Freizeit: Safari am Stockplatz 2a – Neues Konzept für’s Trierer Nightlife

Seit knapp einem Monat hat das Trierer Nachtleben eine neue Attraktion zu bieten: Andy B. Jones hauchte dem leerstehendem Jugendstilhaus „Stockplatz 2a“ mit langer Discovergangenheit neues Leben ein. Mit einem für die Moselstadt revolutionären Konzept traut sich der bekannte Partymacher und DJ (Funky L.A. und Houselovers) in eine Nische vor. 5vier-Mitarbeiter Alexander Heinen machte einen Hausbesuch.

Die Lions Bar - Foto: A.Heinen

Die Liste der Tradition am Stockplatz ist lang: „Natasha“, „Saint Malo“ und „Untreu“. All diese Discos waren von den 70er bis in die 90er Jahre feste Bestandteile des Trierer Nachtlebens. In dem alten Jugendstilhaus „Stockplatz 2a“, welches ursprünglich ein Weingroßhändler Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erbaute, wurde schon so manche wilde Party gefeiert.

Nachdem mit der „Villa Conte“ und dem „Stockwerk“ zwei Projekte scheiterten, nahm Andy B. Jones das Heft in die Hand und krempelte das Innenstadtjuwel komplett um. Der Betreiber der „Sky Lounge“ (auf dem Dach des Warenhauses Karstadt) ist eine feste Größe in der Trierer Partygesellschaft: „Funky L.A.“ oder „Houselovers“ zog regelmäßig tanzfreudige Partypeople in die ungewöhnlichsten Locations. Von der Sparkassen-Tiefgarage bis hin zur alten Post, der DJ war immer für kreative Überraschungen gut. Nun wird er am Stockplatz heimisch.

Bar und Club vereint

Großzügige Couch in der Lions Bar - Foto: A.Heinen

Hereinspaziert: Wer die große Flügeltür der „Lions Bar“ aufstößt, der fühlt sich sofort in eine andere Welt versetzt. Draußen der regnerische Stockplatz, innen eine Bar, die einen die Außenwelt vergessen lässt. Sofort stellt sich eine Art Urlaubsfeeling ein, das Ambiente erinnert an eine afrikanische Lodge in der Savanne. Warme Holztöne strahlen wohlige Gemütlichkeit aus, ein Ort der zum Verweilen einlädt. Imposant wirkt die einladende Couch, die neben der Theke das Herzstück des Raumes bildet. Wie auf einem kleinen Thron können die Gäste hier entspannen, bis zu vier Personen können es sich auf dem Eyecatcher gemütlich machen.

Auffälig: Überall im Raum verteilt finden sich kleine, aber stimmungsvoll ausgesuchte Accessoires. Ein Strohhut hier, Löwen und Giraffenfiguren dort, Pflanzen und hippe Gemälde runden das Gesamtpaket ab. Sogar die Decke passt sich mit ihrer Wellenform dem Raum perfekt an.

„Viele, die die Bar noch aus der Renovierungszeit kennen, sind begeistert wenn sie wiederkommen“, sagt Andy B. Jones, der mit bürgerlichem Namen Andreas Berg heißt. „Es fühlen sich hier viele verschiedene Generationen wohl. Das ist für uns ein Zeichen, dass wir vieles richtig gemacht haben!“

Geöffnet hat die Lions Bar von Mittwoch bis Samstag ab 18 Uhr, neben den üblichen Getränken will die „Lions Bar“ auch mit exotischen Getränken die Gäste locken. Für den Sommer ist eine große Außenterasse auf dem Stockplatz geplant.

Unten gemütlich, oben stylisch

Weiter geht die Führung: Über eine Treppe gelangt man in die obere Etage, den „Zebra Club“. „Samstags schließen wir um 23 Uhr die Türen der Lions Bar, die Gäste können dann nach oben in den Zebra Club umsiedeln und müssen nicht nochmal Eintritt bezahlen“, erklärt der DJ sein faires Angebot.

