Gladiators treffen morgen auf den Meister Jena

Was passiert in Trier nach dem 82:80 Wahnsinns-Finale in Heidelberg

In Heidelberg hätte es spannender nicht werden können: 13 Sekunden, in welchen die Nerven blank waren, machten aus einem 75:75 ein 82:80 für die MLP Academics Heidelberg gegen die Gladiators Trier. – Das Wochende hat am Sonntag noch ein zweites Spiel zu bieten: Der mit dem gestrigen achten Spieltag neue Tabellenführer (siehe unten) Science City Jena kommt nach Trier.

Trier. Angeführt von Headcoach Björn Harmsen, der seit 2013 bei Jena an der Seitenlinie steht, kommen die Ostthüringer mit einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck an die Mosel. Nach dem 8. Spieltag stehen sie auf Platz 1 der ProA-Tabelle und verloren in der bisherigen Saison nur ein Spiel gegen Gotha (62:72). Damit verdeutlichen die heutigen Gäste noch einmal das eigene Saisonziel: Mindestens ins Halbfinale will Jena kommen, wenn möglich sogar aufsteigen.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, haben sich die Halbfinalisten des Vorjahres prominent verstärkt: Immanuel McElroy wechselte vor der Saison von den Basketball Löwen Braunschweig aus der ersten Liga in die zweite. Der 35-jährige US-Amerikaner bringt mit seinen 419 Spielen für Köln, Berlin und Braunschweig vor allem eines mit nach Thüringen: Erfahrung. Dieses will er einsetzen, um die Mannschaft aus Jena zu führen: „Mein Ziel ist es, in dieser Saison die Meisterschaft zu gewinnen. Ich bin sicher, dass vor allem unsere jungen Spieler von meiner Erfahrung, meinem Wissen und Können profitieren“, sagte der mehrfache Defensive Player of the Year bereits vor der Saison.

Unterstützt wird die Shooting-Guard-Legende von Jelani Dakari Hewitt. Der 24-Jährige steht ebenfalls seit dieser Saison bei Jena unter Vertrag und kam als bester Schütze der Georgia Southern University in der NCAA nach Thüringen. Auch bei seinem neuen Team besticht der Shooting-Guard mit sehr starken Quoten: Bisher warf Hewitt 13,7 Punkte, holte sich 4,1 Rebounds und gab 2,6 Assist pro Spiel. Dadurch müssen die Gladiators in der Defensive besonders wach sein, um den US-Amerikaner nicht ins Spiel kommen zu lassen.

Neben den beiden Neuzugängen, reist auch ein alter Bekannter an die Mosel: Oliver Clay. Dieser Name wird dem ein oder anderen Trierer noch geläufig sein. Von 2010 bis 2011 stand der heute 28-Jährige bei der ehemaligen TBB unter Vertrag und entfaltete vor allem unter dem Brett seine hohe Qualität. Nach Stationen in Würzburg und beim Mitteldeutschen BC, wechselte Clay vor der Saison nach Jena und kam in den ersten sieben Spielen im Durchschnitt auf 8 Punkte und 5,1 Rebounds.

Schlussendlich gehen die Gäste aus Jena als Favorit in den 9. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison. Zeigen die Gladiators jedoch eine Leistung wie vor einigen Wochen gegen RASTA Vechta, könnte das Team von Headcoach Marco van den Berg durchaus eine Chance haben.

Hinweis:
Tip-Off zum Spiel morgen, am Sonntag, dem 8. Oktober 2015 ist um 17:30 Uhr in der Arena Trier

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

 

  Team G S N   Pkt.
1. Science City Jena 8 7 1 588:498 14
2. SC Rasta Vechta 8 6 2 665:544 12
3. Rockets Gotha 8 6 2 614:545 12
4. VfL Kirchheim 8 5 3 596:538 10
5. Hamburg Towers 8 5 3 576:551 10
6. RheinStars Köln 8 5 3 563:568 10
7. Gladiators Trier 8 4 4 568:551 8
8. Nürnberger BC 8 4 4 546:553 8
9. BV Chemnitz 99 8 4 4 578:523 8
10. USC Heidelberg 8 4 4 576:596 8
11. Paderborn Baskets 8 4 4 583:566 8
12. BCM Baunach 8 4 4 514:535 8
13. ETB Baskets Essen 8 2 6 497:546 4
14. Hanau White Wings 8 2 6 520:607 4
15. Giants Leverkusen 8 2 6 517:614 4
16. Dragons Rhöndorf 8 0 8 516:682 0

// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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