Kolumne: Paddy Klink – Keine Wall of Death bei den Sportis

Es ist wieder Zeit für Paddys Kolumne. Diesmal dabei: Daniel Bukowski, viele Musiktipps, ein Bekenntnis in Bezug auf die Sportfreunde Stiller und etwas Eigenwerbung.

„Läuft!“ …wie Bernd Stromberg sagen würde!

Die ersten (und sogar bisher durchweg netten und positiven) Kommentare bestätigen mich in dem, was ich hier tue. Dankeschön! Also starten wir direkt voll durch!

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits die CD-Release Party von Daniel Bukowski angekündigt. Wollen wir das Phänomen „Rony“ doch ein wenig näher beleuchten.

Der Vollständigkeit halber jedoch vorher schnell noch ein selbstkritischer Vermerk zu meiner euphorischen Begeisterung des „Dr. Acula“ Wortspiels der Band THE VINTAGE GIGOLOS. Ein anonymer Hinweis erreichte mich kurz nach Veröffentlichung meiner letzten Kolumne, dass es sich hierbei um ein bereits existierendes Wortspiel aus der Fernseh-Serie SCRUBS handelt und somit „nix Neues“ ist. Danke für den Hinweis und Schande über meine schlechte Recherche. Wie es im Titelsong der Serie schon heißt: „I’m no superman!“

Daniel Bukowski. Ein Alleskönner! Wie seine Facebook-Seite schon vermuten lässt, schreibt er nicht nur die Musik und Texte… in seinem hauseigenen Tonstudio nimmt er die kompletten Songs – wohlgemerkt: als Schlagzeuger, Bassist, Gitarrist, Pianist und Sänger aller nur erdenklichen Tonlagen und natürlich als Produzent – ALLEINE auf! Von Multitasking kann hier keine Rede mehr sein – er ist mein musikalisches Genie! (Ich meine mich zu erinnern, dass Lenny Kravitz das genau so macht und dann für die Live-Auftritte seine Band verpflichtet…) Mein Lieblingssatz von ihm, wenn man ihn fragt, was er denn alles „spielen“ kann ist (sinngemäß): „Alles, was man nicht blasen oder streichen muss!“ 🙂

In jungen Jahren bekommt er Schlagzeug-Unterricht vom Drummer der Band seines Bruders. Als dieser aus beruflichen Gründen seinen Platz in der Band NESSAYA aufgeben muss, ist Daniel bereits so fit an der Schießbude, dass er den Posten übernimmt. So rockt sich das „kleine Wunder“ (wie NESSAYA übersetzt heißt) durch die Großregion.

Parallel hierzu spielt Daniel als Schlagzeuger und Sänger bei PROJECT 54 – damals noch als namenlose Schulband – und fungiert als Produzent unserer ersten CD, die wir später auf dem Schulhof unserer alten Schule (aus-)verkauft haben! Gemeinsam erleben wir rund fünf gemeinsame Jahre, die ihren „Abschluss“ mit der CD-Release-Tour unseres ersten richtigen Studioalbums „Puporoska Island“ finden. Nachdem ich selbst mit PROJECT 54 auf dem besten Weg zur Verwirklichung meiner musikalischen Träume angelangt war (immerhin haben wir ja auch damals gemeinsam bei Top of the Pops gespielt! Das Video darf leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.), war es Zeit, dass Daniel sich mit dem Weg in die „Selbstständigkeit“ den gleichen Gefallen tut.

Er hat natürlich nie aufgehört zu komponieren, texten und sich immer weitere Spieltechniken auf diversen Instrumenten anzueignen. Neue Songs, die das Leben schreibt – würde ich behaupten! Diese fließen als Treibstoff in das Projekt NESSAYA, leider fehlt der große „Durchbruch“. Jedoch kristallisiert sich ein sehr erfolgreiches Konzept aus der Combo. Die Brüder Daniel und Gert, die sich musikalisch und gesanglich perfekt ergänzen, gründen ihr neues Projekt TUNESSY (zwei von Nessaya… logisch, was denn sonst?), mit dem sie im Sturm die Herzen der Fans akustischer Klänge erobern.

Time to change: Durch die stetig wachsende Bekanntheit seines Studios strömen Musiker aus der gesamten Großregion nach Konz-Niedermennig und wollen Ihre Stücke im Pick-A-Back Studio aufnehmen und Ihre CDs von Daniel produzieren lassen. „Nebenbei“ studiert er noch fleißig Linguistische Datenverarbeitung und Phonetik (spricht sich übrigens mit einem labio-dentalen Fritativ aus – könnt ihr mal sehen, auch ich kann noch was lernen! :-)) und arbeitet bei SKYWALK in Trierweiler. Das ist übrigens das regionale Hogwarts des Musik- und DVD Business!

In seiner immer mehr schwindenden Freizeit konzentriert er sich dennoch auf das Komponieren neuer Songs, die nach „Ausscheiden“ seines Bruders aus der Band letztendlich seinem aktuellen Projekt „Daniel Bukowski & Band“ zu Gute kommen. Wie der Name schon sagt: Daniel pur! Ehrlich, mal laut, mal leise und immer mit einem Schuss Wortspiel und Witz. Seine CD gibt es ab Ende dieser Woche auf Amazon zu bestellen. 1000x schöner und lebendiger wird es jedoch am 2. Dezember im Cinemaxx, wenn er mit seinen Mitmusikern sein „erstes“ Studioalbum BEST OF VOL. 1 veröffentlicht. Wie die klingt, hört ihr Euch im Voraus am besten auf seiner Website an. Ich kann es immer noch nicht fassen. Mein erstes Konzert im Kinosessel mit Popcorn und nem kühlen Bierchen!

