Trierer Miezen vor Spiel in Bietigheim: „Aus unseren Fehlern werden wir lernen“

Zwei Siege, drei Niederlagen

Von Laura Schröter

Die Trierer Handball-Miezen konnten die ersten beiden Spiele der Rückrunde gegen Koblenz und Bensheim gewinnen. Das neue Jahr starteten sie allerdings mit drei Niederlagen gegen Leipzig, Leverkusen und Blomberg. 5vier.de sprach mit Miezen-Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez und ihrer Spielerin Mégane Vallet, die für sie dolmetschte, über die vergangenen Spiele, die bevorstehende Partie am Samstag, den 18. Januar gegen Bietigheim und über die unglücklichen Verletzungen im Team.

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Cristina Cabeza Gutiérrez (links) und ihre Spielerin Mégane Vallet

Das vergangene Jahr konnten die Trierer Miezen nach zahlreichen Aufs und Abs dennoch mit zwei Erfolgen beenden: Gegen Koblenz-Weibern und gegen Bensheim-Auerbach konnten zwei hart umkämpfte Siege vor der heimischen Kulisse in der Arena Trier eingefahren werden. Mit dieser Motivation im Rücken und neuem Schwung sollte in das neue Jahr gestartet werden. Doch dies gelang leider nicht. Gegen Leipzig, Leverkusen und Blomberg-Lippe mussten die Handballerinnen aus Trier drei Niederlagen in Folge einstecken. Im zweiten Spiel des Jahres gegen Leverkusen verletzte sich darüber hinaus ausgerechnet die frisch zugestiegene Franziska Garcia Almendaris, die mit insgesamt elf Toren in ihren ersten drei Spielen für die Miezen eine echte Stütze war.

Was ist nun in den Partien gegen Koblenz und Bensheim besser gelaufen? Schon vor Beginn der Rückrunde sei das Team in einer guten Verfassung gewesen, es habe gut gearbeitet, so Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez. „Die Spielerinnen wussten, wie wichtig es war, diese Spiele zu gewinnen und haben mit der Zeit auch immer besser die Philosophie der Trainerin verstanden, wodurch wir auch immer mehr zusammenhalten konnten“, übersetzt Mégane Vallet aus dem Spanischen ins Deutsche. Franziska Garcia Almendaris als Neuzugang habe des Weiteren für Motivation und frischen Schwung gesorgt, sie habe eine wichtige Rolle übernommen.

Ein Fünkchen Hoffnung

An einen Sieg gegen den Tabellenzweiten Leipzig hat dagegen niemand so wirklich geglaubt – ein Fünkchen Hoffnung war allerdings vorhanden. Leipzig trat mit insgesamt sieben Ausfällen gegen die Miezen an: In einem hart umkämpften Spiel verloren die Triererinnen schließlich mit 22:28 (9:13). „Auch wir haben nicht erwartet, dass wir gewinnen können. Wir hatten fünf Spiele in zwei Wochen, da lag unser Fokus nicht unbedingt auf diesem Spiel. Gegen Leipzig hat auch mal die ein oder andere Spielerin gespielt, die sonst eher weniger zum Zuge kommt. Es ging eher darum, ein gutes Spiel zu machen“, sagt Gutiérrez. Gegen Leverkusen und Blomberg-Lippe hingegen waren vielleicht mehr Chancen vorhanden: Woran hat es gelegen, dass jeweils vor allem in der zweiten Halbzeit das zuvor starke Spiel einbrach?

„Wir sind ja ganz gut gestartet, mit Franzi [Franziska Garcia Almendaris, Anm. d. Red.] hatten wir Alternativen, die fehlten, nachdem sie sich verletzt hat“, dolmetscht Vallet. Gegen Blomberg-Lippe habe man hingegen mehr Fehler gemacht als in den Spielen zuvor, auch in Überzahlsituationen habe man viele Bälle verschenkt. „Als wir dann gegen Ende zurück kommen konnten haben wir auch zu viele Konzentrationsfehler gemacht. Positiv ist aber, dass wir trotzdem immer wieder gute Phasen hatten und aus den Fehlern für die nächsten Spiele lernen werden“, erzählt die Trainerin.

Von Anfang an konzentriert und diszipliniert

Gegen Bietigheim am Samstag sei natürlich das Ziel, die zwei Punkte am Ende mitnehmen zu können. „Die Mannschaft aus Bietigheim hat gerade den Trainer gewechselt: Das kann natürlich positiv sein, aber auch eher negativ, wenn die Spielerinnen nervös sind“, sagt Gutiérrez. Die Mannschaft müsse von Anfang an konzentriert und diszipliniert an das Spiel herangehen und auch aggressiv spielen. „Die Spielerinnen aus Bietigheim werden versuchen, unseren Fluss zu unterbrechen, das müssen wir natürlich verhindern“, übersetzt Mégane Vallet.

Der Ausfall von Franziska Garcia Almendaris kommt zu diesem Zeitpunkt natürlich sehr ungelegen. „Sie kam ja, um den Ausfall durch Silvia Solic zu kompensieren. Ein Kreuzbandriss ist eine sehr langwierige Verletzung, allerdings hat Franzi sich jetzt gegen eine Operation entschieden“, so Gutiérrez. Dies sei allerdings mit Vorsicht zu genießen, da man nicht wisse, wie stabil die Lage dann sei. Zu hoffen sei, dass Almendaris in fünf bis sechs Wochen wieder zum Einsatz kommen könne. Aber Cristina Cabeza Gutiérrez ist nicht nur Trainerin: Sie hat auch eine Spielberechtigung, wodurch sie auch als Alternative in Frage käme. „Dies ist allerdings ziemlich schwierig, weil Cristina ja meistens nur als Trainerin dabei war – und nicht selbst mit trainiert hat“, so Mégane Vallet.

Zum Schluss erzählt Gutiérrez noch von einem Sprichwort, das sie in der vergangenen Zeit von einigen Bekannten aus Spanien zu hören bekommen hat: „La alegría dura poco en el casa del pobre“ – In den Häusern der Armen dauert das Glück nicht so wirklich lange. Doch das bleibt nicht zu hoffen, denn auch Bietigheim steht nur zwei Tabellenplätze vor den Miezen: Und die Motivation scheint bei unseren Triererinnen eindeutig vorhanden!

Das nächste Spiel:
Samstag, 18. Januar, SG BBM Bietigheim – DJK/MJC Trier
Anwurf ist um 20 Uhr in der Sporthalle am Viadukt Bietigheim.

 

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