Atomwaffenfrei bis 2020

Trier setzt ein Zeichen und hisst die Friedensfahne

68 Jahre ist es her, seit in Hiroshima und Nagasaki die Atombomben fielen und noch immer hat sich nicht viel geändert. Es ist das altbekannte Bild: Die Atommächte weigern sich vollständig atomar abzurüsten und die Nicht-Atomwaffenstaaten können daran nichts ändern. Deswegen startete die internationale Nichtregierungsorganisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) im Oktober 2003 die Kampagne „2020 Vision“ (atomwaffenfrei bis 2020). Ziel ist es, für eine Atomwaffenkonvention einzutreten, mit der die Abrüstung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 verbindlich vereinbart wird. Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe wird aus diesem Grunde die „Friedensfahne“ am Freitag, 8. Juli um 11.15 Uhr vor dem Rathaus hissen lassen.

Mayors for Peace ruft ihre momentan 7.095 Mitgliedsstädte in 161 Ländern auf (Stand: 1. Juli 2016), die Kampagne zu unterstützen, um sich so in die Verhandlungen über Atomwaffen einzumischen. Als anerkanntes Mitglied seit Juni 2010 setzt auch Trier sein Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt und hisst die Flagge.
Bereits seit 2005 nehmen die Mayors for Peace bei den jährlichen Verhandlungen über den Atomwaffensperrvertrag in New York, Genf und Wien teil.

Die konkreten Ziele:

  • ein verbindlicher Zeitplan, bis wann alle Atomwaffen abgeschafft werden sollen,
  • eine Atomwaffenkonvention abschließen,
  • und schließlich eine atomwaffenfreie Welt bis 2020.

„Dieses Ziel ist nicht unrealistisch. Schließlich haben wir bereits eine Chemiewaffen- und eine Biowaffenkonvention. Fehlt noch eine Atomwaffenkonvention. Die Idee des Bürgermeisters von Hiroshima, für eine solche Atomwaffenkonvention einzutreten, mit der die Abrüstung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 verbindlich vereinbart wird, hat unter den Nichtregierungsorganisationen weltweit gezündet.“

Atomwaffen wurden entwickelt, um zu töten und ganze Städte auszulöschen. Wer könnte deshalb eher ein Zeichen setzen, als die Bürgermeister der Städte auf dieser Welt selbst?
Die Botschaft ist eindeutig:

„Städte sind keine Zielscheibe“

 

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