Bezirksliga: Ein lupenreiner Hattrick und stubenreiner Budenzauber

von Stephen Weber

Es war ein torreiches Wochenende in der Bezirksliga-West – 37 Tore in acht Begegnungen. Der Hauptleidtragende dieses Budenzaubers war der SV Konz, der beim SV Mehring II mit 0:6 unter die Ketten kam. Stürmer Christian Alt gelang hierbei in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick. Aber auch der SV Krettnach und der SV Leiwen-Köwerich ließen es beim 3:3 im Krisengipfel ordentlich klingeln. 5vier.de liefert ihnen die Zusammenfassung des fünften Spieltags.

SV Mehring II – SV Konz 6:0 (3:0)

Konz wartet weiterhin auf den ersten Dreier in dieser Saison. (Foto: Andreas Gniffke)

Mehring kantert, Konz kentert. Der SV Mehring II feierte am Wochenende mit dem 6:0 über Konz den vierten Sieg im fünften Spiel. Ein Mann avancierte bei diesem Fußballfeuerwerk zum gefeierten Helden des Spieltages: Stürmer Christian Alt gelang in den ersten 25 Minuten der Partie ein lupenreiner Hattrick und sorgte dadurch früh für klare Verhältnisse auf dem Rasen. Sein Coach Markus Kuhnen meinte dazu: „Der Sieg war in der Höhe verdient. Meine Mannschaft hat vor allem in der ersten Halbzeit super nach vorn agiert, sodass wir schnell in Führung gehen konnten.“

Mit dem 3:0-Vorsprung im Genick taten sich die Gastgeber allerdings in der zweiten Halbzeit anfangs etwas schwer gegen Konzer Spieler, die um Schadensbegrenzung bemüht waren. Doch all das Aufbäumen half nichts. Durch Lukas Müller (75.), Patrick Jäckels (77.) und Andreas Kaufmann (87.) wurde die Demontage auf 6:0 hochgeschraubt. „Drei wirklich erstklassige Tore“, wie Markus Kuhnen anmerkte. Konz steht nach dieser Niederlage weiterhin sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz, während Mehring punktgleich mit Wittlich an der Tabellenspitze quartiert.

SG Laufeld – SG Irsch 0:1 (0:0)

Was für eine Woche: Binnen nur sechs Tagen konnten die Irscher um Trainer Peter Schuh ihren dritten Sieg feiern. Nach Großkampen und Ruwertal bezwangen sie durch einen spielstarken Auftritt aufopferungsvoll kämpfende Laufelder mit 1:0. Wie schon so oft war hierbei der goldene Fuß von Lukas Kramp der Schlüssel zum Erfolg. Doch der Reihe nach: In der ersten Halbzeit waren die Verhältnisse auf dem Rasen ausgeglichen. Beide Teams tasteten sich verhalten ab und spielten auf Sicherheit. Erst in der 24. Minute kam Feuer ins Spiel, als Laufeld eine große Gelegenheit zur Führung vergab – mit gravierenden Folgen, wie sich später herausstellte.

Denn das war für die Gäste aus dem Saargau das Aufwach-Signal: Von da an war Irsch die spielerisch überlegene Mannschaft und bestimmte den Spielfluss. Allein Lukas Kramp und Keven Schuh hatten mehrmals die Möglichkeit zum Torerfolg auf dem Fuß, ließen sie aber leichtsinnig verstreichen. Nur in der 55. Minute sollten ihre Bemühungen zum Erfolg führen, als sie in einer wunderbaren Kombination die Laufelder Abwehr überlisteten und Kramp das 1:0 perfekt machte. Bei diesem Stande blieb es, trotz vieler Konterchancen der Gäste, bis zum Spielende und Peter Schuh meinte dazu: „Das war heute eine gute Leistung und ein verdienter Sieg. Laufeld war in der zweiten Halbzeit vor allem durch Standards gefährlich und wenn man nur 1:0 führt, kann immer etwas gefährliches passieren.“ Dank dieses Sieges rutscht Irsch nun auf den vierten Tabellenplatz empor – eine Tatsache, die den Trainer erfreut: „Das ist beruhigend für uns, weil wir jetzt mehr Planungssicherheit haben. Jetzt können wir auch mal ein bisschen testen und rumprobieren in den nächsten Begegnungen.“

