Nach Pokal-Ausflug in der Liga unter Druck

FSV Salmrohr

Näher, als es das klare Endergebnis von 5:0 für den VfL Bochum aussagt, war Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligist FSV Salmrohr am Sonntag Nachmittag in der ersten Runde um den DFB-Pokal an einer Überraschung dran.  Während der drei Klassen höher angesiedelte Zweitligist durch Simon Terodde kurz vor und nach der Pause (40., 49.) die Weichen auf Sieg stellte, wehrte sich das Team von Trainer Paul Linz fast über die gesamte erste Hälfte hinweg prächtig.

FSV_BO1Trier. Hinten massiert mit einer eigens kreierten Fünfer-Kette und im Spiel nach vorne immer wieder mit frechen Vorstößen brachte der FSV den hohen Favoriten aus dem Ruhrpott zunächst ins Schwitzen. Eine ganz dicke Gelegenheit gab es sogar, in Führung zu gehen: In der elften Minute hatte Timo Heinz schön nach innen gepasst, in der Mitte hätte Deniz Siga den Ball nur einzuschieben brauchen, kam aber ins Straucheln und verstolperte so den Ball. „Das wäre es gewesen. Wenn wir das 1:0 machen, wird Bochum vielleicht richtig nervös“, meinte FSV-Verteidiger Daniel Braun hinterher.
Die vertane Chance war das Eine, das Andere das Fehlverhalten vor dem 0:1 zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause. „Wie wir da den Ball verloren und uns danach angestellt haben, war Dummheit und Naivität“, entfuhr es Coach Linz in der Pressekonferenz. Auch missfiel ihm, dass die Köpfe seiner Schützlinge nach dem zweiten Bochumer Treffer doch ziemlich klar nach unten gingen und noch einige Tore mehr als die drei weiteren abermals durch Terodde (59.) und zwei Mal Marco Terrazzino (64., 90.) möglich waren.
FSV_Bo3Aber auch einiges an Lob hatte der 59-Jährige parat: „Wie wir das die ersten 30, 35 Minuten gemacht haben, hat mir gut gefallen. Das war taktisch diszipliniert.“ Auch sein Bochumer Gegenüber Gertjan Verbeek stellte fest: „Es war nicht einfach in der ersten halben Stunde. Der Gegner hat aus einer sehr guten Ordnung heraus gespielt.“
Linz wiederum weiß, dass sein Team jetzt schnell die Kurve kriegen muss: Bereits am Mittwoch, ab 18.30 Uhr, kommt der FC Karbach ins Salmtalstadion. Nach 4000 Zuschauern gegen Bochum (davon knapp die Hälfte VfL-Fans) werden nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Match im Pokal gegen den Aufsteiger vom Hunsrück wohl keine zehn Prozent davon kommen. Ähnlich, wie zum Auftakt beim 1:3 in Jägersburg wird Salmrohr wieder auf einen bissigen Neuling treffen, ist klar in der Favoritenrolle. „Da müssen wir alles raus hauen. Ein Dreier muss her“, stellte Abwehrmann Braun schon kurz nach dem Abpfiff des Bochum-Spiels fest. red
Statistik:
Aufstellung FSV Salmrohr: Ternes – Kohns, Schäfer, Schraps, Meschak (58. Ting), Braun – Hartmann, Bartsch, Heinz – Siga (69. Inhestern), Helbig (60. Saim).
Aufstellung VfL Bochum: Riemann –Celozzi, Fabian, Bastians (64. Weis), Perthel (46. Wijnaldum) – Bulut (64. Simunek), Hoogland, Losilla, Terrazzino – Haberer, Terodde.
Schiedsrichter: Patrick Schult (Osterbek)

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