Eintracht Trier: Alle Augen auf die Knappen – „Kein Werder Bremen“

Am morgigen Freitagabend (19 Uhr, Moselstadion) steht für West-Regionalligist Eintracht Trier der neunte Spieltag auf dem Programm – zu Gast wird dann kein Geringerer als Spitzenreiter FC Schalke 04 II sein, der momentan allerdings nur vier Punkte vor den Moselanern von der Sonnenseite der Liga grüßt. Genau aus dieser pikanten Tabellensituation – und der Kenntnis, dass seine Mannschaft noch gegen keine Mannschaft aus dem erweiterten Favoritenkreis (Wuppertal, Münster, Lotte) einen Punkt holen konnte – zieht Cheftrainer Roland Seitz auch die Motivation für die anstehende Begegnung: „Ich denke jetzt sind wir mal an der Zeit, dass wir auch unter Beweis stellen, dass wir gegen eine Mannschaft wie Schalke, die derzeit ganz oben steht, bestehen können“, gibt der Übungsleiter die Marschroute vor und rechnet „mit einem interessanten Spiel einer Schalker Mannschaft, die den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen will und äußerst früh attackieren wird.“

Foto: Hat eigentlich nur wenig Grund, enttäuscht dreinzublicken – Roland Seitz vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 II.

Die Eintracht sollte also gewarnt sein – zumal abzuwarten bleibt, wer aus dem erweiterten Kader der ersten Mannschaft für die kleinen Knappen auflaufen wird. Namen wie Frank Fahrenhorst und Albert Streit machen nicht erst seit diesen Tagen die Runde auf dem Trainingsgelände an der Zeughausstrasse. „Wir wissen natürlich, dass Schalke eine wahnsinnig spielstarke Mannschaft ist, die über eine sehr hohe Qualität verfügt. Wenn man die Namen durchgeht und sich die Vita anschaut, dann sieht man, dass mit Albert Streit und Frank Fahrenhorst äußerst erfahrene Spieler im Kader stehen.“ Besonders erstgenannten sieht Seitz als „brutale Verstärkung“ des eigentlichen U23-Kaders. Auch ein Einsatz vom bereits mit Länderspielerfahrung ausgestatteten Christian Pander ist denkbar, stand er doch zuletzt bei der Partie gegen Preußen Münster in der Startformation – und auch an der Mosel weiß man um seine Standard-Künste: „Wenn er spielen sollte, geht es vor allem darum, gefährliche Situationen rund um den Strafraum zu vermeiden“, ist sich der Chefcoach der richtigen Gangart für den Fall der Fälle schon im Klaren.

Eben jene Gangart wird auf keinen Fall von den nach wie vor Verletzten Michael Dingels, Tim Eckstein und Tolgay Asma mit ausgeführt werden können – den Verantwortlichen steht somit der gleiche Kader wie bei den beiden letzten Partien gegen den FSV Mainz 05 II (2:2) und die Sportfreunde Lotte (0:2) zur Verfügung. Während die Rückkehr Stefan Kohlers auf seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld als sicher gelten dürfte, ist sich Seitz über die sonstige Besetzung seiner Verzahnung zwischen Abwehr- und Angriffsspiel noch nicht ganz im Klaren – sowohl Piero Saccone als auch Thomas Riedl oder Max Bachl-Staudinger können somit noch auf Einsätze hoffen. Kein Platz für Rotation dagegen im Sturm, wo nach wie vor Nico Patschinski und Thomas Kraus für möglichst viel Unruhe in der Schalker Hintermannschaft sorgen sollen – für Lukas Mössner bleibt somit nur der ungeliebte Bankplatz. „Sicherlich hat Lukas Pech gehabt, in Lotte 80 Minuten lang alleine vorne zu spielen. Aber die zwei vorne haben bisher gut funktioniert, beide haben auch ihre leichten Blessuren auskuriert.“

„Wenn wir unsere individuellen Fehler in der Abwehr abstellen, haben wir auch gegen den FC Schalke eine Chance zu gewinnen. Wir haben zwar den besten Sturm der Liga, aber aufgrund unserer offensiven Spielweise sind wir natürlich in der Rückwärtsbewegung sehr anfällig. Das muss noch etwas besser werden“, nimmt Seitz speziell seine Viererabwehrkette in die Pflicht –  ebenso wie die gesamte Anhängerschaft: „Wir hoffen alle morgen Abend auf große Unterstützung, damit wir den treuen Fans etwas von dem zurückgeben können, was an positiver Stimmung bisher rüberkam.“

Eintracht Trier – FC Schalke 04 II (Freitag, 1. Oktober, 19 Uhr / Moselstadion Trier)

AM RANDE

Innenverteidiger Torge Hollmann ist seit Montag stolzer Vater eines Jungen – Mutter und Kind sind wohlauf. 5vier.de gratuliert dem Neuzugang zum Nachwuchs und wünscht seiner Familie alles Gute.

Foto: Anna Lena Bauer

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Kommentare (3)

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  1. @Siggi sagt:

    Sehe ich genau so. Das Pech das man während einer Saison ja immer mal hat, ist seit letzten Samstag aufgebraucht. Jetzt müßte eigentlich das Glück wieder an der Reihe sein! Heute alles geben (Spieler und Zuschauer) und einen Punkt mitnehmen, das wäre meine Vorgabe. Bei 3 Punkten sage ich auch nicht nein. Aber es wird sehr schwer werden!!!Getreu unserem Motto „Mir sinn dabei, egal was passiert“ bis heute Abend.
    Auch ich möchte der neuen Familie Hollmann alles Gute wünschen. Wenn der Junge ja in Trier zur Welt kam, ist der ja ein echter Trierer und der Torge Hollmann hat ein lebenslanges Andenken an Trier, egal wohin es vielleicht noch mal geht.Er wird sehen, ein Trierer Jung ist immer etwas Besonderes.

  2. Siggi sagt:

    Also ich bin mir sicher, dass die Jungs morgen alles geben werden…und man kann nur hoffen, dass sie nach dem letzten Spiel endlich wieder etwas mehr Glück haben.

    Und wer weiß, vielleicht erweist sich „Klein-Hollmann“ ja als neuer Glücksbringer! 🙂 Von mir im Übrigen auch alles Gute dem frisch gebackenen Vater!

  3. dreschi 2010 sagt:

    wenn meine mannschaft schon hier am mittwoch in der championsleague auf den sack bekommen hat ….hoffe ich das die eintracht ein punkt gegen diese starke mannschaft holt….

    auf gehts eintracht kämpfen und siegen….

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