Liebe Trierer Miezen, hört auf zu Jammern!

Elf Mal Enttäuschung machen auch die Fans müde

Zur Vorbereitung des letzten Heimspiels in diesem Jahr gegen die Flames aus Bensheim-Auerbach wird schon im Vorfeld zu viel gesprochen. Da hofft der Vorstand auf ein Weihnachtsgeschenk, ruft die Fans in die Arena um gegen den Tabellenviertel eine Chance zu haben und verweist auf die Spuren, die die Niederlagen (die selbst gemachten!) und der Weggang von der Trainerin (Anfang Dezember!) hinterlassen haben.
So wird das Tabellental (siehe unten) nicht verlassen. Nicht jammern, nicht Worte verlieren, sollte das Motto sein, sondern einfach Siegen. Denn Siege bringen Hoffnung – auch in die Augen der Fans!

Trier. Noch eine Partie, noch einmal 60 Minuten kämpfen, rennen und an die Leistungsgrenze gehen, dann ist das Jahr 2015 für die Trierer Bundesliga-Handballerinnen Geschichte. Kein einfaches, denn nach dem Abstieg im Frühjahr nach 15 Jahren Erstklassigkeit, ist die Abstiegszone auch in Liga zwei Alltag. Gegen die HSG Bensheim Auerbach wollen sich die Miezen am Sonntag (16 Uhr) mit einem „guten Spiel“ verabschieden, bevor es in die Weihnachtspause geht. Dort will der Verein neben möglichen Neuverpflichtungen auch die Trainerfrage klären.

„Wir sind nicht naiv in diese Saison gegangen, dass wir so weit hinten drin stehen, damit haben wir natürlich nicht gerechnet“, sagt Vorstand Jürgen Brech und ergänzt: „Die vielen Niederlagen, der Weggang von Daniela, all das hat Spuren hinterlassen, dennoch werden wir nicht aufgeben und 2016 alles Mögliche tun, um die Klasse zu halten.“

Zuerst einmal gilt das Augenmerk aber der Partie gegen Bensheim, einem Gegner der bisher eine starke Saison aufs Parkett gelegt hat und als Tabellenvierter auf Tuchfühlung gut im Rennen um einen möglichen Aufstiegsplatz liegt.

Die Gäste reisen mit personellen Sorgen an die Mosel, müssen verletzungsbedingt, durch Weltmeisterschaft beziehungsweise Jugendbundesliga auf wichtige Spielerinnen verzichten. Auch deshalb warnt HSG Trainer Florian Bauer davor die Partie als Selbstläufer zu nehmen: „Das wird ein hart, denn Trier wird zu Hause sicherlich alles in die Waagschale werfen. Wir fahren dorthin um zu gewinnen, müssen aber hellwach sein.“

Worte die man auf Seiten der Moselstädterinnen sicher gerne hört, die es allerdings gilt in Punkte umzusetzen. Auch wenn die Tabellenkonstellation Vierter gegen Tabellenvorletzten eindeutig erscheint, hat Brech die leiste Hoffnung auf eine Überraschung. „Warum sollen wir uns nicht ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen, wir werden uns sicher nicht von vornherein aufgeben“, sagt Brech und richtet gleichzeitig einen Appell an die Fans: „Die Mannschaft braucht die Zuschauer, und egal wie sich die Tabelle derzeit liest, haben sie es verdient, dass Ihnen der Rücken gestärkt wird. Denn eines ist auch klar, wir werden da unten nur gemeinsam rauskommen.“

2. Handball Bundesliga Frauen – Tabelle

Team Sp. Diff. Pkt.
1 Neckarsulmer SU 12 +96 23:1
2 TSV Haunstetten 12 +14 20:4
3 TV Nellingen 12 +61 18:6
4 HSG Bensheim/Auerbach 12 +31 17:7
5 VL Koblenz/Weibern 12 +26 15:9
6 HC Rödertal 12 +11 15:9
7 SG H2Ku Herrenberg 12 +4 15:9
8 SV Union Halle-Neustadt 12 +30 14:10
9 TV Beyeröhde 12 +2 13:11
10 TG Nürtingen 12 -19 10:14
11 BSV Sachsen Zwickau 12 -16 9:15
12 FSG Mainz 05/Budenheim 12 -18 7:17
13 SV Werder Bremen 12 -49 7:17
14 SG Mainz-Bretzenheim 12 -38 5:19
15 DJK/MJC Trier 12 -60 2:22
16 SG 09 Kirchhof 12 -75 2:22

// Danke an Franziska Garcia – Pressesprecherin DJK/MJC Trier – 2. Handball Bundesliga Frauen

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