Eintracht Trier: Partie findet statt! – SVE reist nach Köln

Von der Eintracht berichtet
Andreas Maldener

Achtung: Die Begutachtung des Rasenplatzes im Kölner Franz-Kremer-Stadion durch eine Platzkommission hat ergeben, dass die Partie am heutigen Abend planmäßig stattfinden kann!

Zweiter Anlauf, neues Glück! Nachdem die Partie vom Fußball-Regionalligist Eintracht Trier am 27. November gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln auf dubiose Art und Weise abgesagt wurde (5vier.de berichtete), steht nun also die Neuansetzung unmittelbar bevor. Am morgigen Mittwoch um 19 Uhr soll das Nachholspiel im Kölner Franz-Kremer-Stadion planmäßig über die Bühne gehen können. Das zumindest war die Information, die heute aus Köln die Eintracht erreicht hatte. Derzeit ließe der Platz eine Austragung der Partie auf alle Fälle zu. Da der Deutsche Wetterdienst jedoch für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch neuerliche Schneefälle angekündigt hat, wird die endgültige Entscheidung wohl erst am Mittwoch gegen 13 Uhr feststehen.

Foto: Wollen endlich wieder jubeln! Die Kicker von Eintracht Trier sind nach zweieinhalb Wochen Pause wieder heiß aufs Siegen.

„Man kann die momentane Situation gleichsetzen mit der Phase kurz vor Saisonbeginn, so richtig wissen wir nicht, wo wir stehen.“ Roland Seitz, Trainer der Eintracht aus Trier, weiß um die aktuell schwierige Situation, bedingt durch die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen. Denn nicht nur die Partie in Köln fiel dem Wetter zum Opfer, auch die für vergangenen Samstag veranschlagte Partie der Eintracht gegen den SC Verl im Moselstadion musste abgesagt werden. Zwei Woche ohne echte Spielpraxis liegen also nun hinter den Kickern aus der Moselstadt, dazu waren die Trainingsbedingungen rund um das Moselstadion mehr als nur prekär.

„Die Bedingungen sind nicht gerade günstig, aber am Wetter können wir nichts ändern“, seufzte Josef Cinar, Kapitän des SVE, als er zusammen mit seinem Team erneut mit dem Ascheplatz am Rande des Moselstadions Vorlieb nehmen musste, um zumindest etwas mit dem Ball trainieren zu können. Ansonsten standen erneut einige Laufeinheiten an, es wurde auch speziell in den Bereichen Kraft und Koordination gefeilt.  „Wir konnten in den letzten Wochen kaum im taktischen Bereich arbeiten, von daher kann man nicht prognostizieren, wie schnell die Mannschaft in die Gänge kommen wird“, beurteilt der Coach die schwierige Ausgangsposition seiner Mannschaft. Bereits zweieinhalb Wochen liegt nun das letzte Pflichtspiel der Eintracht zurück, es war die bittere 1:2-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach II.

Derweil hat sich die schwierige Personalsituation, die Eintracht-Coach Seitz schon damals nachdenklich stimmte, nur bedingt verbessert. Die Langzeitverletzten Olivier Mvondo (Muskelriss) und Michael Dingels (Innenbandteilanriss im Knie) werden sich laut Seitz wohl erst zu Beginn der Rückrundenvorbereitung am 10. Januar wieder einsatzbereit melden, beide arbeiten derzeit lediglich im Ausdauerbereich, Runden drehen auf dem Laufpfad des Moselstadions sind angesagt.Für Tolgay Asma sieht es nach seinem Kreuzbandriss noch finsterer aus, die Saison ist für ihn schon jetzt beendet. Neben den Verletzten handelte sich Kapitän und Schlüsselfigur in der Innenverteidigung, Josef Cinar, gegen Mönchengladbach wegen eines unnötigen Handspiels die fünfte gelbe Karte ein. Seine Sperre, die er eigentlich schon damals gegen den FC Köln II absitzen sollte, musste nun also um zweieinhalb Wochen nach hinten verschoben werden. „Das ist natürlich nicht optimal für mich, wenn ich immer wieder länger auf den nächsten Einsatz warten muss“, haderte Cinar bereits vor der Absage des Spiels gegen den SC Verl mit den widrigen Bedingungen, seine Laune dürfte aktuell nur wenig besser sein.

Foto: Kapitän Josef Cinar muss gegen Köln seine Gelbsperre absitzen, für ihn rückt Fabian Zittlau in die Innvenverteidigung.

Für seinen etatmäßigen Innenverteidiger musste der Coach also einen Ersatz finden, und er hat ihn gefunden: Fabian Zittlau wird morgen in Köln an der Seite von Torge Hollmann die Innenverteidigung bilden. Zittlau, der zu Saisonbeginn von Hansa Rostock, wo er für die U23 zum Einsatz kam, an die Mosel wechselte, kommt damit zu seinem vierten Einsatz (zweimal als Rechtsverteidiger, einmal als Linksverteidiger) von Beginn an. „Fabian hat die Position in Rostock in der U23 und U19 teilweise gespielt, es ist also kein Neuland für ihn“, so Seitz. Für Zittlau ist es kein Neuland, doch die eingespielte Trierer Defensive wird sich definitiv umstellen müssen. Doch der Trainer vertraut hier auf seine routinierten Abwehrspieler Torge Hollmann, Cataldo Cozza und Thomas Drescher:“Torge wird auf die rechte Innenverteidigerposition rücken, er und Thomas Drescher werden Fabian die nötige Sicherheit geben können.“
Die Abwehr steht also, sie wird durch Thomas Riedl im defensiven Mittelfeld komplettiert. Von ihm erwartet sich sein Trainer jedoch auch eine Leistungssteigerung:“Thomas kann noch mehr die Initiative ergreifen und sich spielerisch beweisen.“

Im Mittelfeld wird Seitz – mangels Alternativen – wohl auf die selbe Konstellation wie in den vergangenen Partien setzen: Pierro Saccone in der Zentrale, Thomas Kempny auf der rechten Außenbahn und Alban Meha auf der linken Seite. Freistoßkünstler Meha scheint aktuell seine Adduktorenprobleme überwunden zu haben, er soll morgen gegen Köln wieder einmal die Fäden im Mittelfeld ziehen.

Voraussichtliche Aufstellung: Poggenborg – Drescher, Zittlau, Hollmann, Cozza – Riedl, Meha, Kempny, Saccone – Mössner, Kraus

Fotos: Anna Lena Bauer

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