Eintracht Trier und Kaiserslautern starten mit Unentschieden

Cinar-Treffer reicht nicht

In einer hart umkämpften Partie trennten sich Eintracht Trier und die U23 des 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend im Trierer Moselstadion mit 2:2. Aus Trierer Sicht ein bitteres Resultat, sahen die Blau-Schwarz-Weißen nach einem furiosen Start in die zweite Hälfte doch schon fast wie die Sieger aus. Zeit mit dem Ergebnis zu Hadern hat der SVE keine – bereits am Mittwoch reist die Corrochano-Elf zum Auswärtsspiel nach Homburg.

Trier. Mit fünf Neuzugängen in der Startformation ging Eintracht Trier um Chefcoach Oscar Corrochano in das Abstiegsduell mit der U23 der „Roten Teufel“. Im Vergleich zum letzten Test gegen die Sportfreunde Siegen vor einer Woche nahm Corrochano aber nur eine Änderung vor: Der wiedergenesene Petros Kaminiotis begann für Danilo Dittrich in der Mittelfeldzentrale. Verzichten musste der 40-Jährige auf das gelbgesperrte Trio Christoph Anton, Patrick Lienhard und Kapitän Michael Dingels. Auch die verletzten Tobias Henneböle (Achillessehnenprobleme) und Simon Maurer (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) waren weiterhin zum Zuschauen verdammt.

Der SVE begann die Partie zielsicher und selbstbewusst. Beflügelt von den guten Ergebnissen der Vorbereitung lieferte die Corrochano-Elf insbesondere in den ersten zwanzig Minuten eine starke Leistung ab. Leider verpassten sowohl Muhamed Alawie (6.), als auch Robin Garnier (8.) und Neuzugang Christos Papadimitriou (17.) gute Gelegenheiten früh in der Partie in Führung zu gehen. „Wir sind sehr gut uns Spiel gekommen, haben sehr viel vorgehabt“, gab Eintracht-Cheftrainer Oscar Corrochano nach Spielende zu Protokoll. Gleichzeitig ergänzte er: „Leider haben wir dann etwas nachgelassen, sodass Kaiserslautern etwas Oberwasser gehabt hat.“ Und in der Tat fiel es den Hausherren schwer, den Rhythmus der Anfangsminuten zu halten. Die Gäste aus der Pfalz wurden stärker, allein Stürmer Sebastian Jacob ließ zwei gute Gelegenheiten liegen (21. und 38.)

Im zweiten Durchgang bekamen die 1.672 Zuschauer im Trierer Moselstadion dann das, worauf sie so sehnlichst gewartet hatten. Nach einer starken Freistoßflanke von Ersatz-Kapitän Christian Telch hatte Eintracht-Rückkehrer Josef Cinar im Zentrum zu viel Platz und versenkte das Leder per Kopf zur Führung (52.). Zu diesem Zeitpunkt war die Erleichterung im weiten Rund mehr als spürbar. Insbesondere auch deshalb, weil nur drei Minuten nach dem 1:0 Triers Top-Torschütze Muhamed Alawie einen Fehler in der Lauterer Hintermannschaft nutzte und frei vor FCK-Keeper Jan-Ole Sievers die Nerven behielt. Mit einem Flachschuss ins Eck überwand der Angreifer den Schlussmann und erhöhte für seine Mannschaft auf 2:0.

In der Folge wiederholte sich der Handlungsverlauf des ersten Durchgangs. In der entscheidenden Phase verpassten die heimischen Moselstädter es, mit dem 3:0 den Deckel auf die Partie zu setzen. Nach dem etwas überraschenden 1:2-Anschlusstreffer durch Tino Schmidt (73.) hatte der SVE dann sichtlich Schwierigkeiten, nochmal in die Partie zurückzufinden. Vier Minuten vor dem Ende passierte dann das, was den Fußball manchmal so grausam macht: Kaiserslauterns Nils Seufert hatte in zentraler Position am Trierer Sechzehner zu viel Platz und versenkte die Kugel mit einem platzierten Schuss im Gehäuse von Eintracht-Keeper Chris Keilmann. „Das ist natürlich ganz bitter, dass wir da noch den Ausgleich bekommen. Eigentlich müssen wir das Spiel vorher schon klarmachen, was wir aber verpasst haben. Trotzdem müssen wir aus dem Spiel jetzt positive Schlüsse ziehen“, bilanzierte SVE-Übungsleiter Oscar Corrochano. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten drei, vier hundertprozentige Chancen. Das ist positiv und das nehmen wir mit“, blickte der Deutsch-Spanier abschließend schon auf das Duell mit dem FC Homburg am kommenden Mittwoch. Anpfiff im Homburger Waldstadion ist um 19 Uhr.

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