„Gemeinsam gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“

„Gemeinsam gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ lautete das Motto der Veranstaltung, in der Fachleute von Polizei und Hilfsorganisationen ihre Erfahrungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt austauschten und besprachen. Die Stadt und Verbandsgemeinde Konz sowie das Polizeipräsidium Trier hatten zu der Veranstaltung am Mittwoch, 22. Mai, in das Kloster Karthaus eingeladen.

Zum vierten Mal veranstaltete das Polizeipräsidium eine Infoveranstaltung, in der sich Experten über das Kriminalitätsphänomen der „Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ (GesB) austauschen können. „Die Polizei arbeitet in einem Netzwerk mit den Kommunen, Frauenhäusern und anderen Hilfsorganisationen eng zusammen“, sagte der stellvertretende Polizeipräsident, Leitender Polizeidirektor Jürgen Schmitt. Dadurch und durch die öffentliche Diskussion würden sich immer mehr Betroffene an die Polizei wenden.

Auch der Konzer Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in Netzwerken. „Häusliche Gewalt ist eine ganz perfide Art der Gewaltausübung, die Folgen für die ganze Familie und insbesondere für betroffene Kinder hat“, sagte Frieden. Deshalb sei neben der Strafverfolgung die Hilfe für die Opfer ebenso wichtig.

Weshalb bleiben Frauen in Gewaltbeziehungen? Welche Auswirkungen hat die Gewalt auf betroffene Kinder? Was hat sich seit Einführung des Gewaltschutzgesetztes geändert? Diese Fragen beantwortete die Leiterin der Interventionsstelle Trier, Beate Hecker. Über die Möglichkeiten der Polizei, Gewalteskalationen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, informierte Leitender Polizeidirektor Jürgen Schmitt. Die neuesten Erkenntnisse über Stalking thematisierte Polizeidirektor Volker Schmidt von der Polizeidirektion Montabaur.

Einig waren sich alle Experten darüber, dass Gewalt in engen sozialen Beziehungen ein gesamtgesellschaftliches Problem und alles andere als ein Kavaliersdelikt ist. Es handelt sich vielmehr um schwerwiegende Straftaten. Experten von Beratungsstellen und Polizei stellen die Auswirkungen dieses Kriminalitätsphänomens dar und informieren über Hilfemöglichkeiten. Veranstaltungen wie die in Konz bündelten den Fachverstand und trügen dazu bei, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen.

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