So, ihr habt es alle befürchtet und jetzt wird es wahr! Ein wenig Werbung in eigener Sache!

Nachdem wir den Winter mit einem kleinen „privaten“ Konzert im Ex-Haus Café eingeläutet haben, während die Bandgeek Mafia und The Convois nebenan in der Turnhalle rockten, stehen für den Dezember folgende PROJECT 54 live-Termine an:

  • Samstag, 11. Dezember: Nikolausrock in Horath (Thalfang) mit Accident Purple und The Orange Indiependents, die dieses Jahr zu den besten Newcomerbands des Landes zählen!
  • Samstag, 25. Dezember: Projektfete in der Mehrzweckhalle Prüm mit Days to Burn und High Voltage (AC/DC Coverband). Die Projektfete gilt in der Eifel bereits seit einem Vierteljahrhundert als Institution für alle, die – genau so wie wir – keine Böcke darauf haben, sich mit vollem Bauch unter dem Weihnachtsbaum zu rollen.
  • Mittwoch, 29. Dezember: Café Rocas, Luxembourg City. Zu unserem Jahresabschlusskonzert wurden wir von ANGEL AT MY TABLE eingeladen. Die junge Band, die ich in einer meiner nächsten Beiträge selbstverständlich noch unter die Lupe nehmen werde, hat sich 2010 in die Oberliga gespielt! Als eine der besten Bands (laut internationalem myspace-contest!!!) touren die Letzebuerger bereits durch ganz Europa und wurden für alle großen Festivals in Luxembourg und Großregion verpflichtet. Wer annähernd Spaß an PARAMORE und TONIGHT ALIVE hat, der findet in AAMT das musikalische Ebenbild des Ländchens in diesem Genre. Ebenfalls mit dabei: die Orange Indies.

Weitere Details zum Konzertbeginn und der Location findet ihr demnächst auf unserer Homepage.

Bevor ich für dieses Mal zum Ende komme, noch mein persönlicher Besuchs-Tourplan:

Sportfreunde Stiller vergangene Woche im Club der Rockhal. Ehrlich gesagt war und bin ich nicht der große Fan der Sportis. Klar; die unvermeidlichen Klassiker, die im Radio rauf und runter laufen… mal ganz abgesehen von DEM Ausnahmesong 54, 74… (auch wenn der zwischenzeitlich verschobene Plan mit dem WM-Titel leider nicht aufgegangen ist) kennt man halt. Aufgrund der Tatsache, dass Lieder mit deutschem Text (für einen deutschen Muttersprachler) schon etwas „anspruchsvoller“ sein sollten, weil es sonst einfach scheiße klingt, konnte ich mich bisher auch nicht so richtig mit den rockenden süddeutschen Freizeit-Fußballern identifizieren. (Liegt vielleicht aber auch an meiner sehr verhaltenen Sportbegeisterung… ähem!) ABER… lässt man die teilweise nicht so ganz gelungenen Textpassagen mal außer acht und gibt sich als Musiker mit Leib und Seele dem hin, was dort geboten wurde, war es unterm Strich trotzdem ganz großes Kino! Drei Typen (+ Support-Musiker, um die unplugged Darbietung etwas abzurunden) haben Spaß und das Publikum freut sich. Zwar fehlten mir nach meinem Geschmack der urtypische Mosh-Pit, die Headbanger und ne kleine Wall of Death, wäre aber an dieser Stelle mehr als unangebracht gewesen. Viel mehr hätte ich mir ne Couch, eine gedimmte Tischlampe und nen Tee gewünscht. Gemütlich! Schön! Sehr zu empfehlen – wem’s gefällt! Und mit den „Typen“, die nach dem Konzert im Foyer Flyer verteilt haben, schaffe ich jetzt nen gelungenen Übergang.

Als nächstes Highlight möchte ich nämlich an dieser Stelle bereits das bevorstehende „Seasons closing“ Konzert meiner Luxembourger Lieblingsband ETERNAL TANGO benennen. Am Freitag, 17. Dezember verwandeln sie das Atelier in Hollerich zur Golden Fox Academy. Auch wenn sie danach doch noch u.a. mit den DONOTS auf der Bühne stehen – ich bin trotzdem beim „Abschlusskonzert“ dabei! Now come backstage join the party! Checkt ihre Tourvideos von der MADSEN Support Tour!

Blitzmeldung! Gerade lese ich den Artikel im Volksfreund und ärgere mich, dass ich am Samstag schon verplant bin. Unsere ehemaligen Proberaum-Nachbarn IVAN IVANOVICH AND THE KREML KRAUTS rocken am 4.12. ab 19:30 Uhr im Mergener Hof.

Und als alter großer BLINK 182-Fan freue ich mich natürlich auf den Besuch der Ami-Rocker ANGELS AND AIRWAVES 2011 in Luxembourg und noch viel mehr auf BLINK 182 im Sommer 2011… und hoffentlich das versprochene und längst überfällige neue Album!

Mehr dazu… demnächst! Es weihnachtet sehr – jetzt habt ihr nochmal zwei Wochen Zeit… um Adventskränze zu binden z.B. Mir glaubt ja sicher eh keiner, dass ich mir gerade bei eben dieser Tätigkeit bzw. beim Zusehen den Arsch in einer kleinen geheimen Adventskranz-Werkstatt im Hochwald abfriere…

Backt lieber Plätzchen und schickt uns welche in die warme Redaktion. Frage an dieselbe: Weihnachtsfeier mit Blick auf die Eisbahn? 🙂

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Kommentare (1)

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  1. Chrissi sagt:

    Pöh, meine Plätzchen ess‘ ich selbst. 😉

    Aber ich komm‘ euch im Dezember auf jeden Fall nochmal bewundern!

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