umfeld an Attraktivität. Hierfür benötigten wir das Stadtmarketing. Last, but not least erwarten wir uns durch diese Vorgehensweise natürlich auch ein Mehr an Besuchern, was unter Finanzierungs- wie Imagege­sichts­punkten wiederum ebenso dem Musikfestival zugute kommt“, sagt Yves Wengler.

Weil es viel zu planen gibt, soll nach dem Willen der Stadtväter 2018 der grundlegenden Neukonzeption des Festivals gewidmet sein. Letztere soll im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werdenn. „Hierfür möchten wir uns die Zeit nehmen, die erforderlich ist, denn es geht um weit mehr als das Organisieren einer Abfolge von Konzerten“, so Wengler.

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