Die Gladiators feierten zu früh Weihnachten

Den Abschluss der Hinrunde markieren für die Trierer drei Niederlagen

In der Spielankündigung hatten wir den Satz von Simon Schmitz, Point Guard der Gladiators Trier oben an gestellt: „Am Ende gewinnt das Team, das mit dem Kopf weniger in der Weihnachtspause ist.“: Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Basketball-Bundesliga, verloren die Gladiators Trier mit 70:63 (36:29) in der InselPark-Halle gegen die Hamburg Towers.

Trier / Hamburg. Da wird nicht viel zu feiern sein für den Head-Coach der Gladiators, Marco van den Berg. Denn er wird sich mit dem inzwischen dritten Niederlage in Folge auseinander setzen müssen: Die Auswärtsniederlage gegen Chemnitz, die Heimspielniederlage gegen die Kirchheim Knights und die aktuelle Niederlage in Hamburg bedeuten wahrscheinlich weniger „Pause“ und mehr Training während der folgenden 12 Tage.

Der nächste Gegner wartet schon am 2. Januar 2016 auf die Gladiators: Die Finke Baskets aus Paderborn läuten die Rückrunde in der 2. Basketball Bundesliga ProA ein. Beim Hinspiel am 11. Oktober verabschiedeten sich die Gladiators zwar mit einem 72:65 Sieg aus Paderborn.

Doch die Baskets wollen sich in Trier revanchieren, das ist sicher. Auch den Spitzenreiter Jena brachte die Baskets gestern ins Schwitzen, so dass der Sieg der Jenaer (71:63) gegen den Tabellendreizehnten (siehe unten) nicht einfach als Weihnachtsgeschenk vom Himmel fiel.

Das gestrige Spiel der Gladiators in Hamburg fasst Stefan Kölbel, der Pressesprecher der Gladiators Trier, für uns zusammen:

Headcoach Marco van den Berg startete mit Kevin Smit, Brandon Spearman, Sebastian Herrera, Dwayne Evans und Jack Eggleston in die Partie gegen den Tabellenfünften und sah einen schwungvollen Start seiner Schützlinge. Bereits nach wenigen Augenblicken führten die Gäste mit 0:4, ehe auch die Hausherren langsam ins Spiel fanden. Vor allem Bazoumana Kone (4 Punkte) und der Ex-Trierer Stefan Schmidt (4 Rebounds) zeigten auf Seiten der Gastgeber im ersten Viertel eine gute Leistung. Im Dress der Gladiatoren war es der wiedergenesene Justin Raffington (6 Punkte/3 Rebounds), der sich immer wieder in Szene setzen konnte. Nach einem 6:0-Lauf der Moselaner vor Ablauf des ersten Spielabschnitts, ging es mit einem Stand von 16:16 in die Viertelpause.

In die zweiten zehn Minuten erwischten dann die Hamburger den besseren Start. Mit einem satten 7:0-Lauf setzte sich das Team von Headcoach Hamed Attarbashi zum ersten Mal im Spielverlauf auf ein 23:16 ab und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Durch eine 11%ige Dreierquote und nur 57% getroffenen Freiwürfen schafften es die Gladiators vor der Halbzeit nicht noch einmal näher heran zu kommen und so notierten die Statistiker einen Halbzeitstand von 36:29 zu Gunsten der Towers.

Das dritte Viertel gehörte dann voll und ganz den Gästen: Vor allem Justin Raffington und Dwayne Evans zogen das Spiel immer weiter an sich und holten zusammen 13 Punkte sowie 6 Rebounds. Auch von der Dreierlinie gelangen den Gladiators nun zum ersten mal Punkte durch Kevin Smit. Dank eines 8:0-Laufs zum Ende des dritten Spielabschnitts gingen beide Mannschaften mit einem Punkt Unterschied (49:48 für Hamburg) in das alles entscheidende Schlussviertel.

Diesmal waren es jedoch die Towers, die alles in allem die Gunst der letzten zehn Minuten nutzten und das Spiel am Ende für sich entscheiden konnten. Durch einen 9:0-Lauf zogen die Hanseaten auf zwischenzeitlich 10 Punkte davon (62:52) und ließen auch trotz eines letzten Aufbäumens der Gladiatoren nichts mehr anbrennen. Am Ende stand ein 70:63-Sieg für die Hausherren zu Buche, die an diesem Abend das Glück auf ihrer Seite hatten.

Durch die Niederlage in Hamburg schließen die Gladiators mit einer Bilanz von 6:9-Siegen aus 15 Spielen die Hinrunde auf Tabellen-Platz 10 ab.

Scoring:
Justin Raffington (21 Punkte), Jack Eggleston (14), Brandon Spearman (10), Dwayne Evans (9), Kevin Smit (6), Benedikt Breiling (2), Sebastian Herrera (1), Tim Weber (0), Luca Breu (0), Marian Dahlem (0), Nicolas Ensch (n.e.)

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

  Team G S N   Pkt.
1. Science City Jena 15 14 1 1155:1001 28
2. SC Rasta Vechta 14 11 3 1150:897 22
3. VfL Kirchheim 15 11 4 1125:963 22
4. Rockets Gotha 15 10 5 1144:1067 20
5. Hamburg Towers 15 9 6 1074:1027 18
6. BV Chemnitz 99 15 8 7 1060:1021 16
7. Nürnberger BC 15 8 7 1093:1097 16
8. USC Heidelberg 13 7 6 923:918 14
9. RheinStars Köln 14 7 7 968:999 14
10. Gladiators Trier 15 6 9 1042:1051 12
11. ETB Baskets Essen 15 6 9 1029:1084 12
12. BCM Baunach 15 6 9 1011:1089 12
13. Paderborn Baskets 15 5 10 1044:1125 10
14. Hanau White Wings 15 5 10 1009:1098 10
15. Giants Leverkusen 14 3 11 945:1101 6
16. Dragons Rhöndorf 14 1 13 963:1197 2

 

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