RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren gegen NINERS

Playoff-Revanche nicht geglückt

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren am sechsten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga auswärts gegen die NINERS Chemnitz mit 77:65. Vor 2178 Zuschauern in der Richard-Hartmann-Hölle bringen sich die Gladiatoren mit einem schwachen dritten Viertel um den Erfolg. Top-Scorer auf Trierer Seite war Routinier Jermaine Bucknor.

Die gegenseitige Wertschätzung beider Teams ist hoch vor der Partie der RÖMERSTROM Gladiators Trier gegen die NINERS Chemnitz am Samstag Abend. Die Mannschaften standen sich im letzten Jahr im Viertelfinale der Play-Offs gegenüber und kämpften in einer denkwürdigen Serie gegeneinander um den Einzug ins Halbfinale. Die Teams konnten damals ihre jeweiligen Heimspiele gewinnen und so zog Chemnitz denkbar knapp in die nächste Runde ein. Die Gladiatoren wussten also schon vor dem Sprungball relativ genau, was sie in der „Richard-Hartmann-Hölle“ wie die Halle der NINERS auch genannt wird, erwartet.

Verzichten mussten die RÖMERSTROM Gladiators derweil auf ihren Mannschaftskapitän Simon Schmitz, der an einer Rückenverletzung laboriert. Auch Big Men Luka Buntic musste mit einer Erkältung am Samstagabend passen. Mit dabei und direkt für knapp 6 Minuten auf dem Parkett war Kilian Dietz. Die Ärzte und der Center selbst hatten nach seiner Knie-Verletzung kurzfristig grünes Licht gegeben für einen Einsatz gegen die NINERS am Samstag-Abend. Bei Chemnitz war einer der wichtigsten Spieler mit Joe Lawson wieder mit von der Partie. Der Amerikaner stand erst zum dritten Mal auf dem Parkett, nachdem er sechs Wochen ausgefallen war. Auf Chemnitzer Seite war Neuzugang Bard Tinsley noch nicht mit dabei. Die Nachverpflichtung war nötig, da unter der Woche Jajuan Johnson die NINERS wieder Richtung USA verlassen hatte.

Der Start in die Partie glückte. Die Gladiatoren konnten schnell mit 7:1 in Führung gehen. Vor allem Shooting Guard Kyle Dranginis zeigte sich in guter Verfassung, trotz, dass die Verletzung an der Ferse nach wie vor nicht ganz auskuriert ist. Die RÖMERSTROM Gladiators zeigten ihre aggressive schnelle Spielweise nach vorne und stellten die Chemnitzer zu Beginn des Spiels vor Probleme. Doch die NINERS kämpfen sich ins Spiel – Vor allem durch gutes Hustle-Play der Big Men Michael Fleischmann und Joe Lawson und treffsichere Distanzschützen wie Malte Ziegenhagen, der in der ersten Halbzeit schon sieben Punkte erzielen konnte. Unterstützt von der lauten Halle übernahmen die Hausherren das Zepter. Trier hatte seinerseits mit der körperlichen Spielweise der Chemnitzer Probleme und kam schnell in Foul-Trouble. Center Justin Alston musste früh mit drei Fouls auf die Bank. Auch der andere Big Men Kilian Dietz handelte sich schnell zwei Fouls ein. Zwei mal konnte Chemnitz sogar zu einem Vier-Punkt-Spiel an die Freiwurflinie treten. Trier traf im Gegenzug seine Freiwürfe nicht und so ging es folgerichtig mit einem 21:15 Rückstand aus Chemnitzer Sicht in die Viertelpause.

