Auf die Flittertage folgt der Porta-Nigra-Cup

Von Florian Schlecht

1. FC Nürnberg, VfL Bochum, Eintracht Trier, VfL Trier: Am kommenden Sonntag messen sich wieder Nachwuchsteams aus ganz Deutschland und der Region beim Porta-Nigra-Cup. „So hochklassigen Jugendfußball gibt es in der Region sonst nicht zu sehen“, sagt Michael Ziegler.

Ein Kräftemessen mit Bundesligavereinen: Beim Portra-Nigra-Cup am kommenden Sonntag treten 16 Mannschaften an. 

Ein paar Flittertage waren natürlich erlaubt. Michael Ziegler heiratete jüngst seine Freundin Andrea und verreiste mit ihr nach der großen Feier für kurze Zeit. „Doch langsam hat mich der Alltag wieder eingeholt“, sagt der Nachwuchskoordinator von Eintracht Trier. Der Alltag ist derzeit neben seiner Arbeit als Grundschullehrer besonders der Porta-Nigra-Cup.

Am Sonntag, den 10. Juni, wird das hochkarätig besetzte U13-Nachwuchsturnier auf dem Gelände des Moselstadions ausgetragen. 16 Teams sollen ab 9 Uhr auf Torejagd gehen – und einige prominente Namen sind vertreten. Dabei sind Traditionsvereine wie der 1. FC Nürnberg, VfL Bochum, Waldhof Mannheim, Wormatia Worms und Preußen Münster. Aus lokaler Sicht wollen Eintracht Trier mit gleich zwei Mannschaften und der VfL Trier die Fahnen der Stadt aufrecht halten.

„Hochklassiger Nachwuchsfußball“

Nach der Hochzeit freut sich Michael Ziegler auf den Porta-Nigra-Cup. Foto: Eintracht Trier

Die Idee für das Turnier hat Reinhold Breu ins Leben gerufen, als dieser noch federführend den Nachwuchs bei Eintracht Trier leitete. Seit 2009 gab es vier Auflagen mit vielen spektakulären Toren, technischen Kabinettstückchen, Freude und Enttäuschungen. „Wir setzen es fort“, betont Nachfolger Ziegler, der mehrere Vorteile in dem Porta-Nigra-Cup sieht. Einerseits stärke dieser das Image der Jugendabteilung, „weil es so hochklassigen Nachwuchsfußball in dieser Ballung in der Region nicht zu sehen gibt“. Zugleich sei der Vergleich mit Bundesligavereinen für die Talente aus dem eigenen Stall die Chance, sich ohne weite Fahrten mit echten Kalibern messen zu können. „Da sind schon Mannschaften dabei mit Jungs, die richtig was drauf haben“, schwärmt Ziegler.

Eine große Veränderung durchlebt der Cup aber in diesem Sommer, denn erstmals wird er nicht als Hallenturnier ausgerichtet. Das hängt auch mit organisatorischen Gründen zusammen. „So ein Wettbewerb ist im heimischen Moselstadion deutlich leichter auszutragen“, betont Ziegler. Die meisten Jugendspieler der anreisenden Vereine übernachten bei Eltern, deren Jungs für die Eintracht spielen. Rekordsieger Borussia Dortmund ist nicht dabei, auch ein Kaliber wie Bayern München war nicht nach Trier zu lotsen. „Das ist nicht leicht, die Antrittskosten sind bei solchen Klubs mit Fahrtgeld und Einquartierung in Jugendherbergen nicht ohne“, so Ziegler.

Der Nachwuchskoordinator freut sich aber auch so auf ein attraktives Feld. Der Eintritt ist für alle Zuschauer frei, mit 250 Besuchern rechnet Vorstandsmitglied Roman Gottschalk. Für ein Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt. Stadionsprecher Martin Köbler übernimmt die Moderation des Porta-Nigra-Cups, Kinder haben die Möglichkeit, ihr Talent an einer Torwand und einer Schussgeschwindigkeitsanlage zu testen. „In unserer Region ist das ein einmaliges Turnier“, schwärmt Gottschalk. Der Anpfiff kann ertönen…

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