Die Trierer Dolphins stellen die Devils in die Ecke

Derby endet mit einem 76:61 Erfolg - OB Leibe schaut zu

Das Team der Rolling Devils aus Kaiserslautern hat aus seiner Tabellen-Position die schlechtere Ausgangslage gehabt. Der Trierer Spielertrainer Dirk Passiwan hatte dennoch von Anfang an auf die Gefahr des angereisten Konkurrenten hingewiesen.

Trier. Unter den Augen von Oberbürgermeister Wolfram Leibe und seiner Frau konnten die DONECK Dolphins Trier am Samstagnachmittag ihre Erfolgsserie ausbauen. Im Derby gegen die Rolling Devils aus Kaiserslautern gab es einen 76:61 Erfolg in der heimischen Arena Trier. Mit dem Sieg konnten sich die Trierer vorübergehend auf Platz 3 der Tabelle schieben.

„Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, hatte Dirk Passiwan, Spielertrainer der DONECK Dolphins vor dem Spiel prophezeit. Und er sollte Recht behalten. Kaiserslautern um Superstar Jake Williams kamen nicht nach Trier, um kampflos die Punkte an der Mosel zu lassen.

Das zeigten die Gäste auch im ersten Viertel. Angetrieben von Spielertrainer Taz Capasso und Williams spielten die Pfälzer vor gut 300 Zuschauern gut mit, auch wenn die Trefferquote auf beiden Seiten sehr niedrig war. Gerade in der Offensive der Trierer fanden viele Bälle nicht den Weg in den gegnerischen Korb. Triers Trainer Passiwan reagierte bereits nach drei Minuten mit der ersten Auszeit, in der er seiner Mannschaft klar machte, woran man arbeiten müsse.

Doch erst im zweiten Viertel setzte die Mannschaft die Vorgaben um. Vor allem Passiwan schoss sich warm. Die ersten acht Punkte der Trierer gingen auf das Konto des Ausnahmespielers. Spielsysteme waren jedoch nur selten zu sehen. Auf Seiten der Gäste war es immer wieder Williams von jenseits der Dreierlinie. Bis zur Halbzeit standen bereits 15 Punkte auf seinem Konto. (30:26). „Es war eine schlechte erste Halbzeit von uns“, resümierte Otmar Passiwan, Vorsitzender der Trierer nach dem Spiel. Als dann noch Diana Dadzite zur Halbzeit mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden musste, sahen einige Fans in der Arena bereits schon eine Niederlage kommen. US-AMerikaner Tommie Gray ersetzte die verletzte Lettin.

Nach der Pause wurde es besser auf Trierer Seite. In der Defensive ließ man weniger zu, in der Offensive lief es besser zusammen. Nach knapp vier Minuten im dritten Viertel war der Vorsprung erstmals auf zehn Punkte gestiegen. „Wir müssen mehr machen, es ist ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Jeder Punkt zählt im direkten Vergleich!“ spornte Passiwan seine Mannschaft immer wieder an. In der zweiten Halbzeit setzte vor allem der holländische Center Mattijs Bellers die Vorgaben seines Trainers um. Der 23-Jährige, der in der letzten Woche bei einem Autounfall mit dem Schrecken davon kam, bestätigte seine starke Leistung aus dem Spiel gegen München und steuerte insgesamt 28 Punkte zum 76:61 Sieg bei.

„Wir haben heute gegen einen guten Gegner gewonnen. Mit Williams hatten wir sehr viel Mühe, haben allerdings als Mannschaft dann gut dagegen gehalten. Wir haben zu schnell begonnen. Jeder wollte punkten, aber wir müssen versuchen, über 40 Minuten unsere Systeme zu spielen. Mit den Siegen gegen München und Kaiserslautern haben wir eine gute Ausgangsposition geschaffen.“ so Passiwan nach einem hart erkämpftem Sieg.

DONECK Dolphins Trier (Kader):

Mattijs Bellers (28), Edgaras Ciaplinskas (10), Frank de Jong (), Florian Ewertz (n.e.), Alieu Faal (n.e.), Tracey Ferguson (n.e.), Valeska Finger (n.e.), Tommie Gray (5), Martin Koltes (2), Dirk Passiwan (31), Diana Dadzite (0)

Beste Schützen auf Seiten der Gäste waren Taz Capasso mit 18 und Jake Williams mit 26 Punkten.

Zuschauer: 300

 

Foto: Sandra Wagner / DONECK Dolphins Trier

// Danke an Bastian Lütge, dem Pressesprecher der DONECK Dolphins Trier

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