Daniela Filip übernimmt die Miezen

Trainerfrage geklärt

Lange war es ruhig geworden um die Trierer Bundesliga-Handballerinnen, jetzt können die Verantwortlichen zumindest auf der wichtigen Trainerposition Vollzug melden. Daniela Filip ist neue Trainerin der Miezen. Die gebürtige Rumänin kommt vom Ligakonkurrenten BSV Sachsen Zwickau und hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. In der kommenden Woche sollen die Spielerinnen Filip kennenlernen.

Daniela Filip coacht ab der kommenden Saison die Miezen. Foto: BSV Sachsen Zwickau

Daniela Filip coacht ab der kommenden Saison die Miezen. Foto: BSV Sachsen Zwickau

Trier. Die Trainerfrage ist nach wochenlangen Verhandlungen beendet. Daniela Filip, ist nach der Rückkehr von Cristina Cabeza in ihre spanische Heimat, künftig für die sportlichen Geschicke zuständig und soll helfen die Miezen in der 2. Liga zu etablieren. „ Wir hatten viele Anfragen, haben viele Gespräche geführt, hatten bei Daniela aber von Anfang an ein gutes Gefühl“, sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech und ergänzt: „Ihre Erfahrung, vor allem in der 2. Liga, ist für uns sehr wertvoll.“

Erfahrung hat die 45-Jährige in der Tat jede Menge vorzuweisen, egal ob als Spielerin oder Trainerin. Als Aktive lief Filip – seit 1992 in Deutschland – in der 2. Bundesliga unter anderem für den SV Allensbach, die Füchse Berlin und den VfL Waiblingen auf, trug ebenfalls das Nationaltrikot für Rumänien. Nach der aktiven Karriere sammelte die gelernte Versicherungskauffrau in Schöndorf, Grenzach, Bietigheim und zuletzt in Zwickau Erfahrungen als Trainerin sowie Jugendkoordinatorin.

Jugend ist ein gutes Stichwort, wenn man die Rumänin nach den Beweggründen ihres Wechsels an die Mosel fragt, immerhin verpasste der BSV, mit Filip als Cheftrainerin, den Aufstieg in der abgelaufenen Saison nur um Haaresbreite. Warum also Trier? „Trier ist eine große Herausforderung, nicht nur weil es als Absteiger schwer ist“, sagt Filip und fügt hinzu: „Die Jugendarbeit ist im Verein in Vergessenheit geraten, dabei bestehen hier optimale Möglichkeiten. DHB-Stützpunkt, Internat, wenig Konkurrenz im Umkreis – Trier muss wieder das Sammelbecken für Talente aus der Region werden!“

Und genau diesen Weg will die 45-Jährige wieder einschlagen: „Talente aufzubauen, junge Spielerinnen einzubauen, das ist ein großer Reiz, dem ich mich stellen möchte.“ Der Jugend also eine Chance, was gleichzeitig auch heißt, die Erwartungen für die kommende Saison realistisch zu sehen. „Die kommende Saison wird nicht einfach“, sagt Filip und erhält dahingehend auch Unterstützung aus der Führungsetage. „Als Saisonziel den direkten Wiederaufstieg auszugeben wäre fahrlässig. Für uns geht es erst einmal darum, in der 2. Liga Fuß zu fassen“, so Brech.

Mit Zielsetzungen will sich Filip, die in der kommenden Woche mit dem Training beginnen wird, ohnehin zurückhalten, denn aktuell geht es vor allem um die Kadergestaltung. Offen sind immer noch die Personalien Megane Vallet und Andrea Czanik, zudem wird Esther Mohr nach ihrer Schulteroperation wohl frühestens Ende des Jahres wieder einsatzfähig sein. Das erste offizielle Punktspiel bestreiten die Moselstädterinnen am 5. September (18 Uhr) in der ersten Runde des DHB-Pokals bei Ligakonkurrent TV Beyeröhde. Eine Woche später (12. September, 18 Uhr) startet die Saison 2015/2016 mit der Partie in Neckarsulm.

 

Von Franzi Garcia

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