Die Kleinen ganz groß: „Trier spielt“ zum 13. Mal

Nicht nur das Wetter war am Samstag, 11. September gut drauf. In der Trierer Innenstadt tummelten sich Hunderte von Trierer Familien, um an dem größten Spielfest der Region teilzunehmen. Unzählige Stände und Aktionen warteten hier hauptsächlich auf die Kinder.

Beim Malen und Basteln haben nicht nur die kleinen Besucher sichtlich Spaß

Die achte Klasse der Hauptschule Trier Ehrang hat sich dafür etwas Besonderes ausgedacht. Unter der Leitung von Klassenlehrerin Frau Engler wurden im Domfreihof Geschicklichkeitsspiele angeboten. Loraine und Alina (beide 13) haben beim Aufbau geholfen und das Elefantenkegeln erklärt. Wie viele feststellen müssen, ist es nämlich gar nicht so einfach, mit einem Tennisball in einem Strumpf auf dem Kopf Wasserflaschen umzuschmeißen. Wem das zu kniffelig war, der könnte an einem der zahlreichen Mal- und  Basteltischen Cola-Becher verzieren oder den Eifelturm nachbauen. Erzieherin Frau Nies vom deutsch-französischen Kindergarten betreut die Kinder während der Aktionen. „Wir machen das jetzt schon zum zweiten Mal in Folge, waren letztes Jahr auch dabei“, erklärt sie. Die sechsjährige Clarissa hatte großen Spaß beim Bekleben eines Cola-Bechers. Ihre Oma war zum ersten Mal auf dem Fest. „Trier spielt ist super für Kinder, das ist eine tolle Abwechslung!“

Mit Helm und Gurt die Wand hoch gehen

An einer Kletterwand vom Technischen Hilfswerk konnten die Kinder sich austoben

Wer eher sportbegeistert ist, konnte an der vom Technischen Hilfswerk aufgestellten und betreuten Kletterwand sein Können unter Beweis stellen. Für die kleineren Besucher war direkt nebenan ein Bobbycar-Parcours aufgebaut. Die richtig bewegungsfreudigen 8 bis 14-jährigen konnten an der Stadtrallye teilnehmen. „An 13 verschiedenen Standorten finden die Kinder Fragen, die sie beantworten müssen. Außerdem können sie an einem Gewinnspiel teilnehmen“, erklärt Jürgen Pfannkuchen vom Trimmelter Sportverein. Der Sportwart ist seit Beginn von „Trier spielt“ jedes Jahr dabei und findet das Spielfest toll.
Auf der Hüpfburg vor dem Kleidergeschäft Sinn Leffers konnten sich vor allem die kleinen Trierer austoben. Die fünfjährige Vanessa wollte am liebsten gar nicht mehr runter kommen. „Wir arbeiten uns einmal durch das ganze Programm“, erzählt ihre Mutter. „Wir waren jetzt schon mehrere Male hier und finden es schade, dass es dieses Fest nur einmal im Jahr gibt!“

Sehr großes Angebot

An der Carrerabahn hatten vor allem die Jungs ihren Spaß
An der Carrerabahn haben vor allem die Jungs ihren Spaß

Fabio(7), Lino (9) und Jonathan (5) sind begeistert von der Modell- Rennbahn in der Neustraße. Ihr Vater findet „Tier Spielt“ zwar „ganz amüsant“, ist aber der Meinung, dass der Konsum im Allegmeinen zu sehr im Vordergrund steht. „Wir kommen von einer Waldorfschule und sind es gewohnt, ein hochwertiges Programm zur Verfügung zu stellen“, erklärt er. „Hier werden so viele Stände angeboten, dass man gar nicht alle besuchen kann, und die, die man besucht, haben dann meist nur sehr wenige Plätze.“ Der Post-Sport-Telekom Trier e.V. hat für das große Spielfest in der Trierer Innenstadt auf dem Kornmarkt ein Hockeyfeld aufgebaut. „Hier können die Kinder mal ausprobieren Hockey zu spielen, und wir können den Sport vorstellen“, meint Sportwart Andrea Specht, der die Kinder- und Jugendarbeit sehr wichtig ist. „Kinder sollten die Gelegenheit haben sich zu bewegen“, findet sie.

Mit der Gondel über den Dächern von Trier

Für die musikalische Untermalung der Aktivitäten in der Nähe des Kornmarktes sorgt die Musikschule der Stadt Trier. Eine Band aus 10 bis 12-Jährigen der

Eins der Highlights des großen Spielfest: die Gondel in der Simeonstraße

Abteilung „Jazz & Rock School“ spielt hier Hits von Bon Jovi und John Lennon. Pia Langer, die Leiterin der Musikschule erklärt: „Wir wollen heute zwei unserer drei Abteilungen vorstellen, die Jazz & Rock School und die Musical School.“ Wie die Profis spielen die jungen Musiker – seit sie an der Schule sind, spielen sie in einer Band. „Das ist sehr wichtig, damit sie lernen sich aufeinander einzulassen und im Team zu arbeiten“, weiß die Leiterin. Die Reaktion des Publikums gibt ihr Recht. Die junge Band ist ein Hingucker, viele Besucher bleiben stehen und hören zu. Ein weiteres Highlight des großen Spielfestes ist die Gondel in der Simeonstraße, mit der Aussichtfahrten über den Dächern von Trier gemacht werden können. Der 10-jährige Alexander konnte seine Mama Lou zu einer Fahrt überreden. „Das hat echt Spaß gemacht, man sieht von da oben alles“, meint der Junge begeistert.  So wie wohl die meisten Besucher findet er, dass „Trier spielt“ ein voller Erfolg war.

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Lizenz und Bildnachweis: Text und Bilder von Giuliana Thomanek Creative Commons Lizenzvertrag This Werk bzw. Inhalt is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 3.0 Unported License.

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