Karl-Marx-Stadt gegen Karl-Marx-Stadt

RÖMERSTROM Gladiators in den Playoffs

Am morgigen Freitag beginnen für die RÖMERSTROM Gladiators die Playoffs gegen die NINERS aus Chemnitz. Zwar gehen die Sachsen als klare Favoriten in die Best-of-Five- Serie, chancenlos sind die Mannen von Übungsleiter Marco van der Berg aber keinesfalls. Auch die Chemnitzer haben in der zurückliegenden Hauptrunde Federn gelassen. Nicht zuletzt bei der deutlichen Niederlage in Trier.

Mit einem Blick auf die Tabelle müsste eigentlich schon alles klar sein, schließlich spielt der Sechste gegen den Dritten. Dennoch begegneten sich die beiden Teams in der Hauptrunde insgesamt auf Augenhöhe. Nach der deutlichen Niederlage in der Ferne, konnten die Moselaner zumindest das Rückspiel in eigener Halle siegreich gestalten.

Die NINERS haben eine bärenstarke Hauptrunde hinter sich, an deren Ende solide 21 Siege bei neun Niederlagen zu Buche stehen. Dabei zeigten sich die Chemnitzer auch durchaus auswärtsstark. Neun Mal konnten die Spieler des argentinischen Trainers Rodrigo Pastore siegreich vom fremden Parkett schreiten. Für die Moselstädter könnte der Spielplan jedoch sehr zum Nachtteil gereichen. Auswärts präsentierten sich die Moselstädter oftmals zahnlos und verloren zehn ihrer 15 Auswärtsspiele teilweise deutlich.

Die Chemnitzer sind zwar zurecht auf Platz Drei der Abschlusstabelle und stellen mit nur 70,8 zugelassenen Punkten pro Spiel eine der besten Verteidigungen der Liga, trotzdem sollte man sich in der ältesten Stadt Deutschlands Hoffnung aufs weiterkommen machen. Denn auch in Chemnitz ist nicht alles Gold was glänzt. Da wäre zum einen die vergleichsweise eklatante Dreierquote von 32,3%, was den drittschlechtesten Wert der gesamten Liga darstellt. Zum anderen leisteten sich die Sachsen immer wieder Fehler im Spielaufbau und verursachten herausragende 16,9 Turnover pro Spiel. Diese Fehleranfälligkeit auszunutzen und in schnelle Punkte umzuwandeln, könnte ein Schlüssel zum Sieg für die Jungs aus Trier sein.

NINERS-Coach Pastore rotiert zwar viel und startet oftmals mit unterschiedlichen Lineups ins Spiel, dennoch sind es vor allem zwei Spieler, die den Unterschied machen. Da wäre zunächst Joseph Emanuel Lawson. Der 24-Jährige Power Forward legt im Schnitt 15,1 Punkte für sein Team auf und ist zu allem Überfluss auch noch der sechstbeste Rebounder der Liga. (6,9 im Schnitt). Mit seinen 111kg ist er eine echte Macht an den Brettern und versteht es seinen Körper an beiden Enden des Spielfelds geschickt einzusetzen. Der zweite herausragende Spieler ist Christopher John Carter. Der Flügelspieler, der das Basketballhandwerk an der Florida Tech University gelernt hat, zeichnet sich vor allem durch seine überragende Court Vision aus und avancierte in der Hauptrunde zum zweitbesten Vorlagengeber der Liga. Außerdem verfügt Carter über ein flinkes Händchen. 2,3 Bälle klaut der Shooting Guard im Durchschnitt pro Spiel aus den Händen seiner Gegenspieler.

Trotz der beiden herausragenden Akteure, müssen die NINERS Chemnitz als Kollektiv verstanden werden, das mit vielversprechenden Nachwuchsspielern und Führungskräften gespickt ist. Schaffen es die Trierer das Team um Carter und Lawson in Schach zu halten, ist in der am 07. April beginnenden Playoffrunde alles möglich.

Dabei wird es auch wichtig sein, dass sich die Gladiators aus Trier auf ihre eigenen Stärken berufen. Immerhin sind die Moselstädter eine der besten Rebounder der Liga. Gerade am offensiven Board gibt es keine Mannschaft in der ProA, die so oft erfolgreich zupackt wie die Jungs von Trainer Marco van der Berg. Schafft man es zudem die potente Offensive der Chemnitzer wie im Heimspiel Anfang Februar auszuschalten, sollte es möglich sein, sich in der Richard-Hartmann-Halle eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten.

Die Spieler fahren auf jeden Fall mit einem klaren Ziel gen Osten, oder wie Big-Man Kilian Diez sich ausdrückt: „Wir haben letztes Jahr gegen Kirchheim gezeigt, dass der Tabellenplatz nicht ausschlaggebend ist. Ich fahre nicht nach Chemnitz, um zu verlieren. Das ist nicht meine Mentalität und das ist auch nicht die Mentalität der Mannschaft.“

Tip-Off zum ersten Playoff-Duell mit den NINERS ist am morgigen Freitag um 19:30 Uhr. Das Spiel wird nicht live übertragen.

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