Punkteteilung gegen Homburg

Nach dramatischer Schlussphase erkämpft sich Eintracht Trier ein Unentschieden gegen den Favoriten aus Homburg.

Eintracht Trier empfängt Homburg zum Spitzenspiel

Trier. Eintracht Trier hat gegen Oberliga-Meister FC 08 Homburg im Moselstadion einen Punkt erobert. In einer hektischen Schlussphase gelang Josef Cinar nach einem Zuspiel von Dominik Kinscher vor 1.017 Zuschauern der späte Treffer zum 1:1. Bereits am kommenden Freitag wartet das nächste Top-Spiel auf den SVE, dann gastiert die Elf von Daniel Paulus beim Tabellenzweiten FK Pirmasens.

Eintracht Trier mit taktischer Finesse

In ungewohnter Formation begann Eintracht Trier das Heimspiel gegen Meister und Top-Favorit FC 08 Homburg. Gegen das Homburger Sturmduo Neofytos/Hesse sollte es eine Dreierkette aus Mabouba, Cinar und Simon Maurer richten. Bereits nach zehn Minuten wurde deutlich: Die Gäste hatten keine Schwierigkeiten, sich an die umgestellte Trierer Formation anzupassen. Einen tollen Pass von Eric Lickert verwertete FCH-Angreifer Kai Hesse zur frühen Führung für die Grün-Weißen (11.). Auch wenn die Eintracht in der Folge wieder zur Viererkette zurückkehrte, blieben die Saarländer das dominantere Team. Der SVE tat sich im ersten Spielabschnitt generell schwer, selber Chancen zu kreieren, hielt nur kämpferisch dagegen. „Man hat glaube ich heute gesehen, wo es gegen absolute Spitzenmannschaften noch hapert. Wir kamen taktisch im ersten Durchgang nicht so richtig in die Partie und sind erst im zweiten Durchgang besser geworden“, fällt Eintracht-Coach Daniel Paulus ein kritisches Fazit über die Leistung seiner Elf in Halbzeit eins.

Eintracht Trier beweist Moral

Mit Athanasios Noutsos brachte der Übungsleiter nach Wiederanpfiff einen zusätzlichen Offensivspieler, der die lahmende Angriffsabteilung beleben sollte. Doch die wirklich gefährlichen Szenen hatte weiterhin der FC 08 Homburg. Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte Konstantinos Neofytos die große Chance, die Führung auszubauen, traf aber mit seinem Abschluss nur den Pfosten (54.). Auch Homburg-Spielmacher Sven Sökler prüfte zwanzig Minuten später das Trierer Torgestänge – sein Freistoß landete an der Querlatte (77.). Obwohl das Team von Cheftrainer Jürgen Luginger die besseren Möglichkeiten hatte, entwickelte Eintracht Trier in der Schlussphase noch einmal Offensivdrang. Den Auftakt machte ein Distanzschuss von Dominik Kinscher in 82. Minute, der nur knapp links am Tor vorbeisegelte.

Als dann schon alles danach aussah, als würde der Favorit drei Punkte aus dem Moselstadion entführen, setzte Eintracht Trier doch noch diesen einen entscheidenden Angriff: Nach einem Homburger Konterversuch machte Keeper Johannes München das Spiel schnell, setzte Dominik Kinscher ein und der spielte das Leder genau in die Schnittstelle der Hintermannschaft des FCH. Der zuvor nach vorn beorderte Josef Cinar spitzelte das Leder gekonnt am herauseilenden Keeper Redl vorbei und traf zum 1:1 (90.+1). Was folgte, waren heftige Proteste der Homburger, weil Eric Lickert zum Zeitpunkt des Treffers verletzungsbedingt in der Homburger Hälfte lag. Zuvor hatten die Gäste allerdings selbst den Weg nach vorn gesucht. Weil Sven Sökler sich schließlich beim Unparteiischen etwas zu sehr echauffierte, schickte ihn dieser in der Schlussminute noch mit Rot vom Platz. „Unter dem Strich muss ich sagen: Wir haben alles abgerufen und nehmen den Punkt für die Moral natürlich gerne mit. Aus den beiden bisherigen Spitzenspielen gegen Wiesbach und Homburg konnten wir vier Punkte mitnehmen und sind noch ungeschlagen. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Duell mit Pirmasens“, fällt Trainer Paulus schließlich ein versöhnliches Fazit. Am kommenden Freitag reist der SVE zum Tabellenzweiten FKP. Anstoß der Partie ist um 19 Uhr.

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Kommentare (1)

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  1. Christian Issler sagt:

    Richtig, die Homburger haben den Ball zunächst auch nicht ins Aus befördert, sie hatten den eigenen Verletzten Spieler aber im Rücken, während ihn die Trierer Spieler bei ihrem Angriff vor sich hatten. Entscheidend ausserdem: Der Verletzte Spieler hob das Abseits auf, so dass Trier in doppelter Weise von der Verletzung Lickerts profitierte. Ich bin eigentlich ein Gegner davon, dass im modernen Fussball ständig Bälle wegen Lapalien ins Aus gespielt werden. In diesem Fall lag auch noch eine ernsthafte Verletzung vor. TRAURIG SVE! Viel Spaß auch weiterhin in der Oberliga.

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