„Wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen“

Von Florian Schlecht (Text) und Anna Lena Grasmück (Fotos)

Am Samstag startet für Eintracht Trier wieder der Regionalliga-Alltag. Kapitän Fouad Brighache sieht die Mannschaft gut aufgestellt. Der angeschlagene Chhunly Pagenburg meldet sich schon zurück.

„Wir müssen noch das Feintuning verbessern“, sagt Kapitän Fouad Brighache.

Es war ein klassischer Kaltstart in die Saison. Und das bei strahlendem Sonnenschein und 27  Grad. Im Hinspiel beim SC Freiburg II wollte Fouad Brighache in seinem ersten Pflichtspiel für Eintracht Trier nach 43 Minuten einen weiten Ball zu Andreas Lengsfeld köpfen. Während der Schlussmann heraus eilte, legte der Kapitän zurück und traf ins leere Tor zum Rückstand. „Was ich in dem Moment gedacht habe, weiß ich nicht mehr“, lacht Brighache. „Aber es war sicher nichts Schlimmes. Ich bin ein von Grund auf positiv gestimmter Mensch.“ Die Einstellung des Außenverteidigers hat sich damals im Breisgau bewährt, wo das Missverständnis ohne Folgen blieb. Trier drehte das 0:1 in ein 2:1 und entwickelte sich in der Hinrunde zu einem heißen Anwärter auf einen der beiden Relegationsplätze.

Vor dem Wiedersehen mit Freiburg im Moselstadion (Samstag, 14 Uhr) bleibt Brighache seinem Naturell treu. Er ist unaufgeregt vor dem Start ins Fußballjahr 2013 in der Regionalliga Südwest. Die schwere Vorbereitung mit Schnee, vier von fünf Testspielen auf Kunstrasen, Ausweichen des Trainings in die Halle? „Ich habe die Probleme gar nicht so gesehen“, sagt er. „Wir haben uns jeden Tag bewegen können. Das Feintuning müssen wir nun auf dem Platz schaffen – die Chancenverwertung, die Abstimmung der Laufwege und wie wir uns besser positionieren können.“

„Ich habe die 20-Tore-Marke im Blick“

Pagenburg traf, Trier drehte den Rückstand: Beim 2:1 in Freiburg nahm die Saison ihren Anfang.

Chhunly Pagenburg sieht es ähnlich. „Die anderen Teams haben unter den selben Bedingungen gearbeitet“, wendet der Angreifer ein, für den die Vorbereitung lange genug war. „Wir sind viel gelaufen und haben an den Grundlagen gearbeitet. Für den technischen und taktischen Bereich haben wir ja noch ein paar Tage.“

Bleiben die angeschlagenen Spieler, von denen Pagenburg daran glaubt, wieder mitwirken zu können. Mit 16 Saisontreffern führt er die Torjägerliste an. Schon in Freiburg begann damals mit einem Doppelpack der Lauf des Stürmers. „Ich weiß nicht, ob ich wieder so aus der Pause komme“, lächelt Pagenburg, der sich seine Ziele schrittweise setzt. „Erst einmal habe ich die 20-Tore-Marke im Blick. Bis dahin sind es ja noch vier Treffer.“

Zuversichtlich ist der Deutsch-Kambodschaner,  dass er am Wochenende an dem Wunsch arbeiten kann. Bei der Generalprobe bei Fola Esch (1:1) fiel er zwar nach erneuten Adduktorenproblemen aus. Aber dies sei „eine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen. „Ich bin in der letzten Woche erst wieder eingestiegen, habe am Mittwoch in Völklingen schon leichte Probleme in der Halbzeit gehabt. Vielleicht ging alles ein bisschen schnell.“ Am Dienstag soll Pagenburg wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Und er fiebert dem Auftakt entgegen. „Nur Elversberg ist für mich da vorne fast weg. Die haben einen ordentlichen Vorsprung, zwei Nachholspiele, Qualität im Kader und sind auch in der Breite stark besetzt“, tippt der Angreifer. „Dahinter haben einige Teams Chancen auf die Relegation. Wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen und dann schauen, was passiert.“ Auch Brighache rechnet mit einem engen Rennen unter vielen Auserwählten. „Wir konzentrieren uns aber nur auf das Spiel gegen Freiburg, wo wir dagegen halten müssen. Das ist ein ungemein spielstarker Gegner.“

Abelski fehlte als Impulsgeber

Im besten Fall soll dabei Alon Abelski wieder die Kreativabteilung der Moselstädter bearbeiten. Ob das gelingt, ist ungewiss. Der Spielmacher ließ seine hartnäckige Achillessehnenentzündung zuletzt im Sporttherapiezentrum von Bernd Restle in Düsseldorf behandeln. Der Ausfall des Impulsgebers, der in der Hinrunde an neun Toren beteiligt war, wog in den Vorbereitungsspielen schwer. Abelski fehlte vor dem Strafraum oft als unberechenbarer Impulsgeber, der mit seinen Pässen neue Wege eröffnen und ein Spiel verlagern kann.

Trainer Roland Seitz testete in der Vorbereitung, wer die Rolle als Ballverteiler alternativ ausfüllen kann. Maximilian Watzka, Neuzugang Marco Quotschalla und Fahrudin Kuduzovic besetzten abwechselnd die Zehner-Position. Ebenso wie Christoph Anton. Der Wirbelwind kam erstmals seit September wieder für 26 Minuten zum Einsatz. Nach einer monatelangen Verletzungspause wird das Talent zunächst behutsam herangeführt. Immerhin dauert die Regionalliga-Saison einige Monate. Und da kann das Eigengewächs aus Schoden noch ganz wichtig werden.

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