Messer-Überfall zwischen Porta Nigra und Hauptbahnhof

"Wie können wir uns schützen?" fragen viele in Trier

„Wie können wir uns schützen?“, fragen viele, die auf dem Weg von der Arbeit zum Zug sind. 5vier.de hatte heute Morgen schon in Zusammenhang mit dem Überfall im Palastgarten ( vgl. unser Artikel ) Passanten vor Ort befragt. So auch in dem Grünstreifen zwischen Christophstraße und Theodor-Heuss-Allee.

Trier. Was heute Vormittag bei Licht so aussah, als könnte man mit offenen Augen der Gefahr ausweichen, hat heute Abend einen Schlag erhalten. Die Information, dass Frauen immer weniger die Trierer Grün- bzw. Parkanlagen als Unterbrechung zur Mittagspause betreten, wird mit einer aktuellen Frage konfrontiert: Darf ich als Frau oder als Mann überhaupt noch sicher in den Trierer Parkanlagen sein? Oder – um den aktuelle Polizeimeldung zu einer Frage werden zu lassen: Wie komme ich sicher von meiner Wohnung zur Arbeitsstätte und wieder zurück?

Das Polizeipräsidium Trier meldet folgenden bewaffneten Überfall um etwa 18.35 Uhr am heutigen Abend von drei männlichen Tätern:

Am Abend wurde ein Fußgänger in der Parkanlage zwischen Porta Nigra und Hauptbahnhof von drei männlichen Tätern überfallen. Unter Vorhalt eines Messers wurde die Geldbörse geraubt.

Bei den Tätern soll es sich um dunkelhäutige Männer im Alter von etwa 25 Jahren handeln. Die Täter sollen 175 cm groß sein und schwarz gekleidet gewesen sein. Ein Täter habe rote Turnschuhe getragen.
 
Zeugenhinweise werden an den Kriminaldauerdienst, Tel.: 0651/9779-2290, erbeten.

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Kommentare (2)

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  1. T sagt:

    Egal wer diese Personen sind, es muss einfach was getan werden. Man muss sich ja mittlerweile fürchten überhaupt durch Trier zu gehen. Da hilft nur Polizeipräsenz, mehr HandlungsFreiraum der Beamten und knallharte Strafen!

  2. Inge Wanken sagt:

    Eines ist ganz sicher – ob es nun Flüchtlinge, Trittbrettfahrer, organisierte Angriffe bereits bestehender Krimineller oder Gelegenheitstäter sind – würde die Polizei auch nur ansatzweise eine entsprechende Präsenz an neuralgischen Punkten zeigen wie bei einem Fußballspiel in Trier, gäbe es nicht diese lähmende Hilflosigkeit der Betroffenen.
    Und so lange man sich in Befragungen eher verteidigen muss, warum man an einem bestimmten Ort unterwegs ist, als dass für die allgemeine Sicherheit gesorgt wird, bleibt dieses mulmige Gefühl erhalten…
    Schade, dass ursprünglich für die Naherholung der Bürger geschaffene Plätze und Gebiete nun dieses Bild erhalten…

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