Raspberry-Pi statt Big Bang Theory

Rund 200 Besucher tauschen sich über Minicomputer aus

Einmal im Jahr verwandelt sich die ehemalige Kapelle auf Campus II der Universität Trier in eine Art Familienfest im Elektroniklabor.

Foto: CMD
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Trier. Überall blinkt und leuchtet es, kleine Roboter fahren durch die Flure und auf einem Zeichenbrett entsteht wie von Zauberhand eine Strichzeichnung der Porta Nigra. Nein dies ist keine Folge der belieteb Sitcom Big Bang Theory auf Trierisch, sondern ein Familienfest der besonderen Art. Zwischen all den blinkenden Lämpchen und den von stiller Hand geführten Zeichenstiften drängt sich ein bunt gemischtes Publikum, welches sich die neusten Kreationen von Hobbybastlern und Experten anschauen.

Minicomputer Raspberry Pi

Die Schaltungen haben eines gemeinsam: Sie werden vom Minicomputer Raspberry Pi gesteuert. Dieser wurde für den Schulunterricht entworfen, fand aber so viel Resonanz in der Bastlerszene, dass sich weltweit Community-Treffen dazu etabliert haben. Pi and More ist das größte Treffen im deutschsprachigen Raum und fand nun zum siebten Mal statt.

Pi and More

In 23 Vorträgen und Workshops lernen Einsteiger und Experten, wie Lichter im eigenen Haus mit dem Raspberry Pi gesteuert werden können oder wie eine Wetterstation realisiert werden kann. Auch Branchenriese Microsoft kam nach Trier und verriet in der Keynote etwas über die aktuellen Pläne mit Windows 10 als Betriebssystem für den Raspberry Pi – eine Besonderheit, wird doch der Raspberry Pi üblicherweise mit dem Konkurrenzsystem Linux betrieben.

Windows vs. Linux

Begleitet wurden die Vorträge von einer großen Projektausstellung. Hier konnten sich Bastler Inspirationen holen und sich mit anderen austauschen. Selbstfahrende Roboter verschiedener Größen und Bauformen, ein elektronisch geregeltes Gewächshaus, 3D-Drucker und sogar ein aufwändig selbst gebauter Prozessor wurden gezeigt.

Organisiert vom Verein CMD- Computer, Menschen, Dinge

Der gemeinnützige Verein CMD  Sitz aus Trier war als Veranstalter sehr zufrieden. Nochmals sei die Veranstaltung deutlich gewachsen, hieß es bei den Verantwortlichen. Rund 220 Besucher wurden gezählt . „Die vielen wiederkehrenden Besucher sind eine schöne Bestätigung für unser Konzept“, sagte Guido Schmitz, einer der Organisatoren. Selbst aus Großbritannien seien Vater und Kind angereist, für die Organisatoren um Schmitz vielleicht die größte Wertschätzung.
Pi and More findet zweimal im Jahr statt – im Sommer an der Universität Trier, im Winter im Wechsel an einer anderen Hochschule der Großregion. Wo Pi and More 8 stattfinden wird, wollten die Veranstalter vom Verein für Computer, Menschen, Dinge noch nicht verraten. Sie verweisen in diesem Zusammenhang ihre Webseite. Da würde in einigen Wochen der Termin bekanntgegeben.

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