Im zweiten Viertel zeigte Trier dann Kämpferherz. Mit vollem Einsatz legten die RÖMERSTROM Gladiators vor allem in der Defense einen Zahn zu. Immer wieder stoben die Gladiatoren mit schnellen Händen in die Pässe der Gastgeber. Vor allem NINERS-Point Guard Andrzej Mazurczak hatte in dieser Phase Probleme mit der aggressiven Full-Court-Defense der Trierer. Bis zur Halbzeit hatte der Pole keine Punkte auf dem Konto, auch ein Verdienst der Moselstädter Defense. Chemnitz zeigte sich dank Fleischmann und Ziegenhagen dennoch weiter treffsicher. Bis zur Halbzeit konnten die Gastgeber fast die Hälfte aller Distanzwürfe versenken. Die RÖMERSTROM Gladiators waren ihrerseits in der Offensive nun geduldiger. Mit überlegten Zügen zum Korb und auch von außerhalb erkämpften sich die Gladiatoren nun Korberfolg um Korberfolg und konnten den Rückstand so verringern. Dank eines 9:0-Lauf kurz vor der Halbzeit gestalteten die Moselstädter die Partie wieder offen. Mit einem 39:38 aus Chemnitzer Sicht gingen die Mannschaften in die Pause.

Beide Teams kamen mit Schwung aus der Kabine. Während für die Gastgeber Michael Fleischmann für Drei erfolgreich war, konnte Justin Alston erneut seine Dunking-Qualitäten zeigen. Nach tollem Alley-Oop-Anspiel von Kyle Dranginis legte der Center das Ding krachend in den Korb. Doch statt zusätzlicher Motivation, zeigte sich nach dieser Aktion ein Bruch im Trierer Spiel. Den RÖMERSTROM Gladiators gelang gar nichts mehr. Wieder zeigten sie vor allem im Abschluss schwächen. Viele freie Würfe fanden ihr Ziel nicht. Auch im Kampf um die Rebounds konnte Chemnitz im Vergleich zur ersten Hälfte zulegen. Grade die wichtigen Duelle um den Ball gingen zu oft an Chemnitz. Der Gastgeber setzte dafür fast in der gesamten Partie auf die gleichen Spieler. Joe Lawson, Michael Fleischmann, Malte Ziegenhagen und Guard Mazurczak sahen jeweils über 30 Minuten Spielzeit. Grade von jenseits der 3er-Linie konnten die Chemnitzer  ihr Team deutlich in Front bringen. Vor allem Michael Fleischmann (FG: 73 %) und Malte Ziegenhagen (3P: 50%) legten starke Quoten auf. Trier kassierte im dritten Viertel einen 0:14 Lauf und konnte selbst fast gar nicht Punkten. Trier verlor diesen Spielabschnitt insgesamt mit 8:20 aus Sicht der Moselstädter.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Spiel gelaufen. Die Gladiatoren kämpften zwar weiter und ließen Chemnitz nicht deutlicher davon ziehen, doch mit einem Sieg wurde es im letzten Viertel nichts mehr. Die Karl-Marx-Städter konnten am Ende verdient als Sieger das Parkett verlassen, auch weil ihre Top-Spieler die Körbe trafen: „Chemnitz hat heute gezeigt, dass sie eine wirklich gute Mannschaft sind. Wir haben das Spiel klar im dritten Viertel verloren. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Leader von Chemnitz ihre Körbe treffen und unsere nicht. Auch unter dem Korb läuft es noch nicht so, wie wir uns das eigentlich vorstellen. Wir haben zum Beispiel erneut das Rebound-Duell verloren. Das einzig Positive ist, dass meine Mannschaft auch im letzten Viertel nicht aufgegeben hat. An allem anderen müssen wir weiter arbeiten.“, analysierte Gladiatoren-Coach Marco van den Berg am Schluss der Partie.

Die Trierer haben bereits am Dienstag die Möglichkeit die Auswärtsniederlage gegen Chemnitz vergessen zu lassen, wenn sie in der heimischen Arena Trier gegen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau antreten müssen. Tipp-Off zur Partie in der ProA ist um 20:00 Uhr. Tickets gibt es an allen Ticket-Regional Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.römerstrom-gladiators.de/tickets und in der Geschäftsstelle der RÖMERSTROM Gladiators Trier. Die Geschäftsstelle ist auch an diesem Sonntag, sowie am Dienstag vor dem Spiel bis 16 Uhr geöffnet. Montags gelten die regulären Öffnungszeiten von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Stats:

Justin Alston (4), Kyle Dranginis (11), Kevin Smit (2), Jermaine Bucknor (14), Rupert Hennen, Lucien Schmikale (6), Kilian Dietz, Thomas Grün (11), Stefan Ilzhöfer (5), Johannes Joos (12)

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