Der große Bezirksliga-Check – Teil 3

Von Florian Schlecht

Irsch hält seine Leistungsträger, in Ruwertal verlängert der Trainer, Dörbach hofft auf die Rückkehr seines alten Kapitäns, Ralingen baut auf einen torgefährlichen Neuzugang. Hier gibt es den dritten Teil des Bezirksliga-Checks. 

SV Dörbach: Hoffnung auf die Rückkehr von Jason Born

Rudi Jung baut in der Vorbereitung zwei Talente aus der A-Jugend ein.

Rudi Jung geht es so wie den meisten Bezirksliga-Trainern. Der Übungsleiter des SV Dörbach tüftelte wochenlang an seinem Trainingsprogramm für die Winterpause, ehe der Schnee den Plan kräftig durcheinander wirbelte. „Da muss man improvisieren“, lacht der Coach, der ansonsten wenig Grund zum Klagen hat. In der Hinrunde hat sich Dörbach besonders in der Defensive immer mehr stabilisiert und stellt eine der besten Abwehrreihen. „Einen Anteil daran hat Torwart Dominik Hentchen“, lobt der Trainer, der bis auf die Spitzenmannschaften Wittlich und Mehring II aber noch kein Team auf dem rettenden Ufer sieht. „Wir müssen also hellwach sein und in der Vorbereitung die Grundlage legen, um uns von den Abstiegsplätzen fern zu halten.“

Personell wurde die Mannschaft mit Alexander Braun verstärkt, der zuletzt für den B-Kreisligisten SpVgg Mülheim-Brauneberg kickte. „Er kann im defensiven Mittelfeld und der Viererkette eingesetzt werden. Ich habe bislang einen guten Eindruck von ihm gewonnen.“ Mit Keeper Joshua Gubernator und Angreifer Dominic Esch stoßen zwei Spieler aus der A-Jugend in den Einheiten hinzu. „Sie sollen schon mal oben ran geführt werden.“ Große Hoffnungen hat Jung darin, dass Jason Born wieder mitwirken kann, der in der Hinrunde wegen hartnäckiger Achillessehnenprobleme ausgefallen war. „Er war in der letzten Saison noch mein Spielführer und war ein Garant für den Klassenerhalt, weil er alle mit seiner Klasse mitgezogen und mobilisiert hat.“

SG Ralingen: Ein Neuzugang, der Tore verspricht

Peter Löw hat die Aufgabe, vier Neuzugänge zu integrieren. Foto: Andreas Gniffke

Reichlich Bewegung gab es in der Winterpause bei der SG Ralingen. Trainer Peter Löw hat die Aufgabe, gleich vier Neuzugänge zu integrieren. Gelingt es, versprechen die Aktivitäten auf dem Transfermarkt aber echte Verstärkungen zu werden. Ein alter Bekannter ist Pascal Mertens, dem der Durchbruch beim SV Mehring verwehrt blieb. In Ralingen kam der Angreifer in der vergangenen Saison auf 22 Tore. „An 40 Treffern war er bestimmt beteiligt“, schwärmt Löw. So verspricht die Offensive zum Prunkstück zu werden, zumal Shootingstar Daniel Morgen bereits weit oben in der Torschützenliste der Bezirksliga steht. „Das wird harmonieren“, glaubt der Trainer.

Die weiteren Neuen sind Matthias Walter (zuletzt DJK St. Matthias), Philipp Kartz (zuletzt SV Sirzenich) und Pascal Oster, dessen Bruder Manuel bereits in Ralingen spielt. Dazu wollen Tobias Pott und Benni Neises nach längeren Verletzungspausen wieder den Anschluss schaffen. Doch alleine, weil er weitere Alternativen hat, wiegt sich Löw nicht in sportlicher Sicherheit. „Die Klasse ist mörderisch. In diesem Jahr braucht man bestimmt 40 Punkte, um nicht abzusteigen.“

SG Irsch: Körner und Kramp bleiben

Vom 1. FC Saarbrücken umworben – aber weiterhin Hoffnungsträger in Irsch. Foto: Anna Lena Grasmück

Erleichterung bei Peter Schuh. Der Trainer der SG Irsch ist froh, dass ihm zur Rückrunde alle Leistungsträger erhalten bleiben, auch wenn die Interessenten fast Schlange standen. Torwart Mark Körner weilte zuletzt beim Probetraining beim CS Grevenmacher, Angreifer Lukas Kramp wurde vom 1. FC Saarbrücken umworben. „Er bleibt definitiv bis zum Sommer. Danach sehen wir, wie sich alles weiterentwickelt.“ Besonders in der Torgefahr sieht Schuh in den kommenden Monaten noch Nachholbedarf. Kamen die Offensivspieler Kramp und Keven Schuh in der gesamten vergangenen Spielzeit zusammen auf 48 Tore, sind es nun nach der Hälfte der Saison erst 15. „Ich hoffe, dass die Leistungsträger zur alten Form auflaufen und absolut am Limit spielen.“

Mehr Konzentration verlangt der Talentförderer auf der Trainerbank auch in der Defensive. „Wir hätten bei vielen entscheidenden Gegentoren besser stehen müssen.“ Neuzugänge gab es im Winter keine. Immerhin kehren mit Alexander Fox, Christoph Benter, Alexander Reinsbach und Dominik Marqueni vier zuletzt verletzte Spieler in den Kader zurück. Als Ziel ruft auch Schuh den Ligaerhalt aus. „Wir brauchen nicht großspurig reden, die Differenz nach unten ist zu gering. Das rettende Ufer wollen wir so schnell wie möglich erreichen.“

SG Ruwertal: Trainer Stoffels bleibt bis 2014

Ruweral will weiter forschen Fußball zeigen. Foto: Stephen Weber

Bei der SG Ruwertal gab es in der Winterpause nur eine personelle Entscheidung – und die steht für Kontinuität. Trainer Jan Stoffels verlängerte seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Der Diplom-Sportlehrer und A-Lizenz-Inhaber hat den Aufsteiger in der Hinrunde auf den fünften Platz geführt. Stoffels beschwichtigt zwar, dass der Blick auf die Tabelle nichts zu bedeuten habe. „Aber ich denke, wir sind in der Bezirksliga angekommen und konnten in der Mehrheit der Spiele spielerisch überzeugen. Die Zuschauer spüren die hohe Identifikation, den Willen und den Teamgeist der Mannschaft. Ich denke, aufgrund dessen können wir uns über eine solch gute Zuschauerresonanz freuen.“

Dennoch sieht Stoffels noch Potenzial, das er aus seinen Spielern rauskitzeln will. „Der jungen Mannschaft fehlt es noch an Cleverness und Effektivität, um einige der engen Niederlagen positiv zu gestalten. In der Chancenverwertung und dem Umschalten bei Ballverlust sehe ich Steigerungspotential und natürlich bei jedem einzelnen Spieler.“ Für die Rückrunde, in der Thomas Sauer und möglicherweise auch Pascal Orth zurückkehren, will Stoffels weiterhin begeisternden Fußball sehen, den Klassenerhalt frühzeitig schaffen und bereits Talente aus der A-Jugend integrieren.

Hier geht es zu Teil 1 des Bezirksliga-Checks mit Konz, Großkampen, Auw, Oberweis und Laufeld.

Hier geht es zu Teil 2 des Bezirksliga-Checks mit Krettnach, Zell, Föhren und Leiwen. 

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