Gladiators wieder in Tabellen-Mitte

Verpflichtender Heimsieg mit dem neuen "Jack" gegen die Dragons Rhöndorf

Der Sieg der Gladiators gegen das tabellenletzte Team war verpflichtend. Es bestand von Anfang an keinerlei Gefahr von den Dragons, die geradezu zufällig gegen die Giants Leverkusen gewonnen hatten. Viel eher wurde da ein Spiel als „wichtig“, als „richtungsweisend“ und der Gegner als „gefährlich“ bezeichnet, um die eigene – und notwendige – Leistung als Meisterstück hervorzuheben.

Trier. Eine weitere Niederlage wäre blamabel gewesen und hätte zu viele Fragen in den Raum gebracht. So wurde von Seiten der Gladiators alles unternommen um gegen die Mannschaft zu gewinnen, die in zehn Spielen nur einen Sieg (gegen den Tabellen-Vorletzten) zu verzeichnen hatte.
Am Ende des 11. Spieltages der laufenden ProA-Saison konnten die Gladiators Trier den 4. Sieg im 6. Heimspiel deshalb auch nur als „Pflicht-Sieg“ feiern. Sie gewannen mit 93:57 (44:29) gegen die Dragons Rhöndorf.

Vor 1.574 Zuschauern in der Arena Trier, startete Headcoach Marco van den Berg mit Kevin Smit, Brandon Spearman, Sebastian Herrera, Dwayne Evans und Kilian Dietz in die vorher als richtungsweisendes Spiel bezeichnete Partie gegen den Tabellenletzten. Nach sehr engen Anfangsminuten, zogen die Gladiatoren vor allem durch starke Leistungen von Brandon Spearman (7 Punkte im ersten Viertel) und Sebastian Herrera (5) auf ein zwischenzeitliches 13:5 davon. Auch der neue Big Man der Trierer erzielte im ersten Spielabschnitt seine ersten Punkte für die Moselaner: John „Jack“ Eggleston schraubte zum Ende der ersten zehn Minuten durch zwei getroffene Freiwürfe den Spielstand auf ein 17:13 für die Gladiatoren, ehe das Team von Gäste-Coach Boris Kaminski zum 17:15 einnetzte, mit dem es in die erste Viertelpause ging.

In den zweiten Spielabschnitt starteten die van den Berg-Schützlinge mit einem Dreier von Dwayne Evans und rissen in den Folgeminuten das komplette Spielgeschehen an sich. Immer wieder waren es die vier Amerikaner im Team der Moselstädter, die in den entscheidenden Momenten Akzente setzten: Tim Weber, Brandon Spearman, Dwayne Evans und Jack Eggleston erzielten allein im zweiten Viertel zusammengerechnet 20 Punkte für die Hausherren. Doch auch das restliche Team zeigte gegen eine phasenweise überforderte Rhöndorfer Mannschaft eine engagierte Begegnung: 10 Assists und 30 Rebounds (11 Offensiv/19 Defensiv) hatten die Statistiker bis zum Ende der zweiten zehn Minuten notiert. Mit einem Unterschied von 15 Punkten und einem Spielstand von 44:29 ging es in die Halbzeitpause. Einziger Wehmutstropfen der ersten Hälfte war die verletzungsbedingte Auswechslung von Point Guard Alexander Engel. Eine Diagnose steht noch aus.

Nach dem Pausentee drehte nun vor allem Dwayne Evans so richtig auf und erzielte zu Beginn des dritten Viertels 6 Punkte am Stück. Doch auch der 18-jährige Sebastian Herrera wusste sich in Szene zu setzen: Zwei Dreier fanden ihren Weg durch das Netz der Gäste. Der Chilene überzeugte vor allem durch eine Selbstverständlichkeit, die er in der ein oder anderen Situation an den Tag legte. Headcoach Marco van den Berg lobte den vielseitigen A2-Nationalspieler Chiles auf der abschließenden Pressekonferenz als „großes Talent, das noch sehr viel Potenzial hat.“ Auch weil die Gladiatoren am Sonntagabend an der Freiwurflinie die Nerven behielten und bis zum Ende des dritten Viertel 15 von 21 Würfen verwandelten, führten die Gastgeber vor dem letzten Spielabschnitt mit 73:42 Punkten.

Anders als in den vergangenen Spielen ließen die Moselaner selbst nach einer zwischenzeitlichen 31-Punkte Führung nicht locker. Aufgrund einer am Ende durchwegs hochkonzentrierten und engagierten Leistung gewannen die Profibasketballer aus der Moselstadt verdient mit 93:57.

Marco van den Berg auf der abschließenden Pressekonferenz: „Wir haben heute eine wirklich gute Partie gezeigt und als Team sehr gut zusammengespielt. Rhöndorf ist eigentlich eine sehr gefährliche Mannschaft, doch wir haben es geschafft, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Ich bin sehr froh darüber, dass Jack heute zum ersten Mal auf dem Parkett stand. Er ist sehr wichtig für das Team und bringt uns durch seine Erfahrung und seine Klasse ein ganzes Stück weiter.“

Scoring:
Brandon Spearman (27 Punkte/5 Rebounds), Dwayne Evans (21/11), Sebastian Herrera (16/9), Kevin Smit (12/3), John Eggleston (10/8), Kilian Dietz (4/9), Tim Weber (3/2), Marian Dahlem (0/1), Luca Breu (0/2), Benedikt Breiling (0/1), Alexander Engel (0/1)

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

  Team G S N   Pkt.
1. Science City Jena 11 10 1 822:705 20
2. SC Rasta Vechta 11 8 3 904:724 16
3. Rockets Gotha 11 8 3 830:757 16
4. VfL Kirchheim 11 7 4 799:719 14
5. Hamburg Towers 11 7 4 780:741 14
6. RheinStars Köln 11 6 5 763:783 12
7. BV Chemnitz 99 11 6 5 768:743 12
8. Gladiators Trier 11 5 6 789:756 10
9. Nürnberger BC 11 5 6 756:794 10
10. USC Heidelberg 11 5 6 790:801 10
11. BCM Baunach 11 5 6 712:759 10
12. Paderborn Baskets 11 5 6 777:790 10
13. ETB Baskets Essen 11 4 7 743:771 8
14. Giants Leverkusen 11 3 8 742:863 6
15. Hanau White Wings 11 3 8 731:822 6
16. Dragons Rhöndorf 11 1 10 745:923 2

// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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