Die Gladiators Trier sind gut gerüstet.

Das Auswärtsspiel gegen die MLP Academics Heidelberg darf nicht unterschätzt werden.

Die Euphorie, welche mit dem Sieg beim letzten Heimspiel gegen Nürnberg die Gladiators begleiten darf, sollte bis zum heutigen Abend anhalten. Denn nur so können der MLP Academics Heidelberg wegen seiner verlorenen Spiele gegen Nürnberg, Jena und Kirchheim auch sicher geschlagen werden. Allerdings haben die Heidelberger eine starke, sie unterstützende Fangemeinde vor Ort. Auch werden sie nach dem 7. Spieltag – mit 3 gewonnenen und 4 verlorenen Spielen – den Gladiators keine einfache Spielzeit bereiten. Wohl wissend, dass mit 4 Punkten mehr sie den Tabellen-Platz der Trierer einnehmen können (siehe unten).

Trier / Heidelberg. Es ist die Chance, den zweiten Sieg in Folge einzufahren: Nach der Auswärtsniederlage bei den BAYER GIANTS Leverkusen und dem 70:62-Heimerfolg gegen rent4office Nürnberg, haben die Gladiators Trier beim heutigen Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg nur ein Ziel: Als Sieger vom Parkett gehen.

Am vergangenen Samstag wurde dieses Ziel bereits erfüllt. Im Heimspiel gegen rent4office Nürnberg zeigte die Mannschaft von Headcoach Marco van den Berg eine durchwegs konzentrierte Leistung und konnte vor allem durch die in der Defensive bärenstarken Luca Breu, Marian Dahlem und Kilian Dietz den verdienten Sieg einfahren. Marco van den Berg zeigte mit dem Spiel zufrieden: „Ich bin zum ersten Mal wirklich glücklich mit einem Sieg in dieser Saison“, sagte der 50-jährige Holländer auf der anschließenden Pressekonferenz. Es geht also mit einer breiten Brust zum Auswärtsspiel bei den MLP Academics Heidelberg, die ihre letzten drei Spiele allesamt verloren.

Doch die Baden-Württemberger Mannschaft darf trotz des 12. Tabellenplatzes nicht unterschätzt werden. Denn: Gewinnt Heidelberg das erste Spiel des Doppelspieltags an diesem Wochenende, sind sie punktgleich mit den Gladiatoren, die sich momentan auf Platz 5 der Tabelle wiederfinden.

Trainiert wird das Team von Hauptsponsor MLP durch Branislav „Frenki“ Ignjatovic. Der 49-jährige Serbe steht seit 2014 an der Seitenlinie der Heidelberger und coachte bereits den Liga-Konkurrenten VfL Kirchheim Knights für 6 Jahre.

Bei der Kaderzusammenstellung vor der Saison hatten er und Geschäftsführer Matthias Lautenschläger jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: Nach der geplatzten Verpflichtung von Ex-Ulmer Tommy Mason-Griffin fehlte den Academics ein echter Spielmacher. Die entstandene Lücke schlossen die morgigen Hausherren mit Bryan Smithson. Der 30-jährige US-Amerikaner spielte zuvor zwei Jahre bei den VfL Kirchheim Knights und kam in den ersten sieben Saisonspielen auf durchschnittlich 10,7 Punkte und 4,3 Assists.

Unterstützt wird er von Forward Aaron Thomas, der in Baden-Württemberg seine erste Profisaison bestreitet. Bis zu seinem vorzeitigen Abschied vom College im Jahr 2014, galt der 24-Jährige als sicherer Pick beim NBA-Draft. In dieser Saison kam der US-Amerikaner in bisher drei Spielen zum Einsatz und erzielte bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 27:36 Minuten insgesamt 18,3 Punkte pro Spiel.

Der wohl bekannteste Name im Team des kommenden Gegners lautet Johannes Lischka. Unter Ex-Nationaltrainer Dirk Bauermann noch in die Nationalmannschaft berufen, kam der heute 28-Jährige nach einer gefährlichen Operation aufgrund eines Hirntumors aus dem Tritt und fand nur langsam den Weg zurück in die sportliche Erfolgsspur. Dafür, dass er danach wieder auf dem Parkett stehen konnte und auch am Freitag gegen Trier zum Einsatz kommen wird, gebührt dem Power Forward größter Respekt.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Heidelberger nach den Niederlagen gegen Nürnberg, Jena und Kirchheim gegen die Gladiators den Weg in die Erfolgsspur finden. Die Moselaner kommen jedenfalls mit viel Selbstvertrauen und Energie nach Baden-Württemberg.

Hinweis:

Tip-Off zum heutigen Spiel ist um 19:30 Uhr in der „Halle des Olympiastützpunktes“ in 69120 Heidelberg.

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

  Team G S N   Pkt.
1. Rockets Gotha 7 6 1 547:472 12
2. Science City Jena 7 6 1 518:443 12
3. SC Rasta Vechta 7 5 2 589:485 10
4. RheinStars Köln 7 5 2 505:504 10
5. Gladiators Trier 7 4 3 488:469 8
6. Nürnberger BC 7 4 3 473:474 8
7. VfL Kirchheim 7 4 3 517:485 8
8. Hamburg Towers 7 4 3 497:478 8
9. BCM Baunach 7 4 3 455:459 8
10. BV Chemnitz 99 7 3 4 492:468 6
11. Paderborn Baskets 7 3 4 510:499 6
12. USC Heidelberg 7 3 4 494:516 6
13. ETB Baskets Essen 7 2 5 442:476 4
14. Giants Leverkusen 7 2 5 464:535 4
15. Hanau White Wings 7 1 6 456:549 2
16. Dragons Rhöndorf 7 0 7 461:596 0

// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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