Eine gut bestückte Bar wartet im Club - Foto: A.Heinen

Oben angekommen erwartet den Gast ein stylischer Club, passend zum Namen „Zebra Club“ in den Farben schwarz und weiß gehalten. „Im Vergleich zur Lions Bar haben wir hier oben alles etwas minimalistischer gestaltet. Aber dafür sind alle Sachen gut gemacht“, analysiert Andy B. Jones seine Umbaumaßnahmen. Rund 350 Leute finden in der oberen Etage Platz, der große Raum bietet eine optimale Club-Größe. Es ist genügend Platz um einmal fern der Tanzfläche und Musik Luft zu schnappen, aber auch nicht zu groß um sich zu verlaufen. An den Seiten befinden sich kleine Sitzgelegenheiten.

Herzstück des Clubs: Die Turntables - Foto: A.Heinen

Direkt vor dem DJ-Pult ist die Tanzfläche, die von vier großen Boxen eingegrenzt wird. Stolz huscht der Neu-Inhaber hinter sein Mischpult und dreht die Anlage mit satten Bässen auf. „Obwohl der Raum offen ist, ist der Sound auf der Tanzfläche am besten und am lautesten. Für die Gäste die etwas außerhalb der Tanzfläche stehen ist der Sound immer noch gut, aber angenehmer. Das haben wir gut hinbekommen!“ Dazu gesellen sich bunte „Animations“, die von zwei großen Movingheads (kopfbewegliche Scanner) durch den Raum geworfen werden.

 Zebras wachen über Bar und Plattenteller

Markant: Auch im Club finden sich viele kleine, aber liebevolle Details. So wachen zum Beispiel kleine und große Zebraskulpturen über die Plattenteller und die in einer Reihe aufgestellten Spirituosenflaschen in der Bar. Ein weiteres Highlight sind zwei große Flatscreens an den Wänden, die originelle und eigens kreierte Filmanimationen zeigen.

In Sachen Programm setzt der Zebra Club auf Klasse statt Masse, nur ein Event pro Woche soll im Regelfall ausgetragen werden. „Jeder Gast soll seinen Stammtag bekommen“, erklärt Andy, der den Eventkalender vielfältig auslegt. Alle Veranstaltungen finden samstags statt, Einlass ist ab 23 Uhr.

  •  Bei „Beat My Day“ werden die besten Dance-Hits der letzten Jahre mit den aktuellen Hits gemischt.
  • „Soulful“ bedient neben der Dance-Sparte auch die Liebhaber von R’n’B und Black Music.
  • Moderne House-Beats dringen bei „Houselovers“ durch die Boxen
  • „Schwarz Auf Weiss“ vereint House und Black Music, wobei Andy B.Jones versucht einen Dresscode zu etablieren: „Wenn alle Gäste in den beiden Farben kommen würden, ergäbe das zusammen mit dem Zebra-Motto des Clubs ein tolles Bild!“

Flatscreen im Zebra Club - Foto: A.Heinen

Dazu gesellen sich immer wechselnde Events, wie „Drunter Und Drüber“ am 24. März: zu Gast ist der von MTV bekannte Patrice Bouédibéla. Bei „Beat My Day“ und „Houselovers“ legt Andy B. Jones selbst auf, während den anderen Partys setzt er auf bekannte Gast-DJ’s oder auf das ein oder andere bekannte Gesicht aus den Dance-Charts. Freitags kann man den Zebra Club für Privatzwecke mieten, neben einem DJ wird auch das Servicepersonal vom Safari Haus gestellt.

„Ich als DJ wäre stolz wenn ich im Zebra-Club auflegen dürfte, so habe ich das Projekt auch gestaltet“, sagt der Inhaber abschließend. „Wir haben bewusst auf hochwertige Produkte gesetzt, auch bei den Getränken. Es können Flaschen gekauft werden, aber auch die anderen Getränke sind bei uns erschwinglich. Unsere Zielgruppe ist ganz klar der Mittelstand, die Eintrittspreise werden sich um die fünf Euro bewegen.“

Wer nun neugierig geworden ist, erhält nähere Infos zu den Events und dem Safari Haus auf der Facebookpräsenz. 5vier.de wünschen Andy B. Jones und seinem Team viel Erfolg bei der Umsetzung seines Konzepts und wird das Projekt natürlich weiter beobachten sowie von der ein oder anderen Veranstaltung berichten. 

 

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln