Basketball: Immovesta Dolphins ärgern Meister RSV Lahn-Dill

Zum Abschluß der Hauptrunde in der diesjährigen RBBL-Saison zeigte der Trierer Rollstuhlbasketball-Bundesligist im Spiel gegen den Tabellenführer und amtierenden Deutschen Meister RSV Lahn-Dill ein beherztes Spiel. Letztendlich musste sich der Gastgeber zwar erwartungsgemäß dem Top-Team aus Wetzlar mit 74:88 (23:21; 43:44; 57:72) geschlagen geben, zwang dabei aber die Hessen zu einer Energieleistung, um einen hart erkämpften Sieg einzufahren.

Die personellen Vorzeichen vor dem Spiel waren aus Sicht der Gastgeber nicht optimal, konnten sowohl Tara Feser, Kendra Ohama und James Stewart gar nicht (Ohama) oder eben nur bedingt aufgrund von Erkrankungen unter der Woche eingesetzt werden.

Nach fünf Spielminuten sah es zunächst nach dem von allen erwarteten Spielverlauf aus (6:14), aber angetrieben von einem wiederum überragenden Liga-Topscorer Dirk Passiwan (35 Punkte, 16 Rebounds, 4 von 6 Dreier), kämpften sich die Trierer im weiteren Verlauf zurück in die Partie und konnten ab der siebten Minute (16:14) stets die knappe Führung bis kurz vor dem Halbzeitpfiff, der gut leitenden Unparteiischen, behaupten.

Den Hessen gelang es allerdings im 3. Spielviertel für eine Vorentscheidung zu sorgen und so doch noch ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Speziell zwischen der 23. und 26. Spielminute, als man eine Schwächephase der Gastgeber entscheidend ausnutzte, setzte sich das Team von Coach Nicolai Zeltinger binnen drei Minuten mit einem komfortablen 12-Punkte-Vorsprung ab (54:66, 28. Minute). Die Offensivqualitäten der Trierer konnten in dieser Phase des Spiels entscheidend von der stärksten Defensiv-Mannschaft der Liga eingeengt werden und auch das Doppeln von Dirk Passiwan zeigte dabei nachhaltig seine Wirkung.

Dies sollte aber der guten Vorstellung der Trierer an diesem Tag keinen Abbruch tun, denn alle die gedacht hatten, die Dolphins würden nun vor dem Schlussviertel (57:72) einbrechen, sahen sich getäuscht. Mit einer weiterhin engagierten Leistung konnten die Trierer das Schlussviertel gar wieder knapp für sich entscheiden (17:16). Zwar kam Dirk Passiwan in der zweiten Halbzeit nicht mehr so zum Zuge wie gewohnt, dabei waren es aber jetzt seine Teamkollegen, allen voran wieder eine stark aufspielende Janet McLachlan (20 Punkte, 12 Rebounds) und der stets quirlige Playmaker Chad Jassman (10), die ihr Team im Spiel hielten.

Spielertrainer Dirk Passiwan war so nach dem Spiel Stolz auf sein Team, das an diesem Spieltag, obwohl es für beide Seiten um nichts mehr ging, Charakter bewiesen hatte. Wenngleich über den Sieger des Spiels keine Zweifel mehr bestanden, konnten die Trierer so für einen ansprechenden Saisonausklang sorgen und gleichzeitig Werbung in eigener Sache für ihren Auftritt im Europapokal am nächsten Wochenende betreiben.

Es spielten (in Klammern Korbpunkte)

Ewertz, Feser (1), Herrmann (4), Jassman (10), Jewells (n.e.), McLachlan (20), Moseley-Williams (2), Ohama (n.e.), Passiwan (35), Schmitz (2) und Stewart.

 

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