Buntes: Amerika in der Eifel – Tag der offenen Tür in Spangdahlem

Am letzten Juli-Wochenende lockte die U.S. Air Base in Spangdahlem mit einem Tag der offenen Tür zahlreiche Besucher in die Eifel. 5vier.de war vor Ort.

Zum ersten Mal seit Jahren stand die Air Base wieder zivilen Besuchern offen. Mit gut 50 000 hatten die Gastgeber des 52nd Fighter Wing der Spangdahlem Air Base kalkuliert. Eine Zahl, die hoch erscheint, dem tatsächlichen Zustrom aber durchaus gerecht werden dürfte. Vor allem die Bewohner der Dörfer in der unmittelbaren Umgebung des U.S.-Luftwaffenstützpunktes nutzten die Chance, einen Blick hinter die Zäune zu werfen, die sie sonst von ihren amerikanischen Nachbarn trennt. Aber auch aus Luxemburg und Holland reisten Schaulustige an.

Hinter diesem Schild beginnt US-amerikanisches Hoheitsgebiet (Foto: Ingrid Ewen)

In Geduld üben musste sich, wer erst mittags der Kälte trotzen wollte. Stand man vormittags gegen elf Uhr nur knapp eine halbe Stunde an, um die Sicherheitskontrolle zu passieren, musste man eine Stunde später schon die doppelte Wartezeit einkalkulieren. An zwei Zugangspunkte nahmen Soldaten der U.S. Air Force Taschenkontrollen vor, ehe die Besucher einen Metalldetektor-Test überstehen mussten. Rigoros zurückgeschickt wurde, wer verbotene Gegenstände oder Substanzen mit sich führte. Darunter fielen aufgrund von Sicherheitsbedenken auch Skateboards, Inlineskates oder Glasflaschen.

Wer die Überprüfung bestand, konnte einen der Shuttlebus besteigen, die die Besucher zum Festgelände brachten. Trotz der Bezeichnung „Open House“ stand den Besuchern keineswegs die gesamte Einrichtung offen. Flugzeughangar und ähnliche Einrichtungen waren nach wie vor Sperrzone. Wer allerdings einen amerikanischen „Sponsor“ hatte, der im Vorfeld einen Besucherpass besorgte, oder selbst über einen Arbeitsplatz auf dem Stützpunkt samt entsprechender Zugangsberechtigung verfügte, konnte sich etwas freier bewegen.

Das Programm des „Open House“ bot vor allem Kampfjet-Fans viel. Von den in Spangdahlem stationierten A-10-Jets, genannt „Warthog“ („Warzenschwein“) über F-16-Kampfflugzeuge gab es außerdem polnische und französische Jets zu bestaunen. Auch ein Transportflugzeug der polnischen Luftwaffe gehörte zu den Blickfängen. Die deutsche Luftwaffe steuerte ebenfalls einige Jets als Blickfänger zum Programm bei. Die Piloten der Flugzeuge ließen es sich nicht nehmen, Fragen von flugbegeisterten Zuschauern persönlich zu beantworten. Auch eine Flugshow gehörte zum Programm.

Einen Learjet als privates Transportmittel kann sich kaum jemand leisten (Foto: Ingrid Ewen)

Den kleinen Hunger zwischendurch konnte man mit typisch amerikanischen Gerichten von Hot Dogs bis zu Barbecue-Ribs stillen. Auch eine kleine Verbeugung vor dem Gastland fehlte nicht: Bratwurst mit Pommes gab es ebenfalls. Beim gemeinsamen Essen konnte man trotz unterschiedlicher Vorlieben feststellen, dass Deutsche und Amerikaner sich trotz aller Unterschiede doch in einem einig waren: „It’s too damn cold today!“

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