Buntes: Das neue Gebäude J der BBS – Lernen in guter Umgebung

Am 2. September wurde das komplett sanierte Gebäude J wiedereröffnet. Auf die Schüler der Berufsbildenden Schulen Trier (BBS) wartet nun ein kernsaniertes Gebäude mit besserem Energieverbrauch und (hoffentlich) besserer Lernumgebung.

Lisa und Laura (v.l.): "Die Toiletten sind sauber aber leider weit weg." Foto: Stefanie Braun

Wie die Stadt Trier bereits berichtete wurde das Gebäude J der BBS saniert und neu eröffnet. 19 Monate hat es gedauert und 200 Handwerker aus acht Ländern waren von Nöten um die stattlichen 5350 Quadratmeter wieder in Schuss zu bringen. Insgesamt verschlang das Projekt „Gebäudesanierung“ 6,4 Millionen Euro. Doch es hat sich gelohnt. Das Gebäude J der BBS Trier erstrahlt wieder in neuem Glanze, nachdem es jahrelang sehr marode ausgesehen hatte. Am 8. August startete die Schule für gleich drei Berufsbildenden Schulen: die BBS Gewerbe & Technik, BBS Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialpflege und die BBS Wirtschaft, im neuen alten Schulhaus.

Herr Winkel findet das neue Gebäude "optisch schön" - seit 1981 ist er Lehrer für Betriebswirtschaft. Foto: Stefanie Braun

Das vierstöckige Gebäude besitzt nun einen frischen Anstrich, ein neues Servicegebäude, eine Laubengangerschließung im Dachgeschoss und zudem einen Aufzug zur barrierefreien Erschließung. Die gr0ßen, dreifachverglasten Fenster, dazu eine mit Wärmepumpe betriebene Fußbodenheizung und eine dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, verbessern das Raumklima und sparen Strom sowie Heizkosten. Die verbesserte Akustik sorgt dafür, dass selbst Schüler in den letzten Reihen alles mitbekommen was auf der anderen Seite des Pults so von sich gegeben wird.

Gesundheitsschädigende Stoffe, wie asbesthaltige Heizungsrohrverkleidungen, schädliche Parkettkleber und PCB-haltige Fensteranstriche wurden erst während der Bauphase entdeckt und in einem direkt mitentsorgt. Dies führte zu einem unerwarteten Anstieg der Kosten von 425.000 Euro, die man aber gerne in Kauf genommen hatte im Angesicht der sonstigen Gesundheitsgefährdung. Am 4. Januar 2010 hatte man mit der Sanierung begonnen und alles so schnell wie möglich durchgezogen, 1 1/2 Jahre später zeigt sich nun das Ergebnis.

Sezer und Steven (v.l.) finden die Klimaanlage gut, aber die Stühle unbequem. Foto: Stefanie Braun

5vier.de hat sich auf dem Schulhof mal umgehört. Fragt man die Schüler wie ihnen die neue Aufmachung des Gebäudes gefällt sind die Meinungen bis auf kleine Details meist positiv. So kann die Sauberkeit der Toiletten punkten, allerdings wird bemängelt, dass sie relativ weit weg sind. Die neuen Möbel gefallen werden aber gemeinhin als unbequem und die Tische als zu eng für zwei Schüler nebeneinander bewertet.

Die Anschaffung einer Klimaanlage wird durchweg gut geheißen, allerdings funktioniert sie momentan noch nicht. Ebenso zweigeteilt sind die Schüler was die neue Regelung der Türen angeht, denn wenn man fünf Minuten zu spät kommt, lassen sie sich nur noch von innen öffnen. Die Angst vor einem Amoklauf war hier der treibende Motor, diese stößt bei manchen Schülern allerdings auf Stirnrunzeln. „Ein Amoklauf ist auch während der Pausen nicht unmöglich“, geben sie zu bedenken.

Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Sanierung bei den Schülern generell positiv ankommt, das neue Schulgebäude ist allgemein „cool“ und „schön“. In den Augen der Schüler bleibt allerdings auch nach wie vor das, was es auch vorher war: ein Schulgebäude.

5vier.de wünscht allen Schülern und Lehrern viel Spaß und Erfolg im neuen und frisch renovierten Gebäude J der BBS Trier.

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