Eintracht Trier will diesmal zum Auftakt siegen – Zweibrücken zu Gast

Starker Aufsteiger zu Gast im Moselstadion

Der Ball rollt wieder im Moselstadion. Am Samstag, 22. Januar, empfängt der SV Eintracht Trier 05 am 20. Spieltag der Regionalliga Südwest das Überraschungsteam des SVN Zweibrücken. Die Westpfälzer haben nach dem Aufstieg in die Regionalliga schnell Fuß gefasst und belegen derzeit den sechsten Rang in der Tabelle. Für Cheftrainer Peter Rubeck ist die Reise an die Mosel auch eine Rückkehr. Von 1981 bis 1988 stand der gebürtige Zweibrücker für den SVE auf dem Rasen. Roland Seitz möchte ihm trotzdem kein Gastgeschenk in Form von drei Punkten überreichen.

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An das Hinspiel werden sich die Fans des SV Eintracht Trier 05 noch gerne erinnern: Die Saison war noch jung und am dritten Spieltag heimste die Seitz-Elf auswärts gegen Aufsteiger SVN Zweibrücken einen ungefährdeten 3:0-Sieg ein. Knapp eine halbe Stunde war im Pirmasenser Sportpark Husterhöhe gespielt und der SVE hatte bereits drei Tore auf dem Konto. Der erste Auswärtserfolg war nach 90 Minuten perfekt.

Zweibruecken - Eintracht TrierAm Samstag gibt es nun für die Gäste aus der Westpfalz die Chance zur Revanche. Im Moselstadion treffen die Tabellennachbarn der Regionalliga Südwest ab 14 Uhr wieder aufeinander, um die Kräfte zu messen. Für SVN-Trainer Peter Rubeck ein besonderes Aufeinandertreffen und das gleich im doppelten Sinne. Zum einen hatte die Eintracht den Gastgebern im ersten Aufeinandertreffen nicht den Hauch einer Chance gelassen. „Trier hat uns die Augen geöffnet“, sagte der Coach unter Woche. Der Verein reagierte und schlug nochmals auf dem Transfermarkt zu. „Uns war klar, dass wir in dieser Konstellation um den Abstieg spielen. Trier hat uns vorgeführt“, sagte Rubeck. Die personellen Entscheidungen trugen Früchte und zum Ende des vergangenen Jahres belegte der Verein aus dem Stadtteil Niederauerbach einen beachtlichen sechsten Rang, hat aktuell nur vier Punkte Rückstand auf die Eintracht und in der Winterpause den Kontrakt mit dem Cheftrainer um zwei Jahre und mit Co-Trainer Daniel Paulus um ein Jahr verlängert. Zum anderen ist das Spiel am Samstag für den „ehemaligen Wandervogel“ Rubeck eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte.  Zwischen 1981 und 1988 streifte der gebürtige Zweibrücker das Trikot der Eintracht in der Oberliga über. „Ich bin natürlich besonders motiviert, stehe aber nicht auf dem Platz“, erklärte Rubeck den Pressevertretern und gestand: „Wir haben etwas gutzumachen.“

Überraschungsteam SVN Zweibrücken

Roland Seitz und sein Team sind also gewarnt. Mit dem starken Aufsteiger kommt die Überraschungsmannschaft dieser Saison ins Moselstadion. Ein Spielverlauf wie im Hinspiel ist eher nicht zu erwarten. Gerade auch, weil mit Fabian Zittlau der 1:0-Torschütze fehlen wird. „Zitte“ laboriert an einem Knochenödem am Schambein und fällt definitiv aus. Entwarnung hingegen beim zweiten Außenverteidiger, Kapitän Fouad Brighache sagte gestern gegenüber 5vier, dass er fit für den Kick am Samstag sei. (Ausführlicher Bericht hier). Er wird seine angestammte Position wohl verlassen und auf der linken Abwehrseite zum Einsatz kommen, Thomas Konrad die rechte Seite beackern.

Offenbach - Eintracht TrierIn der Innenverteidigung könnte laut Seitz Torge Hollmann Christoph Buchner ersetzten. Klarheit hingegen im Tor: Chris Keilmann steht zwischen den Pfosten und erhält somit den Vorzug vor Andreas Lengsfeld. „Ich habe Andreas gestern meine Entscheidung mitgeteilt. Natürlich hat er sich geärgert. Er ist aber professionell genug, mit dieser für ihn nicht ungewöhnlichen Situation umzugehen. Er hat sich schon öfter zurückgekämpft“, sagte der SVE-Trainer in der freitäglichen Pressekonferenz.

Die Eintracht auf Tuchfühlung mit der Spitze

Die Blau-Schwarz-Weißen sind auf Tuchfühlung, sind punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Mainz (36 Punkte) und nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer aus Großaspach auf dem dritten Platz der Rangfolge. Vier Punkte Rückstand nach ganz oben – vier Punkte Vorsprung auf den kommenden Gegner. Zum Jahresauftakt steht also ein echtes Spitzenspiel ins Haus. Es kommt ein Gegner, der „seine Tugenden in die Waagschale“ (O-Ton Rubeck) werfen wird und im letzten Vorbereitungsspiel gegen den 1. FC Eschborn nochmals kräftig Selbstvertrauen tanken konnte. Das Spiel gegen den Hessenligisten endete 5:0 für den SVN. „Das war ein überzeugender Auftritt“, lobte Seitz den Gegner.

DFB-Pokal Eintracht Trier - 1.FC KoelnIm Gegensatz zum Torfestival im Vorbereitungsspiel geht es am Samstag aber wieder um Punkte. Triers Übungsleiter erwartet deshalb ein Geduldsspiel. Die Räume werden eng sein und der Gegner wird wohl wie zuletzt tief stehen und wenig für den Spielaufbau leisten. „Sie wollen möglichst lange zu Null spielen“, prognostizierte Seitz. Als Rezept gegen das Abwehrbollwerk mahnte er zur Ruhe, zum gepflegten Kurzpass-Spiel, um den SVN mürbe zu machen. „Irgendwann werden sie müde werden“, feixte Seitz und hofft, dass sein Team dann zur Stelle ist, um die Entscheidung herbeizuführen.

Im Pokal gegen Koblenz

Währenddessen steht eine andere Entscheidung bereits fest. Im Pokalviertelfinale trifft Trier auf den Regionalligakonkurrenten TuS Koblenz (Hier geht es zum Bericht). Angesprochen auf dieses „unglückliche“ Los sagte Seitz lapidar: „Wir müssen es nehmen, wie es kommt.“

Der Oberpfälzer konzentriert sich lieber auf den Samstag. „Wir sind froh, dass es nach der langen Pause wieder losgeht“, sagte er grinsend. Schließlich will die Eintracht endlich einen „Fluch“ besiegen und den Jahresauftakt mit einem Dreier feiern.

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