SG Ruwertal – SV Dörbach 2:1 (1:0)

Gelunge Heimpremiere für die SG Ruwertal (Foto: Anna Lena Grasmueck)

Heimpremiere geglückt. Die Spielgemeinschaft aus dem Ruwertal konnte ihr erstes Bezirksliga-Heimspiel seit über einem Jahrzehnt erfolgreich gestalten. Gegen ersatzgeschwächte Dörbacher gelang ihnen dank eines Foulelfmeters und eines listigen Martin Flesch ein spannender 2:1-Erfolg. Allerdings bestimmten zunächst die Salmtaler das Spielgeschehen, kontrollierten das Mittelfeld und verfügten über optische Feldüberlegenheit. Nur ein Tor, das wollte ihnen nicht so Recht gelingen. Mostafa Ichaoui brachte gar das Kunstück fertig, den Ball aus zwei Metern über das leere Gehäuse des Gegners zu bugsieren. Und die Rache auf diesen fatalen Fehlschuss folgte auf dem Fuß: Ruwertal bekam im Gegenzug einen Elfmeter zugesprochen, den Karsten Willems in der 42. Minute zum 1:0 verwandelte.

Dörbachs Trainer Rudi Jung war nach Spielende leicht verstimmt über den Verlauf des ersten Spielabschnitts: „Wir waren am Anfang klar besser, nur haben wir es versäumt, ein Tor zu erzielen. Das ist natürlich sehr ärgerlich.“ Als dann in der 55. Minute Martin Flesch mit viel Körpereinsatz einen Ball in der Defensive des SV eroberte und diesen zum 2:0 versenkte, war das Spiel vorentschieden. Zwar versuchte Dörbach nochmal viel und Julian Roderich gelang in der 90. Minute noch der 1:2-Anschlusstreffer, doch dies war letztendlich nur Ergebnis-Chirurgie. Ruwertal gewinnt und Rudi Jung grantelt über die verlorenen Punkte: „Ein Unentschieden wäre sicherlich verdient gewesen, besonders für die Moral meiner Jungs. Aber unter dem Strich muss man anerkennen, dass heute einfach die effektivere Mannschaft gewonnen hat.“

SG Ralingen – SG Zell 3:1 (1:0)

Ralingen startete stark in die Partie und wollte von Beginn an zeigen, wer das Sagen auf dem Grün hat. So erspielten sie sich früh gute Gelegenheiten und durften schließlich in der 20. Minute erstmalig jubeln: Ein dreifacher Doppelpass düpierte die gesamte gegnerische Abwehr und führte zum zeitigen 1:0-Torerfolg der Hausherren. Trainer Peter Löw war aufgrund des frühen Treffers zufrieden: „Das war eine tolle Kombination. Aber danach hatten wir plötzlich einen Riss im Spiel. Zell war dann stärker und wir standen aufeinmal gehörig unter Druck“ Der Höhepunkt der Gäste-Offensive war ein hoher Ball, den Ralingens Abwehrspieler Benedikt Schroeder in höchster Not per Kopf von der Linie kratzen konnte. Chance vertan.

Ihren Spielrhythmus fanden die Platzherren zur Freude ihrer Anhänger in der zweiten Spielhälfte wieder. Erst war es Daniel Morgen (50.), dann Daniel Barth (56.), die auf 3:0 erhöhten und die Spannung aus der Partie nahmen. Von da an stand bürokratische Ergebnisverwaltung auf dem Tagesprogramm, die nur durch das Freistoßtor von Tobias Lauterborn (80.) zum finalen 1:3 kurzzeitig aus den Fugen geriet. Denn es sollte die letzte Aktion in einem kämpferischen, aber dennoch ansehnlichen Spiel gewesen sein. Eine Analyse, die Coach Löw so bestätige: „Ich würde sagen, das war heute ein nicht unverdienter Arbeitssieg.“

Die weiteren Partien

Samstag, den 01.09.2012
SV Krettnach – SV Leiwen-Köwerich 3:3
SG Auw – SG Oberweis 5:3

Sonntag, den 02.09.2012
SV Föhren – SG Wittlich 1:3
SG Großkampen – SG Osburg 2:3

SG Ralingen SPIELFREI

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