Diebe auf dem Weihnachtsmarkt

Haltet eure Taschen fest

Eine Sekunde lang am Glühwein genippt, schon ist es passiert. Ein dreister Taschendiebstahl. Die Polizei ruft zur Vorsicht auf, denn die Räuber sind präsenter als man meint.

Trier. Am kommenden Montag, 23. November, beginnt der Trierer Weihnachtsmarkt. Eine konkrete Anschlagsgefahr für derartige Großveranstaltungen in der Region ist nicht gegeben. Zehntausende Menschen werden sich bis zum 22. Dezember auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands tummeln. Das Gedränge auf öffentlichen Plätzen und in den Kaufhäusern bietet leider auch ideale Bedingungen für Taschendiebe.

Weihnachtsdiebe

Nach den Anschlägen von Paris sprechen die deutschen Sicherheitsbehörden von einer „abstrakt hohen Gefahrenlage“, die für ganz Deutschland und viele weitere Länder gilt. Gleichwohl gibt es laut deren Bewertung derzeit keine konkrete Gefährdung für Großveranstaltungen, zu denen auch der Trierer Weihnachtsmarkt gehört. „Wir führen fortlaufend intensive Lagebeurteilungen durch. Derzeit liegen uns keine Erkenntnisse vor, die eine konkrete Gefahr terroristischer Angriffe auf den Trierer Weihnachtsmarkt oder andere Veranstaltungen in der Region begründen,“ sagt der Trierer Polizeipräsident Lothar Schömann. Gleichwohl wird die Polizei in der Adventszeit wieder verstärkt im Einsatz sein. Uniformierte und zivile Kräfte werden täglich während der Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes in der Innenstadt präsent sein. Vorgesehen sind auch gemeinsame Streifen mit internationaler Polizeibesetzung an den Adventssamstagen.

Trotzdem gelingt es dreisten Taschendieben immer wieder, Beute zu machen. Dabei nutzen sie das dichte Gedränge auf Märkten, in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, Bahnhöfen und Kaufhäusern. Hier können sie oftmals ungehindert Brieftaschen, Geldbörsen oder Handys aus Handtaschen oder der Bekleidung ihrer Opfer stehlen. Beliebte Tricks sind dabei das Anrempeln oder das Beschmutzen und anschließende vermeintliche Säubern der Kleidung ihrer Opfer, die Frage nach dem Weg und das Vorhalten eines Stadtplans oder die Bitte, Geld zu wechseln.

Die Polizei bittet die Bevölkerung wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend über den Notruf 110 zu melden.

 

Damit der Besuch des Weihnachtsmarktes eine ungetrübte Freude bleibt, gibt die Polizei Tipps zum Schutz gegen Taschendiebe:

-Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie für ihren Einkauf

benötigen.

 -Bieten Sie Fremden beim Bezahlen keinen Einblick in Ihre

Geldbörse oder Brieftasche.

-Tragen Sie Geld, Wertsachen und Papiere stets in verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper.

-Benutzen Sie Brustbeutel, Gürteltasche oder Geldgürtel zur Aufbewahrung Ihrer Wertsachen.

-Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt.

-Lassen Sie niemals Ihre Handtasche unbeaufsichtigt.

-Legen Sie beim Einkaufen Ihre Geldbörse nie oben in die Einkaufstasche oder den Einkaufswagen.

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